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Flaschenbovist
(Lycoperdon perlatum)




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Kategorie/Art:
Boviste

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Wertigkeit:
jung essbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
2 cm - 5 cm breit; Oberfläche jung weiß, später bräunlich ; birnenförmig, keulig, mit zugespitzem Kopfteil, 2-3 mm langen weißen bis blassgrauen Stacheln, die von kleinen Warzen umgeben sind. Zum Stielteil werden die Stacheln kleiner und weniger, sie sind leicht abwischbar, im Alter fallen sie ab und lassen vieleckige Netzzeichnungen zurück
Hutunterseite:
keine Angabe
Stiel:
max. Stielgröße 8 cm, max. Stielbreite 5 cm; der Stiel ist bei dieser Art deutlich vom kugeligen Kopfteil abgesetzt, was dem Pilz seine namensgebende, flaschen- oder birnenartige Form verleiht. Er ist im Inneren ebenso wie der Kopf jung rein weiß und fest, wird aber zur Basis hin oft etwas runzelig oder gefurcht und bleibt dort länger steril (bildet also keine Sporen).
Fleisch:
erst weiß, dann gilbend, alt olivbraun und stäubend
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
olivbraun, rund, feinwarzig
typ. Begleitpflanze:
Schlüsselflechte, Moose
Geruch:
angenehm
Geschmack:
mild
bevorzugter Boden:
nährstoffreicher Boden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Nadelwald , Gärten , Laubholz , unter Eichen , unter Fichten , unter Kiefern , unter Buchen , unter Birken , Mischwald
Wachstum:
Juni , Juli , August , September , Oktober

Flaschenbovist1

Userbewertung:

Anzahl bisherige Mitglieder-Votes:26x

Erscheinungsf.
Ergiebigkeit
Vorkommen
Geschmack
Verwendbarkeit

Gesamtwert:
(Punkte)


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💡 Wissenswertes & Tipps
Der Flaschenbovist ist in Europa weit verbreitet und passt sich flexibel seinem Lebensraum an. Er und seine Verwandten werden heute zu den Hutpilzen unter der Ordnung der Blätterpilze gezählt; auch wenn keine Lamellen ausgebildet werden. Auf dieser Seite führen wir den Pilz aber weiter unter der Rubrik Boviste. Charakteristisch sind die kleinen, abwischbaren Stacheln oder Warzen auf der Oberseite, die nach dem Abfallen ein netzartiges Muster hinterlassen. Sobald der Pilz reift, öffnet er sich an der Spitze und entlässt bei Berührung oder Regentropfen seine Sporen als Staubwolke.
💡 Sammel-Check: Die Schnittprobe
Boviste dürfen nur gesammelt werden, solange sie jung sind. Das Fleisch muss im Inneren rein weiß und fest sein (wie Marshmallows). Sobald sich das Innere gelblich oder olivbraun verfärbt, beginnt die Sporenreife und der Pilz ist ungenießbar oder sogar giftverdächtig. Zudem muss beim Aufschneiden eine durchgehende Struktur erkennbar sein – sieht man eine Anlage von Lamellen oder einen eingeschlossenen "Mini-Pilz", handelt es sich um das tödliche Ei eines Wulstlings!
🍳 Kulinarik-Tipp: Panierte Würfel
Flaschenboviste haben ein sehr mildes Aroma. Zubereitung: Die Pilze müssen nicht geschält werden, es reicht, die Stacheln leicht abzureiben. In Würfel geschnitten und in Butter scharf angebraten, nehmen sie Gewürze hervorragend auf. Besonders lecker sind sie, wenn man sie wie kleine Croutons paniert und über einen Salat gibt. Sie haben eine weiche, fast cremige Konsistenz im Inneren.

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Flaschenbovist1
Ein alter Flaschenbovist. Durch die obige Öffnung sind die Sporen, die im Bauch gebildet wurden, bereits ausgetreten.
Flaschenbovist2
Ansicht von schräg oben auf ein junges Exemplar. Deutlich zu erkennen sind die weißen, z. T. schwach grauen Stacheln.
Flaschenbovist3
Ansicht von schräg oben auf ein Exemplar mittleren Alters. Die Form ist birnenförmig. Der Fruchtkörper ist bis auf einige Stacheln weiß.
Flaschenbovist4
Ansicht auf einen liegenden Flaschenbovist. Zum Stiel bzw. zur Basis werden die Stacheln sichtbar kleiner und auch weniger.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Birnen-Stäubling (jung essbar)
Birnen-Stäubling1
Ansicht von vorne. Ganze Kolonien besiedeln die toten Baumstämme. Diese Exemplare haben bereits ihre Reife erreicht; die Außenhaut ist bereits aufgeplatzt, so dass die Sporen verteilt werden können.
Birnen-Stäubling2
Ansicht von vorne. Auch wenn dieses Bild leider nicht sehr scharf ist, kann man trotzdem das runde Kopfteil des Pilzes, das stielartig übergeht, gut erkennen.
Birnen-Stäubling3
Ansicht von vorne. In dieser Nahansicht lässt sich relativ gut die feinwarzige Außenhaut bzw. Außenhülle erkennen. Daneben kann man die hier olivbraune Sporenmasse bei einigen Exemplaren gut erkennen.
Birnen-Stäubling4
Ansicht von schräg oben. Hier hat man jetzt mal einen guten Überblick, in welchen Massen der Pilz z. T. auftritt.

