Wichtiger
Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
Mitglieder haben an dieser Stelle die
Möglichkeit Pilzrezepte zu diesem
Pilz einzusehen oder einzutragen.
💡 Wissenswertes & Tipps
Der Langstielige Knoblauchschwindling ist ein eleganter, hochgewachsener Pilz, der vor allem durch seinen intensiven Knoblauchgeruch auffällt. Dieser ist so stark, dass man ihn oft schon wahrnimmt, bevor man den Pilz überhaupt entdeckt hat. Sein markantestes optisches Merkmal ist der lange, steife und fast schwarze Stiel, der im Kontrast zum helleren Hut steht. Er wächst meist einzeln oder in kleinen Gruppen und scheint direkt aus dem Boden zu kommen, entspringt aber tatsächlich vergrabenem Holz.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Essbar (Würzpilz)
Der Langstielige Knoblauchschwindling ist ein ausgezeichneter Würzpilz. Aufgrund des sehr zähen Stiels sollten nur die Hüte verwendet werden. Diese können frisch gehackt oder getrocknet und zu Pulver zerrieben als Knoblauchersatz dienen. Der Vorteil gegenüber echtem Knoblauch ist, dass der typische Atemgeruch nach dem Essen weitgehend ausbleibt.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont an vergrabenem oder morschem Laubholz, wobei die Rotbuche sein absoluter Hauptwirt ist. Man findet ihn fast ausschließlich in kalkreichen Buchenwäldern. Er entspringt oft tiefer liegenden Ästen oder Wurzeln, wodurch der Stiel im Boden "wurzelt".
🔬 Bestimmungs-Tipp: Stielfarbe & Geruch
Achten Sie auf den Stiel: Dieser ist beim Langstieligen Knoblauchschwindling tiefschwarz bis tiefbraun, matt bereift und sehr steif. Zusammen mit dem extrem starken Knoblauchgeruch und dem Vorkommen im Buchenwald ist er fast unverwechselbar. Der Echte Knoblauchschwindling ist viel kleiner und hat einen glänzenden, rotbraunen Stiel.
Ansicht von schräg oben auf ein junges Exemplar. Markant ist der zur Hutgröße außerordentlich lange und fast schwarz gefärbte Stiel.
Ansicht von schräg oben auf mehrere Exemplare. Der Hut wird ziemlich schnell flach und ist oft runzelig. Oft ist sogar eine flache Bucklung zu erkennen.
Ansicht von oben. Deutlich zu erkennen ist der dunkle und bereifte Stiel. Bei genauem Hinsehen kann man auch die feine Riefung am Hutrand erkennen.
Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen bis cremefarbenen Lamellen sind entfernt stehend und ausgebuchtet am Stiel angeheftet.
Wichtiger
Hinweis: Diese Seite dient nur als Hilfe
zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man
anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen
kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe
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waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein
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Ansicht von schräg oben. Die weißlichen bis hell bräunlichen Hutoberflächen breiten sich rasch aus.
Ansicht von oben. Es lässt sich erkennen, dass der Pilz hygrophan ist.
Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen, breiten und relativ entfernt stehenden Lamellen sind ausgebuchtet am Stiel angewachsen.
Blick auf liegende Exemplare. Der weißliche Stiel zeigt sich abwärts meist etwas deutlicher rotbraun als hier. Erkennbar ist auch der gebuckelte Hut und die (insbesondere feucht) geriefte Hutoberfläche.
Geben Sie hier anderen Pilzsammlern Tipps, wie Sie
wann und wo diesen Pilz finden können. Somit unterstützen
Sie andere Pilzarten zu finden, die Sie bisher noch nicht gefunden
haben.
Pilzfinder-Tipp von unserem Gast Lukas
aus Saarbrücken Der Pilz scheint fast durchweg nur in reinen Laubwäldern vor zu kommen. Häufig schon relativ frühzeitig im Jahr. Der Pilz scheint mildes, aber nicht zu heißes Wetter zu mögen. Er kommt zudem ziemlich häufig vor.
Pilz-Kommentar von unserem Gast Lukas
aus Saarbrücken Ich kann nicht verstehen, dass dieser Pilz in vielen Pilzbüchern nicht als Speisepilz bezeichnet wird. Vielleicht ist er auch kein klassischer Speisepilz; aber als Würzpilz nicht schlecht. Ich persönlich mag den Knoblauchgeruch und finde es interessant auf dem Stiel herumzukauen ;-)