Ein einziger Pilz kann den Unterschied zwischen einer Mahlzeit und dem Tod bedeuten. Wer im Wald sammelt, muss diese Arten kennen - ohne Ausnahme.
Von rund 5.000 Großpilzen sind heute etwa 180 als giftig eingestuft. Doch nur eine Handvoll von ihnen wirkt bereits in kleinsten Mengen tödlich.
» Überblick der Pilzgifte
Er sorgt zusammen mit seinen Verwandten für über 90% der tödlichen Vergiftungen. Finger weg von allem, was so aussieht!
Diese reinweißen Todesengel sind ebenso tödlich wie ihr grüner Verwandter. Oft unterschätzt, da sie "rein" aussehen.
Die tödliche Dosis beginnt bereits bei 100g Frischpilz. Er wird extrem oft mit dem Perlpilz verwechselt - ein fataler Irrtum.
Schon 40g können tödlich sein. Das Gift Muscarin wirkt extrem schnell (wenige Minuten bis 2 Stunden).
Ein tückischer "Zeitbomben-Pilz". Er kann jahrelang vertragen werden, bis er plötzlich einen tödlichen allergischen Schock auslöst.
Enthält Amatoxine wie der Knollenblätterpilz. Extreme Verwechslungsgefahr für Sammler von Stockschwämmchen!
Diese Pilze zerstören die Nieren. Die Latenzzeit ist mit bis zu 14 Tagen die längste aller Giftpilze.
Roh absolut tödlich! Selbst Kochdämpfe können Vergiftungen auslösen. Das Gift Gyromitrin ist extrem gefährlich.
Ein kleiner, aber extrem giftiger Schirmling. Verwechslungsgefahr mit anderen (essbaren) Schirmlingsarten.
Wächst an Getreide (Roggen). Führt zu Halluzinationen und zum Absterben von Gliedmaßen. Tödlich ab ca. 5g.
Enthält Nierengifte. Eine Rettung ist oft nur durch eine Nierentransplantation möglich.
Verzichten Sie nach einer Pilzmahlzeit bis zu 3 Tage auf Alkohol, da dieser Wechselwirkungen mit Pilzgiften eingehen kann. Anfängern wird dringend geraten, sich zunächst auf Röhrenpilze zu beschränken.