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Frühlings-Knollenblätterpilz
(Amanita verna)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
tödlich giftig
Hut (ggf. Fruchtkörper):
3 cm - 10 cm breit; weiß bis cremeweiß; jung halbkugelig, später konvex bis ausgebreitet, manchmal in der Mitte vertieft und z. T. ockerliche Färbung, meist ohne Velumreste, glatt
Hutunterseite:
Lamellen frei, weiß, gedrängt
Stiel:
max. Stielgröße 15 cm, max. Stielbreite 2 cm; weiß, schlank, Ring häutig, oft aber nur undeutlich ausgeprägt, darunter oft leich faserig bis genattert, Basis knollig verdickt, in einer lappigen, realtiv großen Volva
Fleisch:
weißlich
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
weiß, fast kugelig bis breit elliptisch
typ. Begleitpflanze:
Wald-Bingelkraut, Maiglöckchen, Echte Schlüsselblume, Wohlriechendes Veilchen
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
mild
bevorzugter Boden:
Kalkboden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Mischwald , Parkanlagen , unter Buchen , unter Kastanien , unter Eichen
Wachstum:
Mai , Juni , Juli , August , September

Frühlings-Knollenblätterpilz1

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💡 Wissenswertes & Tipps
Der Frühlings-Knollenblätterpilz ist ein rein weißer, eleganter Pilz, der vor allem in wärmebegünstigten Laubwäldern vorkommt. Er besitzt alle typischen Merkmale der tödlichen Amanita-Arten: einen Ring am Stiel und eine deutliche Scheide (Volva) an der Stielbasis. Da er bereits im Mai oder Juni erscheinen kann, trägt er seinen Namen "Frühlings-Knollenblätterpilz". Er ist tückisch, da sein Geruch jung angenehm und sein Geschmack mild sein soll – doch bereits ein einziger Fruchtkörper ist tödlich.
☣ Giftwarnung: TÖDLICH GIFTIG!
Dieser Pilz enthält Amatoxine (Cyclopeptide), die schwere Leber- und Nierenschäden verursachen. Die ersten Symptome (Erbrechen, Durchfall) treten oft erst 6 bis 24 Stunden nach dem Verzehr auf, wenn das Gift bereits im Körper aufgenommen wurde. Führen Sie niemals eine Geschmacksprobe durch!
🍂 Ökologie & Vorkommen:
Er ist ein Wärmeliebhaber und Mykorrhizapartner von Laubbäumen, bevorzugt Eichen und Buchen auf kalkhaltigen Böden. Er erscheint meist von Mai bis Juli, kann aber vereinzelt auch später im Jahr gefunden werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp & Rote Liste:
Achten Sie bei weißen Pilzen immer auf die Stielbasis: Eine häutige Scheide (Volva) und rein weiße Lamellen sind Alarmzeichen. Im Gegensatz zu Champignons werden die Lamellen niemals rosa oder braun. Wissenswert: Der Pilz steht auf der Vorwarnstufe (V) der Roten Liste, da er regional sehr selten ist und spezifische Wärmeinseln benötigt.

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Frühlings-Knollenblätterpilz1
Bild exemplarisch. KI generiert.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Wiesenchampignon (essbar)
Wiesenchampignon1
Frontalansicht. Die Huthaut steht etwas über. Die Hutform ist flach gewölbt; die Hutoberfläche feinschuppig.
Wiesenchampignon2
Blick auf die Hutunterseite eines ausgewachsenen Exemplares. Die Lamellen sind ziemlich breit und gehen schon deutlich mehr ins bräunliche als bei jungen Exemplaren. Die Huthaut steht über.
Wiesenchampignon3
Blick von schräg oben auf zwei Exemplare. Den Wiesenchampignon findet man typischerweise in Wiesen.
Wiesenchampignon4
Blick von schräg oben auf die Hutoberfläche. Diese kann sich wie hier auch feinschuppig zeigen.