Brauner Stäubling (jung essbar)
Brauner Stäubling1
Ansicht von schräg oben. Von der Form her ähnelt der Braune Stäubling dem Flaschenbovist bzw. Flaschen-Stäubling; jedoch ist der Braune Stäubling dunkler bzw. brauner als der Flaschenbovist.
Brauner Stäubling2
Ansicht von oben auf ein liegendes Exemplar. Man erkennt, dass das Kopfteil breiter ist als die Basis. Zudem ist die Basis etwas heller.
Brauner Stäubling3
Nahansicht auf die Oberfläche des Braunen Stäublings. Gut zu erkennen sind die relativ langen, gebogenen Stacheln.
Brauner Stäubling4
Ansicht von oben auf einen Braunen Stäubling. Dieses Exemplar befindet sich in einem mittleren Alterstadium.

Stinkender Stäubling (jung essbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Wiesen-Stäubling (jung essbar)
Wiesen-Stäubling1
Frontalansicht. Der Fruchtkörper ist noch weiß und die Außenseite ist stachelig.
Wiesen-Stäubling2
Frontalansicht. Die Fruchtkörper zeigen sich deutlich flachgedrückter und rundlicher als die meist deutlich flaschenförmigen Flaschenstäublinge.
Wiesen-Stäubling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Die Erscheinungsform ist hier kreiselförmig. Ein Stiel im eigentlichen Sinne ist nicht vorhanden.
Wiesen-Stäubling4
Nahansicht von oben. Durch die Öffnung verbreitet dieser Pilz seine Sporen.

Igelstäubling (jung essbar)
Igelstäubling1
Nahansicht auf ein schon etwas älteres Exemplar. Markant sind die Stacheln, die tatsächlich ziemlich stark an die Stacheln eines Igels erinnern.
Igelstäubling3
Ansicht von schräg oben auf ein sehr junges Exemplar. Man erkennt, dass die Stacheln schon sehr früh bräunlich gefärbt sind.
Igelstäubling4
Ansicht von schräg oben auf ein älteres Exemplar. Die Außenhülle hat sich bereits geöffnet, so dass wie bei Bovisten bzw. Stäublingen üblich die Sporen austreten können.

Hasenbovist (jung essbar)
Hasenbovist4
Blick auf ein altes Exemplar. Die Fruchtkörper werden in diesem Stadium bräunlich bis grau-bräunlich.
Hasenbovist1
Bild exemplarisch, KI generiert.
Hasenbovist2
Bild exemplarisch, KI generiert.

Beutel-Stäubling (jung essbar)
Beutel-Stäubling1
Ansicht von schräg oben auf mehrere Exemplare. Die Fruchtkörper sind grauweißlich und ähneln den Flaschenstäublingen; sind jedoch deutlich größer.
Beutel-Stäubling2
Ansicht von schräg oben auf junge Exemplare. Beutelstäublinge wachsen meist direkt auf dem Erdboden; können aber wie hier auch auf verrottenden Holz vorkommen. Besonders im Jungzustand können sie Flaschenstäublingen sehr ähnlich sein; eine Verwechslung ist jedoch unkritisch.
Beutel-Stäubling3
Nahansicht auf ein ausgewachsenes Exemplar (rechts). Deutlich erkennbar sind die Stacheln auf der Oberfläche des Fruchtkörpers. Ausgewachsen unterscheidet sich der Beutel-Stäubling dann doch ziemlich deutlich vom meist wesentlich kleineren Flaschenstäubling (Form und Größe).
Beutel-Stäubling4
Ansicht von schräg oben. Charakteristisch für den Beutelstäubling ist die deutliche Gliederung von Stiel- und Kopfteil.

Dünnschaliger Kartoffelbovist (giftig)
Dünnschaliger Kartoffelbovist1
Frontale Großaufnahme eines Dünnschaligen Kartoffelbovistes. Die Fruchtkörperform ist rund und die Außenhaut ist etwas feinschuppig.
Dünnschaliger Kartoffelbovist2
Durchgeschnittenes Exemplar. Hier ist das stielartige Gebilde an der Basis besonders gut zu erkennen.
Dünnschaliger Kartoffelbovist3
Dünnschaliger Kartoffelbovist im Querschnitt mit Blick auf die Innenmasse. Die Außenhaut ist dünn (im Vergleich zum Dickschaligen Kartoffelbovist). Die dunkle Innenmasse ist mit einem weißen Hyphengeflecht adrig durchzogen.
Dünnschaliger Kartoffelbovist4
Blick von oben auf ein altes Exemplar. Gut zu erkennen ist, dass der Pilz deutlich brauner als junge Exemplare wirkt sowie die Öffnung am Scheitel durch den die Sporen entweichen können.

Dickschaliger Kartoffelbovist (giftig)
Dickschaliger Kartoffelbovist1
Ansicht von oben auf eine Gruppe Dickschaliger Kartoffelboviste. Die Fruchtkörpergröße ist hier relativ klein. Der Pilz kann wesentlich größer werden.
Dickschaliger Kartoffelbovist2
Blick auf die Innenmasse. Diese ist hier bereits sehr dunkel bis violett-schwarz und leicht weiß-ädrig durchzogen. Zu beachten ist auch die dicke Außenhülle.
Dickschaliger Kartoffelbovist3
Blick auf sehr alte Dickschalige Kartoffelboviste. Die Außenhaut ist praktisch vollständig aufgeplatzt und die Sporenmasse kann den Pilz verlassen.
Dickschaliger Kartoffelbovist4
Querschnitt eines sehr jungen Kartoffelbovistes. Achtung! Hier ist die Innenmasse noch sehr hell. Normalerweise sind Boviste mit hellem Fleisch eßbar; jedoch stellt dieser Pilz im ganz jungen Stadium eine Außnahme dar.

Riesenbovist (jung essbar)
Riesenbovist1
Bild exemplarisch. Ki generiert. In diesem ausgewachsenen Zustand praktisch nicht mehr zu verwechseln. Er kann so groß wie ein Kinderkopf werden. Essbar ist er solange das Fleisch komplett weiß ist.


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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