Wichtiger
Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
4
cm - 8
cm breit; bräunlich, rotbraun; jung kegelig bis gewölbt, später unregelmäßig verbogen bis abgeflacht, oft auch mit stumpfen Buckel, Oberfläche matt, z. T. rissig, schon bald verblassend, mit rostbraunen Flecken, Rand jung eingebogen
Hutunterseite:
Lamellen am Stiel ausgebuchtet, schmal angewachsen, dick, entfernt stehend, mit Zwischenlamellen, anastomisierend, weißlich bis blass rötlich braun, rostrot gefleckt, Schneiden glatt
Stiel:
max. Stielgröße 10
cm, max. Stielbreite 2
cm; blass bis braunrot, Spitze heller, alt hohl, spindelförmig, oft verdreht, zäh, runzelig gefurcht, oft büschelig wachsend, tief wurzelnd
Der Spindelige Rübling (Gymnopus fusipes) ist ein häufiger Pilz, der durch seine charakteristische Stielform auffällt. Die Fruchtkörper wachsen meist büschelig am Stammgrund oder über den Wurzeln von Laubbäumen. Der Hut ist fleischig, rotbraun bis kastanienbraun und bleicht im Alter oft scheckig aus. Markant ist der zähe, längsfurchige Stiel, der zur Basis hin spindelförmig zugespitzt und tief im Boden wurzelnd erscheint.
☠ Verwendung: Giftig / Giftverdächtig
Obwohl er in alter Literatur teils als Speisepilz geführt wurde, gilt er heute als giftverdächtig. Er verursacht häufig schwere Magen-Darm-Störungen. Zudem ist das Fleisch sehr zäh und schwer verdaulich. Da die Fruchtkörper oft schon sehr früh von Bakterien zersetzt werden, ist das Risiko einer Lebensmittelvergiftung extrem hoch.
🍂 Ökologie & Standort:
Dieser Pilz wächst als Parasit oder Saprobiont fast ausschließlich bei Eichen, seltener bei Buchen oder Edelkastanien. Er entspringt direkt aus dem Wurzelwerk oder dem unteren Stammbereich. Man findet ihn von Juni bis Oktober, oft in großen Büscheln.
ⓘ Wissenswertes:
Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist die extreme Zähigkeit des gesamten Fruchtkörpers. Der Stiel lässt sich kaum zerbrechen, sondern höchstens verdrehen. In der Forstwirtschaft ist er als Schwächeparasit bekannt, der die Wurzeln der Eichen befällt und langfristig zur Instabilität der Bäume führen kann.
Wichtiger
Hinweis: Diese Seite dient nur als Hilfe
zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man
anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen
kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe
dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt
waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein
Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche
aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit
dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.
Ansicht von leicht schräg oben. Diese Exemplare haben fleischfarbene bis bräunliche Farbtöne. Die Hutränder beginnen sich bereits zu wellen. Auch der Stiel zeigt sich hier in ähnlichen Farbtönen.
Blick auf ein liegendes Exemplar. Auffallend ist der scharfe Hutrand. Der Stiel ist meist in Hutfarbe.
Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen Lamellen stehen sehr dicht und sind gedrängt. Sie sind etwas am Stiel ausgebuchtet angewachsen. Zwischenlamellen sind vorhanden.
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Auffällig ist der ausgeblasste (hygrophane) Hut, der hier praktisch sogar weiß ist.
Ansicht von schräg oben. Typisch sind die dunklere Hutmitte, der hellere Hutrand sowie die verschiedenen, zonierten Farbtöne dazwischen.
Ansicht von schräg oben auf ausgewachsene Exemplare. Erkennbar ist die Variabilität der Farben. Generell ist die Hutmitte dunkler als der Hutrand; wobei es auch durch hygrophane Eigenschaften anders sein kann.
Ansicht von schräg oben. Diese seltene Varität des Butter- bzw. Horngrauen Rüblings wird als Kastanienbrauner Rübling bezeichnet.
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind gedrängt, wobei es auch viele Zwischenlamellen gibt.
Geben Sie hier anderen Pilzsammlern Tipps, wie Sie
wann und wo diesen Pilz finden können. Somit unterstützen
Sie andere Pilzarten zu finden, die Sie bisher noch nicht gefunden
haben.