Dünnfleischiger Anis-Champignon (essbar)
Dünnfleischiger Anis-Champignon1
Ansicht von schräg oben auf zwei weitgehend ausgewachsene Exemplare. Die seidige Oberfläche kann wie hier auch fein geschuppt sein.
Dünnfleischiger Anis-Champignon2
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Die Stielspitze ist satt rosa gefärbt. Die graurosanen Lamellen verfärben sich hierbei immer mehr ins violett-bräunliche.
Dünnfleischiger Anis-Champignon3
Ansicht auf die Hutunterseite. Gut zu erkennen sind die grau-rosanen, dicht stehenden Lamellen, die am Stiel nicht angewachsen sind. Der Stiel ist hohl.
Dünnfleischiger Anis-Champignon4
Ansicht auf ein sehr junges Exemplar. Markant ist die konische Hutform in diesem Altersstadium.

Kegelhütiger Knollenblätterpilz (tödlich giftig)
Kegelhütiger Knollenblätterpilz1
Frontalansicht. Zu erkennen ist der etwas kegelförmige, weiße Hut mit leichten Velumresten am Rand. Man nehme sich vor Verwechslungen mit Champignons in Acht, die z. T. den gleichen Standort haben.
Kegelhütiger Knollenblätterpilz2
Ansicht von oben. Die Hutfarbe ist hier praktisch rein weiß. Das Exemplar befindet sich in einem mittleren Altersstadium.
Kegelhütiger Knollenblätterpilz3
Blick auf ein liegendes Exemplar. Zu erkennen ist der flockige Stiel und der etwas wellige Hutrand. Die Volva ist am Stiel eng anliegend; jedoch ist diese nicht so abgesetzt, wie beim Gelben Knollenblätterpilz (hier ist die Hutform das bessere - aber auf keinen Fall ein sicheres - Unterscheidungsmerkmal)
Kegelhütiger Knollenblätterpilz4
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind weiß und wie bei anderen Knollenblätterpilzen nicht am Stiel angewachsen. Zudem kann man erkennen, dass sie feinflockig sind.

Grüner Knollenblätterpilz (tödlich giftig)
Grüner Knollenblätterpilz1
Ansicht von schräg oben. Hervorragend zu erkennen ist die offen stehende (nicht anliegend!), weiße Volva. Auch die typisch grünliche Hutfarbe ist erkennbar.
Grüner Knollenblätterpilz2
Ansicht auf die Hutunterseite. Erkennbar sind die weißen, gedrängten, am Stiel nicht angewachsenen Lamellen. Gut zu erkennen ist auch die grünliche Verfärbung am Ring.
Grüner Knollenblätterpilz3
Frontalansicht auf ein junges Exemplar. Auffällig ist die markant grünliche Hutfarbe.
Grüner Knollenblätterpilz4
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Markant ist die grünliche Verfärbung am Ring.

Gelber Knollenblätterpilz (schwach giftig)
Gelber Knollenblätterpilz1
Blick auf mehrere ausgewachsene Exemplare. Deutlich zu erkennen sind die scholligen Velumreste auf der Hutoberfläche.
Gelber Knollenblätterpilz2
Frontalansicht auf ein junges Exemplar. Die Hutfarbe ist blass grünlich-weiß. Auf dem Hut befinden sich noch wenige Velumreste. Die Knolle ist abgesetzt vom Stiel ohne offene Volva.
Gelber Knollenblätterpilz3
Ansicht einer Knolle. Man erkennt eine Absetzung vom Stiel; es gibt jedoch keine offene Volva. Die Knolle des Gelben Knollenblätterpilzes ist das beste (wenn auch nicht immer ein sicheres) Unterscheidungsmerkmal zu seinen tödlich giftigen Verwandten.
Gelber Knollenblätterpilz4
Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen und dicht stehenden Lamellen sind nicht am Stiel angewachsen (was auf diesem Bild aber äußerst schwer zu erkennen ist). Erkennbar ist der häutige und hängende Ring.

Großsporiger Anis-Champignon (essbar)
Großsporiger Anis-Champignon1
Ansicht von schräg oben auf einen jungen Fruchtkörper. Er ist weiß und weitgehend mit feinen, weißen Schüppchen bedeckt. Die Hutform ist noch halbkugelig.

