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Sattelförmige Lorchel
(Helvella ephippium)




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Kategorie/Art:
Schlauchpilze

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Wertigkeit:
schwach giftig
Hut (ggf. Fruchtkörper):
1 cm - 4 cm breit; hellgrau/mittelgrau, blass bräunlich; jung becher- bis schalenförmig, dann sattelartig umschlagend, Unterseite/Außenseite feinfilzig
Hutunterseite:
keine Hutunterseite vorhanden, siehe Fruchtkörperbeschreibung
Stiel:
max. Stielgröße 7 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; Stiel gleichfarbig oder heller wie die Hutaußenseite bis fast weißlich, relativ lang und schlank, weder gerippt noch gefurcht, feinfilzig
Fleisch:
weißlich, dünn
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
weiß, elliptisch, glatt, ein einzelner Öltropfen ist typisch
typ. Begleitpflanze:
Sauerklee, Waldmeister, Moose, Gräser
Geruch:
pilzig
Geschmack:
mild
bevorzugter Boden:
Kalkboden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Mischwald , unter Buchen , unter Eichen , unter Hasel , unter Weiden
Wachstum:
Juli , August , September , Oktober

Sattelförmige Lorchel1

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💡 Wissenswertes & Tipps

Die Sattelförmige Lorchel (Helvella ephippium) ist ein kleinerer Vertreter der Lorchelverwandten, dessen Hut meist nur 1 bis 4 cm breit wird. Der Hut ist charakteristisch sattelförmig zweilappig oder unregelmäßig verbogen und weist eine graubraune bis graue Färbung auf. Die Unterseite sowie der Stiel sind meist heller und fein behaart (filzig), was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu ähnlichen Arten darstellt.

🍳 Verwendung: Ungenießbar / Giftverdächtig
Wie viele Arten der Gattung Helvella ist sie kein Speisepilz. Sie steht im Verdacht, hitzebeständige Toxine (ähnlich dem Gyromitrin) in geringen Mengen zu enthalten oder zumindest schwere Magen-Darm-Beschwerden auszulösen. Von einem Verzehr ist daher dringend abzuraten.
🍂 Ökologie & Standort:
Diese Art wächst vorwiegend in Laubwäldern, oft an Waldrändern oder auf Lichtungen, bevorzugt auf kalkhaltigen oder basischen Böden. Sie ist ein Bodenbewohner (Saprobiont) und erscheint meist von Juli bis Oktober, oft zwischen Kräutern oder auf nackter Erde.
ⓘ Wissenswertes:
Die Sattelförmige Lorchel gehört zu den "becherlingsartigen" Pilzen. Die Bestimmung innerhalb der Gattung Helvella ist oft schwierig, da viele Arten sehr variabel sind. Ein markantes Merkmal dieser Art ist der eher zylindrische, nicht tief gefurchte oder grubige Stiel, der sie von der Gruben-Lorchel unterscheidet.

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Sattelförmige Lorchel1
Ansicht von schräg oben. Der Hut hat graue Farbtöne; die Hutaußenseite ist filzig bis flockig.
Sattelförmige Lorchel2
Ansicht von schräg oben auf relativ junge Exemplare. Die Hutaußenseiten werden sich im weiteren Verlauf umschlagen; danach ist die Hutform sattelförmig.
Sattelförmige Lorchel3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Auch der Stiel ist filzig bis flockig und hier fast weiß.
Sattelförmige Lorchel4
Die Sattelförmige Lorchel ist ein Pilz, der außergewöhnliche Formen hat; den man jedoch auch leicht übersehen kann.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Elastische Lorchel (ungenießbar)
Elastische Lorchel1
Frontalansicht. Mann kann deutlich erkennen, dass diese Lorchel ziemlich lappig wirkt.
Elastische Lorchel2
Frontalansicht. Insbesondere der weißliche bzw. helle Stiel und die Hutaußenseite sind hell gefärbt; der Hutsattel geht eher ins Bräunliche.
Elastische Lorchel3
Ansicht von schräg oben. Auf diesem Bild kann man eigentlich relativ wenig erkennen. Zumindest sieht man auch hier, dass der Pilz ganz klar lieber im Laubwald wächst.
Elastische Lorchel4
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Pilz kann stellenweise auch komplett elfenbeinfarben erscheinen.

Herbst-Lorchel (giftig)
Herbst-Lorchel1
Bild exemplarisch, KI generiert. Der Fruchtkörper ist weißlich mit gelblichen und hellbräunlichen Farbtönen und hat eine äußerst markante Form.


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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