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Birkenporling
(Piptoporus betulinus)




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Kategorie/Art:
Porlinge

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Wertigkeit:
ungenießbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
5 cm - 20 cm breit; ganz jung weißlich, später braun bis graubraun; 2-5 cm dick, bis 15 cm vom Substrat abstehend, halbkreis- oder nierenförmig, kissenförmig gewölbt, an der Anwachsstelle oft buckelig oder stielartig verschmälert, Oberfläche lederig / zäh, Haut abziehbar, kahl, glatt, ungezont, alt rissig, Rand abgerundet bis wulstig, bei großen Exemplaren auch wellig
Hutunterseite:
Röhren 4-8 mm lang, bei frischen Exemplaren ablösbar, Poren ca. 3-4 pro mm, rundlich bis eckig, anfangs weißlich bis cremefarben, später gelblich bis grau
Stiel:
kein Stiel vorhanden
Fleisch:
dick, frisch saftig bis fleischig, weich, weiß, alt trocken, fest
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
leicht zylindrisch bis gekrümmt, glatt, hyalin
typ. Begleitpflanze:
Birke, Bittersüßer Nachtschatten
Geruch:
säuerlich
Geschmack:
leicht bitter
bevorzugter Boden:
Holz
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubholz
Wachstum:
Januar , Februar , April , Mai , Juni , Juli , August , September , Oktober , November , Dezember

Birkenporling1

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💡 Wissenswertes & Tipps
Der Birkenporling ist ein strikter Spezialist, der ausschließlich an Birken (tot oder lebend) wächst. Er verursacht im Holz eine intensive Braunfäule, die den Baum schließlich brüchig macht. Die einjährigen Fruchtkörper sind anfangs knubbelig und weißlich, später nehmen sie eine flache, nierenförmige Gestalt mit einer glatten, hellbraunen bis ockerfarbenen Oberhaut an. Das Fleisch ist im jungen Zustand weich und saftig, wird aber im Alter zäh und korkartig. Da er im Winter nicht vergeht, findet man die vertrockneten Fruchtkörper oft das ganze Jahr über.
💡 Bestimmungs-Tipp: Oberfläche und Rand
Die Huthaut des Birkenporlings lässt sich bei jungen Exemplaren ein wenig eindrücken. Charakteristisch ist der meist wulstige, eingerollte Rand und die rein weiße Porenunterseite. Er duftet angenehm pilzig, schmeckt jedoch im Selbstversuch meist leicht säuerlich-bitter.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Kein Speisepilz
Aufgrund seiner zähen, korkartigen Konsistenz und des bitteren Geschmacks ist der Birkenporling kein Speisepilz im klassischen Sinne. Er wird jedoch in der Naturheilkunde als Tee-Aufguss (Vitalpilz-Extrakt) hoch geschätzt.
🍬 Vitaleigenschaften & Geschichte
In der Volksheilkunde wird der Birkenporling vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden (Gastritis, Geschwüre) eingesetzt. Er wirkt entzündungshemmend, antibiotisch und antiviral. Die enthaltenen Betulinsäuren machen ihn zu einem starken Begleiter zur Stärkung des Immunsystems. Berühmt wurde er als "Apotheke des Ötzi", da die Gletschermumie getrocknete Stücke dieses Pilzes an einem Lederriemen bei sich trug.

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Birkenporling1
Zwei Birkenporlinge von schräg oben. Gut zu erkennen ist die stielartige Anwachsstelle.
Birkenporling2
Weitere Ansicht von schräg oben. Ebenfalls zu erkennen sind der abgerundete, wellige Rand und die bräunliche Oberfläche.
Birkenporling3
Ansicht von schräg unten. Leider handelt es sich hier schon um ein etwas älteres Exemplar. Hier sind die Poren bereits gelblich / grau. Bestens zu erkennen sind hier wieder der abgerundete und wellige Rand.
Birkenporling4
Sicht auf einen Birkenporling von leicht seitlich frontal. Zu erkennen ist bereits die sich grau verfärbende Poren sowie das weiße Fleisch.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Zunderschwamm (ungenießbar)
Zunderschwamm1
Ein Zunderschwamm an einem Baumstamm.
Zunderschwamm2
Ein Zunderschamm in Nahaufname.
Zunderschwamm3
Mehrere junge Zunderschwämme.
Zunderschwamm4
Anwachsstelle des Zunderschamms.

Wulstiger Lackporling (ungenießbar)
Wulstiger Lackporling1
Ansicht von schräg oben. Wie der Name schon sagt, wird dieser Pilz wie hier häufig ziemlich wulstig.
Wulstiger Lackporling2
Ansicht von schräg oben. die Lackkruste ist praktisch direkt mit der Röhrenschicht verbunden.
Wulstiger Lackporling3
Nahansicht. Hier kann man nochmal ganz gut erkennen, wie die Röhrenschicht praktisch mit der Lackschicht verbunden ist.
Wulstiger Lackporling4
Ansicht von leicht schräg unten. Die Unterseiten von Lackporlingen eignen sich hervorragend zum Malen.

Getropfter Saftporling (ungenießbar)
Getropfter Saftporling1
Ansicht von schräg oben auf zwei ausgewachsene Exemplare. Die Fruchtkörper sind hier fächerförmig. Der Getropfte Saftporling kommt nur an Nadelholz vor.
Getropfter Saftporling2
Nahansicht von oben. Gut zu erkennen sind die bräunlichen Verfärbungen.
Getropfter Saftporling3
Seitliche Ansicht. Gut zu erkennen ist die unebene Oberfläche.
Getropfter Saftporling4
Frontalansicht. Erkennbar sind die relativ eng stehenden, weißen Poren.

Anis-Tramete (ungenießbar)

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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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