Wichtiger
Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
3
cm - 6
cm breit; dunkelgrüne bis olivbraune Gleba; glockig, schleimig, die Gleba (Sporenmasse) verflüssigt sich bald und tropft vom Hut ab, der stinkende Aasgeruch lockt Fliegen an, netzartige Grundstruktur, wie eine Glocke auf dem Stiel sitzend, bis 3 cm hoch
Hutunterseite:
keine Angabe
Stiel:
max. Stielgröße 20
cm, max. Stielbreite 4
cm; weißlich bis schmutzig, cremefarbenes Hexenei, welches unterirdisch heranwächst, Basis mit zähen, weißen, wurzelartigen Myzelsträngen, zur Reifezeit erkennt man den Scheitel des Eis am Waldboden, die Hülle reißt bald auf und der weiße Stiel mit Kopfteil schiebt sich heraus, der Stiel wächste sehr schnell (bis 2 mm pro Minute) und kann sogar mit bloßem Auge z. T. beobachtet werden
Fleisch:
Hut am Anfang recht fest und dickbreiig, später dünnflüssiger, Stiel porös und brüchig
Sporenpulver
/ mikr. Eigenschaften:
olivgrün, elliptisch, glatt
typ.
Begleitpflanze:
Dornfarn, Efeu, Holunder, Brombeere, Brennnessel
Geruch:
aasartig
Geschmack:
nussartig (Hexenei)
bevorzugter
Boden:
Humus
Wachstumsgebiete
/ Vorkommen:
Laubwald ,
Nadelwald ,
unter Kiefern ,
unter Fichten ,
unter Tannen ,
unter Buchen ,
unter Eichen ,
unter Eschen ,
unter Ahorn
Mitglieder haben an dieser Stelle die
Möglichkeit Pilzrezepte zu diesem
Pilz einzusehen oder einzutragen.
💡 Wissenswertes & Tipps
Die Stinkmorchel ist ein Meister der Tarnung und Verführung. Sie beginnt ihr Leben als unterirdisches, hühnereigroßes Gebilde, das "Hexenei". Innerhalb weniger Stunden streckt sich daraus der markante, poröse Stiel empor. Die Spitze ist mit einer olivgrünen, schleimigen Masse (Gleba) bedeckt, die intensiv nach Aas riecht. Dieser Geruch lockt Fliegen an, die den Schleim fressen und so die Sporen verbreiten. Sobald der Schleim abgetragen ist, bleibt ein weißliches, morchelartiges Gitternetz an der Spitze zurück.
💡 Zur Namensgebung: Zwischen Mythos und Biologie
Der wissenschaftliche Name Phallus impudicus ("unzüchtiges Glied") bezieht sich auf die eindeutige Form des ausgewachsenen Pilzes. Im Volksglauben führte das plötzliche, fast magische Erscheinen der "Eier" aus dem Boden zum Namen Hexenei. Man glaubte, hier hätten Hexen ihre Finger im Spiel. Aufgrund der phallischen Form wurde der Pilz früher oft für Liebestränke (Aphrodisiaka) verwendet – eine Wirkung, die wissenschaftlich jedoch nicht belegt ist.
🍳 Zubereitungstipp: Das Innere des Hexeneis
Essbar ist ausschließlich das junge Stadium (Hexenei). Zubereitung: Das Ei wird halbiert und die gallertartige Hülle sowie die grüne Sporenschicht entfernt. Übrig bleibt der weiße Kern ("der Pilz-Embryo"). Dieser kann in Scheiben geschnitten und in Butter gebraten werden. Er schmeckt überraschend mild und besitzt eine nussige Note, die an Radieschen oder Gartenkresse erinnert.
🍬 Vitaleigenschaften & Volksheilkunde
In der traditionellen Volksheilkunde wurden Extrakte der Stinkmorchel bei Gicht und Rheumatismus eingesetzt. Moderne Studien untersuchen zudem die im Pilz enthaltenen Polysaccharide auf ihre venenstärkende Wirkung und ihren Einfluss auf die Blutgerinnung. Er gilt daher als interessanter Kandidat in der Mykotherapie zur Unterstützung der Gefäßgesundheit.
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Blick von schräg oben auf eine Gemeine Hundsrute. Zu erkennen sind der relativ lange Stiel sowie der rötliche Scheitel. Wenn der Scheitel rötlich ist, wurde die Sporenmasse bereits durch Fliegen abgetragen.
Frontalansicht. Oben, am Stielende kann man die dunkle bis olivgrüne Sporenmasse erkennen; am Scheitel wurde diese bereits abgetragen.
Blick auf zwei Hexeneier der Hundsrute. Aus solchen Eiern wächst die Hundsrute.
Ansicht von leicht schräg oben auf ein sehr altes Exemplar. Der Verfall hat hier leider bereits begonnen.
Ansicht von oben. Der Fruchtkörper erscheint in rötlichen Farbtönen.
Ansicht von oben. Der Tintenfischpilz besitzt tentakelähnliche Arme, was den Pilz ziemlich einmalig macht.
Nahansicht. Auch wenn dieses Exemplar schon sehr alt ist; seine Arme sind auch bereits in einem früheren Altersstadium sehr zerbrechlich. Der Pilz ist sehr selten und auch nicht essbar - also bitte stehen lassen.
Geben Sie hier anderen Pilzsammlern Tipps, wie Sie
wann und wo diesen Pilz finden können. Somit unterstützen
Sie andere Pilzarten zu finden, die Sie bisher noch nicht gefunden
haben.