Eier-Wulstling (essbar)
Eier-Wulstling1
Frontalansicht. Der komplette Pilz ist generell weiß. Die Hutoberfläche erinnert an einen Wiesenchampignon. Die Ausmaße des Pilzes, insbesondere des Stiels sind markant.
Eier-Wulstling2
Ansicht von oben. Der Hutrand ist besonders jung deutlich behangen und der Stiel flockig.
Eier-Wulstling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Achtung: eigentlich müsste sich an der Basis eine Volva/Scheide befinden - diese ist leider beim Herausdrehen in der Erde stecken geblieben. Und genau diese Volva ist ein entscheidendes Merkmal zur Unterscheidung zum giftigen Ockerscheidigen Eierwulstling (Amanita proxima). Der Ring ist auffällig hoch angesetzt.
Eier-Wulstling4
Blick auf die Hutunterseite. Die weißen Lamellen sind gedrängt und können auch z. T. wie hier einen rosa Schein haben. Sie sind am Stiel nicht angewachsen, was durch den Ring auf diesem Bild leider nicht erkennbar ist.

Schiefknolliger Anischampignon (essbar)
Schiefknolliger Anischampignon1
Frontalansicht auf ein relativ junges Exemplar. Der Rand ist noch etwas behangen; der Ring ist breit und hängend.
Schiefknolliger Anischampignon2
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind gedrängt und in diesem Altersstadium noch graurosa.
Schiefknolliger Anischampignon3
Weiterer Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind am Stiel nicht angewachsen.
Schiefknolliger Anischampignon4
Blick auf ein liegendes, ausgewachsenes Exemplar. Die Lamellen werden im Alter dunkler; der Hut breitet sich immer weiter aus.

Wolliger Scheidling (ungenießbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Großer Scheidling (schwach giftig)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Parasitischer Scheidling (ungenießbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Fransiger Wulstling (essbar)

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Seidiger Egerlingsschirmling (schwach giftig)
Seidiger Egerlingsschirmling1
Blick von leicht schräg unten auf die weißen, dicht stehenden Lamellen. Die Lamellen besitzen zum Rosablättrigen Egerlingsschirmling keinen rosafarbenen Schimmer.
Seidiger Egerlingsschirmling2
Blick von schräg oben auf ein junges Exemplar. Die Hutform ist hier noch halbkugelig-glockig.
Seidiger Egerlingsschirmling3
Blick von schräg oben auf die feinschorfige bis leicht rissige Hutoberfläche. Der Scheitel ist leicht dunkler.
Seidiger Egerlingsschirmling4
Frontalansicht. Der Ring geht etwas nach unten und ist relativ eng zum Stiel. Er kann auch vergänglich sein.

Nadel-Scheidling (ungenießbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Zucht-Champignon (essbar)
Zucht-Champignon1
Blick von oben auf braunhütige Varianten. Da es sich um relativ junge Exemplare handelt ist die Hutform noch rundlich.
Zucht-Champignon2
Ansicht auf einen braunhütigen Zuchtchampignon im Querschnitt. Das Fleisch ist weiß und zeigt im Schnitt eine leichte Verfärbung. Die Lamellen zeigen schon früh eine deutliche Rosafärbung; die Schneiden sind hierbei deutlich heller gefärbt.
Zucht-Champignon3
Frontalansicht auf ein Exemplar der weißen Variante. Abgesehen von der Hutfarbe gibt es praktisch keinen Unterschied zur braunhütigen Variante.
Zucht-Champignon4
Ansicht von oben auf je ein Exemplar der weißen und der braunhütigen Variante. Die Pilze werden üblicherweise in diesem jungen Zustand zum Verkauf angeboten.

Schaf-Champignon (essbar)
Schaf-Champignon1
Blick auf mehrere Exemplare im relativ jungen Zustand. Die Hutform ist noch mehr oder weniger kugelig; der Scheitel ist abgeflacht.
Schaf-Champignon2
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind sehr gedrängt und nicht am Stiel angewachsen. Am Stiel kann man erkennen, dass der Pilz auf Druck etwas gilbt.
Schaf-Champignon3
Nahansicht. Der unterseits zahnradartig aufgespaltene Ring ist eines der wichtigsten Erkennungszeichen für diese Champignon-Art.
Schaf-Champignon4
Nahansicht. Diese Champignon-Art wächst wie die meisten Champignon-Arten in Gruppen, z. T. auch in Hexenringen.


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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