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pilze im internet
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pilzbestimmung

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In der heutigen Zeit gibt es viele Tools bzw. für das Handy auch Apps, mit denen man angeblich Pilze bestimmen kann. Solche Tools können bestenfalls zur Eingrenzung, niemals aber zur Bestimmung von Pilzen dienen. Die Beobachtungsgabe des Menschen ist nicht fehlerfrei und auch die Natur verhält sich nicht immer nach Norm. Dennoch können solche Tools die Bestimmung vereinfachen. Aber nochmal: zur Bestimmung dienen solche Tools nicht, nur zur Eingrenzung!

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Inhaltsverzeichnis

1.) Pilzwiki
2.) Pilzformen
3.) Top 10 Einsteigertipps
4.) Tödliche Pilze
5.) Sekundäre Pilzvergiftungen
6.) Beliebteste Speisepilze
7.) Pilze bestimmen
8.) Pilze trocknen
9.) Pilzkalender
10.) Pilzgifte
11.) Informationszentralen


pilze eingrenzen

Bestimmungsmerkmale von Pilzen
Pilze zu bestimmen ist ein äußerst komplexer Vorgang. Viele Anfänger machen dabei den Fehler sich die Pilzbestimmung einfach zu machen. Da ist mal schnell ein Pilz unter einer Birke ein Birkenpilz und ein Pilz mit weißem Hut und rosanen Lamellen ein Champignon. Wenn man sich klar macht, dass es allein in unseren Breitengraden ca. 5.000 Pilzarten gibt, dann ist es nur natürlich, dass die Kombination weißer Hut - rosane Lamellen bei mehr als einem Pilz vorkommt. Ebenso werden unter Birken auch andere Pilze wachsen als Birkenpilze.

Folgend möchten wir Ihnen die Komplexität der Pilzbestimmung erläutern und eine Vorgehensweise, wie Sie Pilze bestimmen sollten angeben.

baum

Punkt 1 - Zeit und Ort

Wichtig ist immer zu wissen, wann und wo Sie einen Pilz gefunden haben. Mit "wann" ist natürlich nicht die Uhrzeit sondern der Monat bzw. Jahreszeit gemeint. Auch das "Wo" ist so präzise wie möglich festzuhalten. Ein einfacher Parameter, wie z. B. "im Wald" wird in den meisten Fällen nicht ausreichen. Begutachten Sie Ihren Fundort so genau wie möglich. Welche Bäume stehen in der Nähe des Pilzes (Kauftipp: Welcher Pilz ist das?: Extra: Pilze und ihre Baumpartner)? Welchen Nährboden nutzt der Pilz (z. B. Boden, Holz, Pflanzenabfälle etc.). Um das "Wo" festzuhalten sind natürlich zumindest auch Grundkenntnisse in Baumkunde unerlässlich.

Merkmale:
- Jahreszeit / Monat (z. B. Sommer, August)
- Fundort
(z. B. unter einer Birke)


pilz bild

Punkt 2 - Die äußere Erscheinungsform

Die äußere Erscheinungsform eines Pilzfruchtkörpers ist in der Regel das Erste, was man von einem Pilz wahrnimmt. Hier sollte man schon mal die grundsätzlichen Ausmaße (Größe) sowie die Farbe der Hutoberfläche bzw. des Fruchtkörpers aufnehmen. Zu beachten ist, dass es häufig vorkommt, dass ein und die selbe Pilzart in unterschiedlichen Größen und Farben auftreten kann. Beachten Sie natürlich auch die grundsätzliche Form eines Pilzes - nicht jeder Pilz hat einen Hut und Stiel; es gibt auch viele andere Formen.

Merkmale:
- Pilzform (z. B. Hut und Stiel, kugelig) [Beispiel]
- Pilzgröße (z. B. 20 cm Durchmesser)
- Farbe (z. B. bräunlich)


pilzhut

Punkt 3 - Hutoberfläche und Hutform

Neben der Farbe der Hutoberfläche ist auch die Hutform zu beachten (insofern es sich um einen Pilz mit Hut handelt). Hüte können z. B. flach ausgebreitet, kegelig, glockig, gewölbt, kugelig etc. sein. Prüfen Sie Hüte auf Riefungen, Höckerungen oder Furchungen. Beachten Sie den Rand - ist er scharf, wellig, fransig, eingebogen...? Des Weiteren können Hüte Vertiefungen und / oder Bucklungen besitzen. Die voran beschriebenen Merkmale sind oft auch altersspezifisch. Weitere Merkmale können eine grubige, filzige, samtige, rissige, schuppige, glatte, hygrophane oder schmierige Huthaut sein. Prüfen Sie auch, ob und wie weit die Huthaut abziehbar ist und ob unter der abgezogenen Huthaut eine Verfärbung sichtbar wird.

