Wichtiger
Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
Mitglieder haben an dieser Stelle die
Möglichkeit Pilzrezepte zu diesem
Pilz einzusehen oder einzutragen.
💡 Wissenswertes & Tipps
Der Parasitische Röhrling (Pseudoboletus parasiticus) ist ein kleinerer Röhrling mit einem 2–5 cm breiten Hut. Die Oberfläche ist feinfilzig, trocken und farblich oliv-braun bis ledergelb. Das entscheidende Merkmal ist sein Standort: Er wächst direkt aus den Fruchtkörpern des Dickschaligen Kartoffelbovists hervor, oft einzeln oder in kleinen Gruppen pro Wirtspilz. Die Doppelgänger sind nur aufgrund optischer Ähnlichkeit angegeben. Beachtet man das Wachstum, das immer auf einem Kartoffelbovist stattfindet, ist er normal nicht zu verwechseln.
🍄 Kulinarik: Essbar (Speisewert umstritten)
Der Speisewert wird sehr unterschiedlich beurteilt; während einige Quellen ihn als schmackhaft beschreiben, gilt er in Mitteleuropa meist als minderwertig und zäh.
Wichtiger Warnhinweis: Beim Sammeln besteht die große Gefahr, Teile des giftigen Dickschaligen Kartoffelbovists (Wirtspilz) mit aufzunehmen. Zudem sollte die Art aufgrund ihrer Seltenheit (Vorwarnliste) grundsätzlich geschont werden.
⚠ Status & Seltenheit
In Deutschland ist der Parasitische Röhrling nicht häufig und wird auf der Vorwarnliste (V) geführt. Er ist zwar regional verbreitet, erscheint aber nicht in jedem Jahr zuverlässig.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Parasit auf dem Dickschaligen Kartoffelbovist. Er kommt bevorzugt in sauren Laub- und Nadelwäldern, oft auf sandigen Böden vor. Erscheinungszeit: Juni bis Oktober (zeitgleich mit dem Wirtspilz).
🔬 Bestimmungs-Tipp:Wirt & Poren
Die Bestimmung ist durch das Wachsen auf dem Kartoffelbovist absolut eindeutig. Die Röhren sind gelb bis olivgelb und verfärben sich bei Druck nicht oder nur sehr schwach bräunlich. Der Stiel ist oft gebogen, um dem Wirtspilz zu entweichen.
Wichtiger
Hinweis: Diese Seite dient nur als Hilfe
zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man
anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen
kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe
dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt
waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein
Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche
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Frontalansicht auf ein relativ ausgewachsenes Exemplar. Der Hut ist typisch samtig und am Rand in den Rissen rötlich. Ebenfalls markant ist der auf gelblichem Grund rötliche Stiel.
Blick von oben auf den Hut. Die Form ist polsterförmig bis abgeflacht und wie typsich für Rotfußröhrlinge in den Rissen rötlich gefärbt.
Ansicht von schräg oben. Auffällig ist der samtige bis feinfilzige, fleischige Hut. Der Stiel ist dagegen sehr schlank und etwas gebogen.
Blick auf die Hutunterseite. Gut zu erkennen ist die Ausbuchtung der Röhren am Stiel. Markant für den Pilz sind die leuchtend gelben Röhren und Poren.
Blick auf die Hutoberfläche. Dieses Exemplar ist schon etwas älter. Erkennbar ist, dass die Hutoberfläche im Gegensatz zu einigen ähnlichen Pilzarten nicht aufreist.
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel ist leicht gebogen und hellbraun bis gelbbraun.
Geben Sie hier anderen Pilzsammlern Tipps, wie Sie
wann und wo diesen Pilz finden können. Somit unterstützen
Sie andere Pilzarten zu finden, die Sie bisher noch nicht gefunden
haben.