| Psilocybin |
umstritten |
0,5-3 Stunden |
Rauschzustände, Illusionen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen. Der Umgang mit Psilocybin (Ausnahme Konsum) ist in Deutschland verboten. Auf der anderen Seite könnte Psilocybin bei der Heilung von unheilbaren Krebserkrankungen und der Behandlungen von psychischen Erkrankungen eine entscheidende Rolle spielen. |
Beobachtung |
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| Aeruginascin |
giftig, bewusstseinverändernd |
35 Minuten |
Aeruginascin ist ein seltenes Indolalkaloid, das weltweit fast ausschließlich im Grünenden Risspilz (Inocybe aeruginascens) vorkommt. Es ist chemisch eng mit Psilocybin verwandt, weist aber eine strukturelle Ähnlichkeit zum Krötengift Bufotenidin auf. Der Stoff wirkt halluzinogen und verändert die Wahrnehmung von Zeit, Farbe und Raum massiv. Eine Besonderheit ist, dass Konsumenten im Vergleich zu anderen psychoaktiven Pilzen seltener von Angstzuständen ("Bad Trips") berichten, was auf eine spezifische Interaktion mit den Serotonin-Rezeptoren hindeutet. Dennoch bleibt die Wirkung unberechenbar und führt zu typischen Symptomen wie Pupillenerweiterung, Herzrasen und motorischer Unruhe. |
Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, da kein direktes Gegengift (Antidot) existiert. Bei akuten Vergiftungserscheinungen steht die psychische Stabilisierung des Patienten in einer reizarmen Umgebung im Vordergrund ("Talk down"). Bei starker Agitiertheit oder Panikattacken können medizinisch Benzodiazepine verabreicht werden. Da bei Risspilzen immer die Gefahr einer Verwechslung mit muscarinhaltigen Arten besteht, muss der Patient klinisch überwacht werden, um lebensgefährliche Fehlbehandlungen auszuschließen. Im Falle einer Mischvergiftung mit Muscarin wäre eine völlig andere medizinische Intervention (z. B. Atropin) erforderlich. |
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