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Grauer Falten-Tintling
(Coprinopsis atramentaria)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
bedingt essbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
3 cm - 7 cm breit; grauweißlich, aschgrau bis graubräunlich; 3-10 cm hoch, erst eiförmig, dann kegelig bis glockig, Scheitel anfangs mit anliegenden, bräunlichen, abwischbaren Schüppchen bedeckt, Rand gerieft bis faltig, alt zerissen bis aufgebogen, Hut im Alter vom Rand her tintenartig zerfließend
Hutunterseite:
Lamellen am Stiel abgerundet bis schmal angeheftet, bauchig, sehr gedrängt, jung weißlich, bald graurosa, schließlich schwarz
Stiel:
max. Stielgröße 15 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, nach oben verjüngt, voll, später hohl, zerbrechlich, jung weißlich, zartfaserig bis schuppig, zur Basis hin verdickt mit ringartigem Wulst
Fleisch:
dünn, sehr mürbe, weiß, im Alter schwarz zerfließend
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
schwarz, elliptisch, glatt, mit Keimporus
typ. Begleitpflanze:
Brennnessel, Gräser
Geruch:
schwach
Geschmack:
angenehm mild
bevorzugter Boden:
Holz
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Parkanlagen , Gärten , Obstwiesen , auf/bei Wegen , auf Laubholzresten , unter Obstbäumen , unter Buchen , unter Eichen , unter Ahorn , unter Eschen , unter Pappeln , unter Weiden , unter Birken
Wachstum:
April , Mai , Juni , Juli , August , September , Oktober , November

Grauer Falten-Tintling1

Userbewertung:

Anzahl bisherige Mitglieder-Votes:18x

Erscheinungsf.
Ergiebigkeit
Vorkommen
Geschmack
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Gesamtwert:
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💡 Wissenswertes & Tipps
Der Graue Faltentintling ist ein häufiger Begleiter in Gärten, Parks und an Wegrändern, wo er bevorzugt an vergrabenem Holz oder Baumstümpfen wächst. Sein Hut ist aschgrau bis graubraun, längsgefaltet (daher der Name) und an der Spitze oft mit kleinen, bräunlichen Schüppchen besetzt. Wie alle Tintlinge verflüssigt er sich bei Reife zu einer schwarzen, tintenartigen Flüssigkeit. Früher wurde diese Masse tatsächlich mit Nelkenöl und Gummi arabicum versetzt, um daraus dokumentenechte Tinte herzustellen.
💡 Bestimmungs-Tipp: Struktur und Standort
Achten Sie auf die graue Farbe und die deutliche Faltung des Hutes. Er tritt fast immer büschelig auf. Im Gegensatz zum Schopftintling ist sein Hut nicht reinweiß und schuppig, sondern eher glatt und grau bereift. Der Stiel ist weiß, hohl und besitzt an der Basis oft eine angedeutete ringartige Zone.
⚠ ACHTUNG: Das Coprinus-Syndrom
Dieser Pilz enthält große Mengen des Wirkstoffs Coprin. Coprin blockiert den Abbau von Alkohol im menschlichen Körper (Acetaldehyd-Dehydrogenase-Hemmung). Wer zum oder nach dem Pilzgericht Alkohol trinkt, erleidet eine schwere Vergiftung mit Herzrasen, lila Hautverfärbungen, Übelkeit und Atemnot. Da der Wirkstoff lange im Körper verbleibt, muss ein Zeitraum von mindestens 4 Tagen vor und nach der Mahlzeit strikt alkoholfrei bleiben!

