Wichtiger
Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
2
cm - 8
cm breit; dunkelbraun, schwarzbraun; jung halbkugelig, später kegelig-glockig bis abgeflacht, unregelmäßig ausgebreitet, Oberfläche trocken, jung seidenmatt, im Alter schuppig-flockig aufreißend, Rand gekerbt bis gefurcht, auf Druck rötend
Hutunterseite:
Lamellen am Stiel ausgebuchtet angeheftet, grau- bis schwarzbraun, entfernt stehend, auf Druck rötend, Schneiden wellig
Stiel:
max. Stielgröße 6
cm, max. Stielbreite 1.2
cm; zylindrisch, oft zusammengedrückt, grauoliv bis schwarzbraun, auf Druck rötend
Der Rötende Saftling (Hygrocybe ovina) ist ein kräftiger, 2–8 cm breiter Saftling mit einer ruß- bis dunkelbraunen Farbe. Die Hutoberfläche ist trocken und bricht im Alter oft schuppig auf. Das charakteristischste Merkmal ist das Fleisch, das bei Verletzung oder Druck deutlich rötet (manchmal über Rosa bis hin zu einem schmutzigen Rotbraun). Zudem strömt er einen stechenden Nitrat- oder Chlorgeruch aus.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar
Aufgrund seines unangenehmen chemischen Geruchs und der extremen Seltenheit besitzt der Pilz keinen Speisewert. Er steht zudem unter strengem Naturschutz.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland ist der Rötende Saftling sehr selten und wird in der Rote Liste (RL 2 - Stark Gefährdet) geführt. Funde sollten unbedingt gemeldet werden.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Bewohner von extrem nährstoffarmen Magerrasen, Kalk-Trockenrasen und Borstgraswiesen. Er bevorzugt kalkhaltige Böden, kommt aber gelegentlich auch auf neutralen Standorten vor. Erscheinungszeit: August bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Nitratgeruch & Röten
Kombinieren Sie die Geruchsprobe (Chlor/Nitrat) mit der Druckprobe: Wenn der graubraune Pilz an den Lamellen oder am Stiel nach einiger Zeit rötliche Flecken zeigt, ist es H. ovina. Die Lamellen sind breit angewachsen und oft grau getönt.
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