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Austern-Seitling
(Pleurotus ostreatus)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
essbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
5 cm - 15 cm breit; verschiedenfarbig (graulila, graubraun, graublau, schiefergrau bis schwarzviolett); spatel- bis muschelförmig, Oberfläche glatt, kahl, glänzend, feucht klebrig, Rand anfangs eingerollt, später eingebogen
Hutunterseite:
Lamellen am Stiel herablaufend, unterschiedlich lang, in Stielnähe queradrig verbunden, gedrängt, jung weißlich, später gelblich, Schneiden wellig bis schwach gekerbt
Stiel:
max. Stielgröße 4 cm, max. Stielbreite 3 cm; sehr kurz und dick, exzentrisch oder fast seitlich am Hut sitzend, oft nur schwach ausgebildet oder sogar fehlend, Basis filzig und meist büschelig verwachsen
Fleisch:
jung weich und weiß, später zäh, fasrig
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
lilagrau, zylindrisch, glatt, hyalin, mit Tropfen
typ. Begleitpflanze:
Moose, Efeu
Geruch:
würzig
Geschmack:
mild
bevorzugter Boden:
Holz
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubholz , an / auf Baumstümpfen
Wachstum:
Januar , Februar , Oktober , November , Dezember

Austern-Seitling1

Userbewertung:

Anzahl bisherige Mitglieder-Votes:22x

Erscheinungsf.
Ergiebigkeit
Vorkommen
Geschmack
Verwendbarkeit

Gesamtwert:
(Punkte)


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💡 Wissenswertes & Tipps
Der Austern-Seitling ist ein kräftiger Holzzersetzer, der vor allem in den Wintermonaten an kranken oder abgestorbenen Laubhölzern (bevorzugt Rotbuche) zu finden ist. Er wächst meist in dichten, dachziegelartig übereinanderliegenden Gruppen. Seine Hutfarbe variiert je nach Temperatur und Lichtangebot von schiefergrau über anthrazit bis hin zu olivbraun. Da er Frost benötigt, um das Wachstum der Fruchtkörper anzuregen, ist er ein klassischer Wintersportler unter den Pilzen. Er ist zudem ein Fleischfresser (nematophag): Sein Myzel kann Fadenwürmer lähmen und verdauen, um an zusätzlichen Stickstoff zu gelangen.
💡 Bestimmungs-Tipp: Stiel und Lamellen
Die Lamellen des Austern-Seitlings sind weißlich bis cremefarben und laufen deutlich am Stiel herab, wobei sie oft eine netzartige Struktur am Stielansatz bilden. Der Stiel selbst ist meist kurz, fest und sitzt seitlich am Hut an. Ein wichtiges Merkmal ist der angenehm pilzige, im Alter manchmal leicht süßliche Geruch.
🍳 Kulinarik-Tipp: Vielseitig und Madenfrei
In der Küche wird er für sein festes, fast fleischartiges Gefühl geschätzt. Da er kaum von Maden befallen wird, ist er sehr ergiebig. Zubereitung: Ob gebraten, paniert wie ein Schnitzel oder in Saucen – er behält stets seine Struktur. Der Stiel kann bei älteren Exemplaren etwas zäh sein und sollte dann kleingeschnitten oder für Fonds verwendet werden. Er ist zudem reich an Vitaminen (B-Komplex, C, D) und Mineralstoffen.
⚠ Wichtige Abgrenzung zum Ohrförmigen Seitling
Achten Sie strikt auf das Substrat: Der Austern-Seitling wächst an Laubholz und ist dickfleischig mit graubraunen Farbtönen. Der giftverdächtige Ohrförmige Seitling hingegen ist rein weiß, dünnfleischig und wächst an Nadelholz.

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Austern-Seitling1
Ansicht von schräg oben. Diese Seitlingart besitzt einen Stiel, der allerdings meist sehr kurz ausfällt.
Austern-Seitling2
Blick auf die Hutunterseite. Erkennbar sind der eingebogene Hutrand sowie die am Stiel herablaufenden Lamellen.
Austern-Seitling3
Blick von oben auf die Hutunterseite eines älteren Exemplars. Hier ist der Hutrand nur noch eingebogen. Die Lamellen sind unterschiedlich lang. Wie man sieht, kann der Stiel relativ dick sein.
Austern-Seitling4
Blick von oben auf die Hutoberfläche. Diese ist deutlich dunkler als die des sehr verwandten Lungenseitlings.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Lungenseitling (essbar)
Lungenseitling1
Ansicht von schräg oben. Die Erscheinungsform ist muschel- bis ohrförmig. Die Oberfläche ist cremeweiß mit grauen und bräunlichen Farbtönen. Typisch ist der wellige Hutrand.
Lungenseitling2
Frontalansicht. Man sieht von rechts nach links ein steigendes Altersstadium. Die Fruchtkörper gleichen etwas dem Austern-Seitling; jedoch sind die des Lungenseitlings insgesamt etwas kleiner.
Lungenseitling3
Ansicht von schräg unten. Auffälig ist der eingerollte Hutrand. Die Stiele sind kurz bzw. auch ganz fehlend.
Lungenseitling4
Ansicht von schräg unten. Gut zu erkennen sind wieder die kurzen bis fehlenden Stiele, die seitlich exzentrisch sitzen. Falls ein Stiel vorhanden ist, laufen die Lamellen daran herab.

Laubholz-Knäueling (ungenießbar)
Laubholz-Knäueling1
Frontalansicht auf äußerst alte Exemplare. Die Hutfarbe ist bereits deutlich ausgeblasst und auch ansonsten lässt sich leider nur noch wenig erkennen.
Laubholz-Knäueling2
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind deutlich herablaufend.
Laubholz-Knäueling3
Ansicht von leicht schräg unten. Hier lässt sich noch gut erkennen, dass die Lamellen auch einen lilafarbenen Farbbeiton haben können.
Laubholz-Knäueling4
Ansicht von leicht schräg oben auf bereits zerfallende Exemplare.

Überzuckerter Tintling (ungenießbar)

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Berindeter Seitling (essbar)
Berindeter Seitling1
Bild exemplarisch. KI generiert.

Ohrförmiger Seitling (giftig)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Gelbstieliger Muschelseitling (jung essbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Limonenseitling (essbar)
Limonenseitling1
Ansicht von oben. Der Hut ist gelblich gefärbt, die Lamellen sowie der Stiel sind eher weißlich bis hellgelb.
Limonenseitling2
Ansicht von schräg oben. Deutlich zu erkennen ist der abstehende Hutrand.
Limonenseitling3
Ansicht von oben. Man erkennt, dass die Lamellen am Stiel deutlich herablaufen. Die Stiele sind miteinander verwachsen und oft verbogen.
Limonenseitling4
Ansicht auf drei Exemplare. Die beiden rechten sind eher junge bis mittelalte Exemplare. Das linke Exemplar ist bereits weitgehend ausgewachsen.

Ulmen-Rasling (essbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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