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Schopf-Tintling
(Coprinus comatus)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
essbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
2 cm - 6 cm breit; jung weiß, später schmutzig weiß; im jungen Stadium ist der Hut charakteristisch walzenförmig, fingerhutförmig oder wie ein geschlossener Zylinder geformt. Weißliche, im Alter bräunliche Schuppen, Scheitel meist bräunlich Er umschließt den Stiel eng. Mit zunehmendem Alter öffnet er sich glockig, bis der Rand schließlich aufschirmt, einreißt und sich tintenartig auflöst
Hutunterseite:
Lamellen frei, breit, sehr dicht stehend, etwas bauchig, anfangs weiß, bald rosafarben, zuletzt wie Hut tiefschwarz, tintenartig zerfließend
Stiel:
max. Stielgröße 15 cm, max. Stielbreite 2 cm; verdickte Basis, hohl, glatt, weiß, mit beweglichem, zartem und vergänglichem Ring
Fleisch:
dünn, weich, jung weiß, alt zerfließend
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
schwarz, elliptisch bis eiförmig und glatt, mit Keimporus
typ. Begleitpflanze:
Gräser, Klee, Moose, krautige Wiesenpflanzen
Geruch:
angenehm
Geschmack:
angenehm
bevorzugter Boden:
nährstoffreicher Boden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Nadelwald , Mischwald , Parkanlagen , Gärten , auf/bei Wegen , unter Buchen , unter Obstbäumen , unter Kiefern , unter Fichten , unter Tannen , unter Lärchen , unter Eichen , unter Ahorn
Wachstum:
Mai , Juni , Juli , August , September , Oktober , November

Schopf-Tintling1

Userbewertung:

Anzahl bisherige Mitglieder-Votes:22x

Erscheinungsf.
Ergiebigkeit
Vorkommen
Geschmack
Verwendbarkeit

Gesamtwert:
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💡 Wissenswertes & Tipps
Der Schopftintling ist ein ausgezeichneter Speisepilz, der durch seine markante, walzenförmige Gestalt und die struppig-schuppige Hutoberfläche fast unverwechselbar ist. Er liebt nährstoffreiche, stickstoffhaltige Böden und ist daher häufig auf gedüngten Wiesen, in Gärten, Parks oder an Wegrändern zu finden. Sein Fleisch ist weiß, zart und hat ein mildes, pilziges Aroma, das entfernt an Spargel erinnert. Eine Besonderheit ist sein extrem schnelles Wachstum und der ebenso schnelle Zerfall.
💡 Bestimmungs-Tipp: Das "Tinten-Stadium"
Sammeln Sie nur junge Exemplare, deren Lamellen noch rein weiß sind. Sobald sich der untere Hutrand rosa oder schwarz verfärbt, beginnt der Prozess der Selbstverdauung (Autolyse). Der Pilz verwandelt sich dann innerhalb weniger Stunden in eine schwarze, tintenartige Flüssigkeit. In diesem Stadium ist er kulinarisch wertlos. Wichtig: Der Schopftintling muss nach der Ernte sofort (innerhalb weniger Stunden) verarbeitet werden, da der Zerfallsprozess auch im Kühlschrank weitergeht.
🍳 Kulinarik-Tipp: Der "Spargel des Waldes"
Der Schopftintling ist ein Delikatesspilz. Zubereitung: Am besten schmeckt er pur, kurz in Butter gebraten mit einer Prise Salz. Er ist sehr wasserreich, weshalb er beim Garen etwas zusammenschrumpft. Im Gegensatz zum Grauen Faltentintling ist der Schopftintling auch in Kombination mit Alkohol völlig unbedenklich (er enthält kein Coprin).

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Schopf-Tintling1
Frontalansicht auf einen Schopf-Tintling. Hierbei handelt es sich noch um ein ziemlich junges Exemplar, welches man durchaus noch verspeisen könnte. Zu erkennen ist die walzenförmige Hutform sowie die schuppige bis faserige Hutbeschaffenheit.
Schopf-Tintling2
Durchgeschnittener Schopf-Tintling. Erkennbar ist u. a. der hohle Stiel und die weißen Lamellen. Solange diese noch weiß sind, kann der Pilz verspeist werden.
Schopf-Tintling3
Blick auf ein liegendes, schon etwas älteres Exemplar. In diesem Altersstadium lassen sich schon bräunliche Schuppen auf der Hutoberfläche erkennen.
Schopf-Tintling4
Blick auf ein liegendes Exemplar in Richtung Hutunterseite. Die Lamellen haben sich bereits rosafarben verfärbt.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Grauer Falten-Tintling (bedingt essbar)
Grauer Falten-Tintling1
Blick von schräg oben. Zu erkennen ist der bereits glockige Hut, der zu etwa drei Vierteln gerieft ist.
Grauer Falten-Tintling2
Ansicht von schräg oben auf Exemplare im jungen bis mittleren Altersstadium. Die Hutform ist eiförmig bis kegelig und etwas faltig.
Grauer Falten-Tintling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Dieses Exemplar ist schon etwas älter. Der Zerfließungsprozess hat am Hutrand bereits eingesetzt.
Grauer Falten-Tintling4
Blick auf den Pilz in Gänze.

Specht-Tintling (giftig)
Specht-Tintling1
Blick auf mehrere Exemplare. Die Hutform der jungen Exemplare ist eiförmig; im späteren Verlauf werden die Hüte dann walzenförmig bis kegelig-glockig bevor sie am Ende zerfließen.
Specht-Tintling2
Ansicht von oben. Die Hutform ist typisch für einen Tintling. Im Zusammenspiel mit der bräunlichen Hutfarbe und den Flocken auf dem Hut ist dieser Tintling sehr einfach zu bestimmen.
Specht-Tintling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Erkennbar ist die etwas knollig-verdickte Basis.
Specht-Tintling4
Weiter Blick auf ein liegendes Exemplar sowie auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind sehr dicht stehend und hier bereits sehr dunkel.

Schneeweißer Tintling (ungenießbar)
Schneeweißer Tintling1
Ansicht von schräg oben. Das Exemplar befindet sich im mittleren Altersstadium. Sowohl der Hut als auch der Stiel sind weiß.
Schneeweißer Tintling2
Ansicht von schräg oben. Der Pilz beginnt gerade aufzuschirmen. Weiße Flocken sind bereits auf dem rilligen Hut sichtbar.
Schneeweißer Tintling3
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind grau, ziemlich gedrängt und haben hellere Schneiden.
Schneeweißer Tintling4
Ansicht von schräg oben auf ein junges Exemplar. Die Hutform ist hier noch Eiförmig. Der ganze Pilz ist flockig bereift.


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Pilz-Kommentar von unserem Gast Stefan aus Kaiserlautern 
Für mich einer der am wenigsten beachteten, super guten Speisepilze, die es überhaupt gibt. Der Pilz fügt sich angenehm dezent in jedes Gericht ein. Leider verdirbt der Pilz auch meist schon nach ganz kurzer Zeit. Sowieso sind nur junge Exemplare zu verwenden, deren Lamellen noch möglichst rein weiß sind. Diese Pilz sollte man am besten direkt nach dem Sammeln verzehren.




Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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