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Grauer Falten-Tintling1
Blick von schräg oben. Zu erkennen ist der bereits glockige Hut, der zu etwa drei Vierteln gerieft ist.
Grauer Falten-Tintling2
Ansicht von schräg oben auf Exemplare im jungen bis mittleren Altersstadium. Die Hutform ist eiförmig bis kegelig und etwas faltig.
Grauer Falten-Tintling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Dieses Exemplar ist schon etwas älter. Der Zerfließungsprozess hat am Hutrand bereits eingesetzt.
Grauer Falten-Tintling4
Blick auf den Pilz in Gänze.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Schopf-Tintling (essbar)
Schopf-Tintling1
Frontalansicht auf einen Schopf-Tintling. Hierbei handelt es sich noch um ein ziemlich junges Exemplar, welches man durchaus noch verspeisen könnte. Zu erkennen ist die walzenförmige Hutform sowie die schuppige bis faserige Hutbeschaffenheit.
Schopf-Tintling2
Durchgeschnittener Schopf-Tintling. Erkennbar ist u. a. der hohle Stiel und die weißen Lamellen. Solange diese noch weiß sind, kann der Pilz verspeist werden.
Schopf-Tintling3
Blick auf ein liegendes, schon etwas älteres Exemplar. In diesem Altersstadium lassen sich schon bräunliche Schuppen auf der Hutoberfläche erkennen.
Schopf-Tintling4
Blick auf ein liegendes Exemplar in Richtung Hutunterseite. Die Lamellen haben sich bereits rosafarben verfärbt.

Specht-Tintling (giftig)
Specht-Tintling1
Blick auf mehrere Exemplare. Die Hutform der jungen Exemplare ist eiförmig; im späteren Verlauf werden die Hüte dann walzenförmig bis kegelig-glockig bevor sie am Ende zerfließen.
Specht-Tintling2
Ansicht von oben. Die Hutform ist typisch für einen Tintling. Im Zusammenspiel mit der bräunlichen Hutfarbe und den Flocken auf dem Hut ist dieser Tintling sehr einfach zu bestimmen.
Specht-Tintling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Erkennbar ist die etwas knollig-verdickte Basis.
Specht-Tintling4
Weiter Blick auf ein liegendes Exemplar sowie auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind sehr dicht stehend und hier bereits sehr dunkel.

Haustintling (schwach giftig)
Haustintling1
Frontalansicht. Der etwas eiförmige, ockerfarbene Hut ist bis zum Scheitel gefurcht. Das vordere Exemplar beginnt gerade aufzuschirmen. Der Stiel ist zylindrisch und schlank.
Haustintling2
Frontalansicht. Hier sieht man ein etwas blasseres Exemplar. Die Hutoberfläche ist hier noch mit (leicht abwischbaren) Schüppchen bedeckt.
Haustintling3
Ansicht auf ein liegendes, noch relativ junges Exemplar. Die Lamellen sind noch weißlich, an der Stielbasis kann man die angedeutete, volvaartige Ringzone erkennen.
Haustintling4
Blick auf die Hutunterseite. Die engstehenden Lamellen sind bereits sehr dunkel.

Schneeweißer Tintling (ungenießbar)
Schneeweißer Tintling1
Ansicht von schräg oben. Das Exemplar befindet sich im mittleren Altersstadium. Sowohl der Hut als auch der Stiel sind weiß.
Schneeweißer Tintling2
Ansicht von schräg oben. Der Pilz beginnt gerade aufzuschirmen. Weiße Flocken sind bereits auf dem rilligen Hut sichtbar.
Schneeweißer Tintling3
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind grau, ziemlich gedrängt und haben hellere Schneiden.
Schneeweißer Tintling4
Ansicht von schräg oben auf ein junges Exemplar. Die Hutform ist hier noch Eiförmig. Der ganze Pilz ist flockig bereift.

Glimmer-Tintling (bedingt essbar)
Glimmer-Tintling1
Ansicht von schräg oben. Gut zu erkennen sind die typisch glimmrigen Körnchen auf der Hutoberfläche.
Glimmer-Tintling2
Ansicht auf liegenden Glimmer-Tintling. Gut zur erkennen sind der weißliche und kahle Stiel. Ebenfalls gut zu erkennen sind die gedrängten graubraunen bis graulilanen Lamellen.
Glimmer-Tintling3
Ansicht von oben auf die Unterseite eines etwas älteren Glimmer-Tintling. Zu erkennen sind der zerbrechliche Stiel sowie die angehefteten Lamellen, die bereits ansatzweise schwarz zerfließen.
Glimmer-Tintling4
Glimmer-Tintling von schräg oben. Gut zu erkennen ist der glockige Hut, der bereits langsam beginnt zu zerfließen.

Gelbschuppiger Tintling (ungenießbar)

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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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