Merkmale:
- Hutoberfläche (z. B. samtig) [Beispiel]
- Hutform (z. B. ausgebreitet)
[Beispiel]
- Hutrand (z. B. fransig)
[Beispiel]
- Huthaut (z. B. teilweise abziehbar)


pilz unterseite

Punkt 4 - Hutunterseite

Ein äußerst wichtiges Merkmal eines Pilzes findet man auf der Hutunterseite (sofern die Fruchtform überhaupt einen Hut besitzt). Auf der Hutunterseite können sich Röhren (Schwämme), Lamellen, Leisten oder Stacheln befinden. Zuerst ist natürlich deren Färbung zu beachten. Aber das ist noch längst nicht alles. Lamellen können sehr dicht bis sehr entfernt stehen, es können auch Zwischenlamellen vorhanden sein. Die Schneiden der Lamellen können eine Färbung aufweisen und können glatt, wellig oder gekerbt sein. Zudem gibt es viele Pilze bei denen die Lamellen Gabelungen aufweisen. Bei Röhrenpilze gilt es neben der Färbung auch die Porengröße zu beachten. In jedem Fall ist die Anwachsstelle am Stiel zu beachten. Lamellen oder Röhren müssen nicht am Stiel angewachsen sein, in diesem Fall spricht man von freien Lamellen. Daneben gibt es die Möglichkeit, dass Lamellen gerade, abgerundet, mit einem Zahn oder ausgebuchtet angewachsen sind bzw. sogar am Stiel herablaufen. Des Weiteren empfiehlt sich etwas Druck auf Lamellen, Röhren etc. auszuüben um zu prüfen, ob eine Verfärbung eintritt oder z. B. Milch austritt.

Merkmale:
- Hutunterseite (z. B. Lamellen)
- Lamellenaussehen (z. B. eng stehend)
[Beispiel]
- Röhrenaussehen (z. B. enge oder große Poren)
[Beispiel]
- Anwachsstelle am Stiel (z. B. gerade angewachsen)
[Beispiel]
- Reaktion auf Druck (z. B. Verfärbung)
[Beispiel]


pilz stiel

Tipp 5 - Der Stiel

Auch der Stiel bietet äußerst wichtige Unterscheidungsmerkmale. Zuerst ist natürlich einmal die Farbe des Stieles zu beachten und ob er ggf. eine Musterung, Natterung, Netzung, Schuppung oder Faserung aufweist. Am Stiel kann sich auch ein sog. Ring befinden. Dieser kann ziemlich verkümmert bis sehr ausgeprägt sein; er kann gerade am Stiel abstehend, hängend oder aufsteigend sein, zudem kann er auf einer Seite oder auch beidseitig eine Riefung besitzen. Bei einigen Ringen zeigt der Ring an bestimmten Stellen eine Verfärbung. Natürlich besitzt nicht jeder Pilz einen Ring am Stiel. Eine weitere Rolle spielt die Konsistenz des Stieles; ist er kräftig oder schlank, brüchig oder zäh? Zudem kann ein Stiel voll ausgestopft oder hohl sein - wobei dieser Zustand sehr häufig auch altersabhängig ist. Weiter ist noch die Stielform (z. B. keulig, zylindrisch etc.) zu beachten.

Merkmale:
- Stielfarbe (z. B. weiß)
- Stieloberfläche (z. B. Netzmuster)
[Beispiel]
- Ring (z. B. fehlend, hängend, aufsteigend)
[Beispiel]
- Stielkonsistenz (z. B. brüchig)
- Stielform (z. B. zylindrisch)
[Beispiel]


knolle

Punkt 6 - Die Stielbasis

Zum Bestimmen sollten Pilze nie abgeschnitten sondern komplett aus dem Boden ausgegraben werden. Ansonsten würde ein weiteres, sehr wichtiges Unterscheidungsmerkmal verloren gehen - und zwar die Basis des Stiels. Hier kann sich z. B. auch eine Verdickung, eine Knolle oder gar eine "richtige" Wurzel befinden. Beachten Sie bitte, dass eine Verdickung nicht unbedingt einer Knolle entsprechen muss. Bei einer Knolle wächst der Stiel regelrecht aus dieser, während eine Verdickung (knollig) nur eine Verbreiterung des Stieles darstellt, die u. Umständen auch knollenähnlich aussehen kann. Bei einer Knolle beachten Sie bitte, wie diese zum Stiel steht (ist sie anliegend? ist sie offen stehend?). Zudem kann eine Knolle Stachel-/Warzengürtel besitzen. Ggf. ist auch auf Verfärbungen Acht zu geben. Anfänger sollten Pilze bei denen die Stiele aus Knollen wachsen, inbesondere wenn die Knolle (bzw. in diesem Fall Volva) offen steht meiden, da sich hierunter sehr viele, sehr giftige (tödliche) Pilze befinden.

