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Glimmer-Tintling
(Coprinellus micaceus)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
bedingt essbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
2 cm - 5 cm breit; anfangs ockergelb bis gelbbraun mit dunklerer Mitte, alt grauschwarz ; jung kugelig bis eichelförmig, bald glockig, alt ausgebreitet, jung mit zahlreichen und vergänglichen, glimmrigen, weiß bis bräunlichen Körnchen bedeckt, bis zum Scheitel eng gerieft
Hutunterseite:
Lamellen angeheftet, gedrängt, breit, ganz jung beige, bald graubraun bis graulila, alt schwarz zerfließend, Schneiden flockig
Stiel:
max. Stielgröße 10 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; zylindrisch, hohl, zerbrechlich, weißlich, später gelblich, kahl
Fleisch:
dünn, weißlich, im Stiel ocker
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
schwarz; mitra-förmig bis elliptisch
typ. Begleitpflanze:
Gräser, Brennnessel
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
unbedeutend
bevorzugter Boden:
Holz
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Parkanlagen , Laubholz , Gärten , an / auf Baumstümpfen , auf Laubholzresten , unter Buchen , unter Eichen , unter Birken , unter Eschen , unter Ahorn , unter Obstbäumen
Wachstum:
Mai , Juni , Juli , August , September , Oktober , November

Glimmer-Tintling1

Userbewertung:

Anzahl bisherige Mitglieder-Votes:19x

Erscheinungsf.
Ergiebigkeit
Vorkommen
Geschmack
Verwendbarkeit

Gesamtwert:
(Punkte)


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💡 Wissenswertes & Tipps
Der Glimmertintling ist ein geselliger Pilz, der meist in dichten Büscheln an Laubholzstümpfen oder über vergrabenen Wurzeln wächst. Typisch für Tintlinge ist der Hut, der sich bei Reife vom Rand her tintenartig verflüssigt. Im jungen Zustand ist der Hut ockergelb bis rotbraun gefärbt und mit feinen, hellen Körnchen übersät. Diese "Glimmerschüppchen" sind Reste der Gesamthülle (Velum) und werden durch Regen leicht abgewaschen, weshalb man sie bei älteren oder nass gewordenen Exemplaren oft vergeblich sucht.
💡 Bestimmungs-Tipp: Das "Glimmern" im Sonnenlicht
Betrachten Sie den Pilz bei trockenem Wetter im Gegenlicht: Die feinen Körnchen auf dem Hut glitzern dann wie Diamantenstaub. Der Stiel ist hohl, weißlich und sehr zerbrechlich. Da er oft aus im Boden verborgenem Holz wächst, scheint er manchmal direkt auf der Erde zu stehen.
⚠ Wichtiger Hinweis: Alkoholkonsum vermeiden!
Obwohl der Glimmertintling jung als essbar gilt, enthält er oft geringe Mengen Coprin. Dieser Stoff blockiert den Abbau von Alkohol im Körper, was zum sogenannten Coprinus-Syndrom führen kann (Herzrasen, Hautrötungen, Übelkeit). Da die Coprin-Konzentration schwanken kann, sollte zur Sicherheit bis zu 3-4 Tage nach dem Verzehr kein Alkohol getrunken werden.

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Glimmer-Tintling1
Ansicht von schräg oben. Gut zu erkennen sind die typisch glimmrigen Körnchen auf der Hutoberfläche.
Glimmer-Tintling2
Ansicht auf liegenden Glimmer-Tintling. Gut zur erkennen sind der weißliche und kahle Stiel. Ebenfalls gut zu erkennen sind die gedrängten graubraunen bis graulilanen Lamellen.
Glimmer-Tintling3
Ansicht von oben auf die Unterseite eines etwas älteren Glimmer-Tintling. Zu erkennen sind der zerbrechliche Stiel sowie die angehefteten Lamellen, die bereits ansatzweise schwarz zerfließen.
Glimmer-Tintling4
Glimmer-Tintling von schräg oben. Gut zu erkennen ist der glockige Hut, der bereits langsam beginnt zu zerfließen.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Haustintling (schwach giftig)
Haustintling1
Frontalansicht. Der etwas eiförmige, ockerfarbene Hut ist bis zum Scheitel gefurcht. Das vordere Exemplar beginnt gerade aufzuschirmen. Der Stiel ist zylindrisch und schlank.
Haustintling2
Frontalansicht. Hier sieht man ein etwas blasseres Exemplar. Die Hutoberfläche ist hier noch mit (leicht abwischbaren) Schüppchen bedeckt.
Haustintling3
Ansicht auf ein liegendes, noch relativ junges Exemplar. Die Lamellen sind noch weißlich, an der Stielbasis kann man die angedeutete, volvaartige Ringzone erkennen.
Haustintling4
Blick auf die Hutunterseite. Die engstehenden Lamellen sind bereits sehr dunkel.

Weiden-Tintling (ungenießbar)
Weiden-Tintling1
Ansicht von leicht schräg oben. Die Hutoberfläche ist bis fast zur Spitze faltig-gerieft. Der Scheitel ist farblich betonter/kräftiger.
Weiden-Tintling2
Ansicht von schräg oben auf ein altes Exemplar. Dieses Exemplar löst sich bereits auf bzw. zerfließt.
Weiden-Tintling3
Frontalansicht auf relativ junge Exemplare. Das linke Exemplar ist dabei noch eiförmig. Die Oberflächen zeigen noch körnige Velumreste.
Weiden-Tintling4
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Der weißliche Stiel ist an der Basis ganz leicht verdickt. Die Lamellen sind eng stehend, bereits schwärzlich mit helleren Schneiden.

Überzuckerter Tintling (ungenießbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Grauer Falten-Tintling (bedingt essbar)
Grauer Falten-Tintling1
Blick von schräg oben. Zu erkennen ist der bereits glockige Hut, der zu etwa drei Vierteln gerieft ist.
Grauer Falten-Tintling2
Ansicht von schräg oben auf Exemplare im jungen bis mittleren Altersstadium. Die Hutform ist eiförmig bis kegelig und etwas faltig.
Grauer Falten-Tintling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Dieses Exemplar ist schon etwas älter. Der Zerfließungsprozess hat am Hutrand bereits eingesetzt.
Grauer Falten-Tintling4
Blick auf den Pilz in Gänze.

Gelbschuppiger Tintling (ungenießbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden

Graublättriger Tintling (ungenießbar)

Leider noch keine Bilder vorhanden


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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