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Zweisporiger Goldnabeling
(Haasiella venustissima)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
unbedeutend
Hut (ggf. Fruchtkörper):
1 cm - 5 cm breit; orange-orangegelb; jung gewölbt, dann niedergedrückt, alt trichterförmig, Oberfläche feucht klebrig, Hutfarbe im Alter etwas ausblassend, Hutrand im Alter wellig und gerieft
Hutunterseite:
Lamellen weit am Stiel herablaufend, entfernt stehend, orangfarben, teilweise gegabelt
Stiel:
max. Stielgröße 4 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; orangefarben, schorfig-schuppig, jung ausgestopft, schon bald hohl, Basis mit weißem Myzel
Fleisch:
weißlich-orange
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
blassorange bis hellrosa, breitelliptisch, glatt
typ. Begleitpflanze:
Kalk-Moose, Zitronen-Thymian, Sonnenröschen
Geruch:
seifig-mehlig
Geschmack:
mild
bevorzugter Boden:
Kalkboden, trockener Boden, nährstoffarmer Boden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Parkanlagen , Wiese / grasige Plätze , Gärten
Wachstum:
Januar , Dezember , Oktober

kein Bild

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💡 Wissenswertes & Tipps

Der Zweisporige Goldnabeling (Haasiella venustissima) ist ein kleiner, aber prachtvoller Pilz mit einem 1–5 cm breiten Hut. Die Farbe ist ein extrem leuchtendes Zinnober- bis Rotorange. Der Hut ist anfangs gewölbt, senkt sich aber schnell nabelingsartig in der Mitte ein. Die Lamellen sind ebenfalls lebhaft orange, stehen eher entfernt und laufen deutlich am Stiel herab.

🍄 Kulinarik: Ungenießbar
Aufgrund seiner extremen Seltenheit und der geringen Größe besitzt der Pilz keinen Speisewert. Er ist ein reiner Naturschutz-Fall und sollte keinesfalls entnommen werden.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland ist der Goldnabeling extrem selten und wird in der Rote Liste (RL 1 - Vom Aussterben bedroht) geführt. In vielen Regionen ist er seit Jahrzehnten verschollen.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Bewohner von kalkreichen Magerrasen, Trockenwiesen und lichten Wacholderheiden. Er wächst oft inmitten von Moosen oder auf Pflanzenresten. Bevorzugt sehr warme, sonnenexponierte Standorte (oft Südhänge). Erscheinungszeit: Oktober bis Dezember, teilweise sogar bis Januar (Spätherbst- bis Winterpilz, sehr kälteresistent).
🔬 Bestimmungs-Tipp: Leuchtfarbe & Nabelform
Achten Sie auf die Kombination aus zinnoberorangen Farben am gesamten Fruchtkörper und der genabelten Hutform. Mikroskopisch ist er durch seine zweisporigen Basidien und rosa angehauchte Sporen (in Masse) eindeutig von ähnlichen Nabelingen unterscheidbar.

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Orangeroter Heftelnabeling (unbedeutend)
Orangenroter Heftelnabeling1
Ansicht von schräg oben. Erkennen lassen sich die orangene Farbe, der halbkugelige Hut sowie die Nabelung in der Hutmitte.
Orangenroter Heftelnabeling2
Ansicht von schräg oben. Insbesondere der Hutrand zeigt sich gerieft; des Weiteren ist der Hutrand meist etwas heller als die Hutmitte.
Orangenroter Heftelnabeling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Die Lamellen sind herablaufend und der Stiel zeigt sich in Hutfarben.
Orangenroter Heftelnabeling4
Ein Exemplar auf einer Hand mit Blick auf die Hutunterseite. Die entfernt stehenden und herablaufenden Lamellen lassen sich auf diesem Bild gut erkennen.

Falscher Pfifferling (schwach giftig)
Falscher Pfifferling1
Blick auf mehrere Exemplare von leicht schräg oben. Zu erkennen ist der orangegelbe Hut - ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum (richtigen) Pfifferling.
Falscher Pfifferling2
Klar zu erkennen sind die gedängten, gegabelten und leicht ablaufenden Lamellen. Trotz der Lamellen zählt der Pilz zur Kategorie Röhrenpilze. Warum das so ist... keine Ahnung! Beim richtigen Pfifferling gibt es auch hier farbliche Unterschiede - des weiteren laufen bei ihm die Lamellen (bzw. Leisten) weiter am Stiel herab.
Falscher Pfifferling3
Blick von oben auf die Hutunterseite und den Stiel. Im Vergleich zum (richtigen) Pfifferling lassen sich hier nun klare Unterschiede eindeutig erkennen.
Falscher Pfifferling4
Hutansicht von schräg oben. Gut zu erkennen lässt sich der leichte Filz auf dem Hut. Auch die Hutfärbung lässt sich gut erkennen - die übrigens nur äußerst gering variiert und fast immer gleich ist.

Entferntblättriger Mooshäubling (giftig)

Ansicht von schräg oben auf mehrere Exemplare. Die breitkegeligen bis gewölbten Hüte haben eine geriefte Oberfläche.
Entferntblättriger Mooshäubling2
Nahansicht auf zwei Exemplare. Der Hutrand ist fein gezahnt.
Entferntblättriger Mooshäubling3
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel ist weiß bis gelbbräunlich und meist weißlich überfasert.
Entferntblättriger Mooshäubling4
Blick auf die Hutunterseite. Die Stielspitze ist weißlich bepudert. Die Lamellen sind entfernt stehend und am Stiel angewachsen.

Atkinsons Häubling (ungenießbar)

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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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