Merkmale:
- Stielbasis (z. B. Knolle) [Beispiel]
- Knolle (z. B. offen stehende Volva)
[Beispiel]


riechen

Punkt 7 - Geruch und Geschmack

Auch auf diese beiden Sinne sollten Sie nicht verzichten. Der Geruch ist ein sehr wichtiges Merkmal; leider wird Geruch u. U. von Menschen auch sehr individuell bzw. anders wahrgenommen. Ähnliches gilt auch für den Geschmack. Jedoch ist bei einigen Pilzen (z. B. Täublingen) eine Geschmacksprobe angebracht um die Genießbarkeit festzustellen. Andererseits sollten Anfänger Geschmacksproben generell unterlassen, da es äußerst gefährliche Pilze gibt bei denen eine Geschmacksprobe entfällt bzw. tödlich enden könnte. Zudem besteht die Gefahr sich mit dem tödlichen Fuchsbandwurm zu infizieren. Generell ist zu empfehlen, Geschmacksproben immer auszuspucken.

Merkmale:
- Geruch (z. B. nach Mandeln)
- Geschmack (z. B. rettichartig)


sporen

Punkt 8 - Sporen

Auch Pilze müssen sich irgendwie weiterverbreiten. Das tun sie mittels ihrer Sporen. Da aber auch die Sporen von Pilzen nicht alle gleich sind, eignen sie sich ebenfalls als Bestimmungsmerkmal. Die Sporenfarbe ist dabei in vielen Fällen relativ einfach zu ermitteln. Pilzhüte werden einfach auf ein weißes Blatt Papier gelegt und danach muss man ein bisschen warten. Spätestens nach einigen Stunden sind bereits einige Sporen auf das Blatt gefallen und man kann die Farbe erkennen. Nach Möglichkeit verwendet man für diesen Vorgang keine ganz jungen Exemplare. Handelt es sich nicht um "Hutpilze", kann die Ermittlung der Sporenfarbe etwas schwieriger werden. Leicht zu Erkennen ist die Sporenfarbe von Bovisten bzw. Stäublingen. Hier wird einfach die Reife abgewartet und dann drückt man einfach auf den Fruchtkörper und schon kommen die Sporen ans Tageslicht. Sporen unterscheiden sich aber nicht nur in ihrer Farbe. Auch in ihrer Größe, Form, Beschaffenheit sind sie unterschiedlich. Um diese Unterschiede aber festzustellen werden Sie ein Mikroskop benötigen. Steht Ihnen ein solches zur Verfügung, empfiehlt es sich in jedem Fall davon auch Gebrauch zu machen. Viele Pilze lassen sich hundertprozentig genau auch nur unter dem Mikroskop bestimmen.

Merkmale:
- Sporenfarbe (z. B. braun)
- Sporenform (z. B. ellitpisch)
- Sporenbeschaffenheit (z. B. mit Keimporus, feinwarzig)


ausrufezeichen

Punkt 9 - Allgemeines

Man erkennt, dass es wesentlich mehr Merkmale bei den Pilzen zur Unterscheidung gibt, als viele denken. Bei der Bestimmung ist es wichtig, dass alle angegebenen Merkmale übereinstimmen. Natürlich kann auch mal die Natur ihre Launen haben oder das eine oder andere Merkmal ist in der Praxis schwer zu erkennen; jedoch wird bei einer Abweichung die Bestimmung sehr unsicher. Und "fast sicher zu sein" hat für einige Menschen schon den Tod bedeutet - das gilt es immer zu bedenken.

Merkmale:
- es gib viele Merkmale zur Bestimmung
- ein Pilz ist erst dann bestimmt, wenn ALLE Merkmale übereinstimmen


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pilz eingrenzen
Fundzeit:
Fundort: Hinweis:
Bitte versuchen Sie Ihre Auswahl erst so genau wie möglich zu treffen (z. B. unter Birken). Führt das nicht zum gewünschten Ergebnis, wählen Sie bitte die passende Waldart aus (hier z. B. Laubwald)

Pilzunterseite: Hinweis:
Wenn keine passende Auswahl möglich ist, bitte "Sonstige" wählen.
Für einen Porling bitte "Poren" wählen
(Hut)Durchmesser
(in cm):
mindestens Hinweis:
Wenn der Durchmesser < 1 cm ist, dann wählen Sie bitte 0 cm aus.
Stielbreite (in cm): mindestens Hinweis:
Wenn kein Stiel vorhanden ist oder die Breite < 1 cm ist, wählen Sie bitte 0 aus.
Stielgröße (in cm) mindestens Hinweis:
Wenn kein Stiel vorhanden ist oder die Größe < 1 cm ist, wählen Sie bitte 0 aus.
   
 

Neu:
Auf pilzeweb.mushroom-toxin.de haben Sie die Möglichkeit Pilzfotos inkl. einer kurzen Beschreibung hochzuladen. Nutzer dieser Seite können Sie somit ggf. bei der Bestimmung unterstützen.

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www.Mushroom-Toxin.de
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