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Lilastiel-Rötelritterling
(Lepista saeva)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
bedingt essbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
5 cm - 15 cm breit; blassgrau, ockergrau, blass bräunlich, graubraun; jung halbkugelig, bald flach gewölbt, Oberfläche glatt, matt, feucht glänzend, fettig anfühlend, Rand anfangs eingerollt, danach scharf
Hutunterseite:
Lamellen am Stiel ausgebuchtet angeheftet, mit kleinem Zahn herablaufend, weißlich, später blassgrau, Schneiden glatt bis schwach wellig
Stiel:
max. Stielgröße 10 cm, max. Stielbreite 4 cm; zylindrisch, kräftig, voll, auf weißlichem Grund violettblau, längsfaserig, am Grund teilweise verdickt
Fleisch:
weißlich, dick, fest
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
blassrosa bis hell fleischrosa, elliptisch, fein punktiert
typ. Begleitpflanze:
Gräser
Geruch:
schwach fruchtig
Geschmack:
mild, nussartig
bevorzugter Boden:
Gras/Wiese, Kalkboden, nährstoffreicher Boden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Parkanlagen , Wiese / grasige Plätze , Waldwiesen , Weiden , Gärten , Obstwiesen
Wachstum:
Dezember , Oktober , November

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💡 Wissenswertes & Tipps

Der Lilastiel-Rötelritterling (Lepista saeva, syn. L. personata) ist ein kräftiger, fleischiger Pilz mit einem 5–15 cm breiten Hut. Die Hutoberfläche ist glatt und in unauffälligen hellbraunen, beigen oder lederfarbenen Tönen gehalten. Der absolute Blickfang ist der Stiel, der kräftig violett bis lila gefärbt und längsfaserig strukturiert ist. Im Gegensatz zum Violetten Rötelritterling hat dieser Pilz niemals violette Lamellen.

🍄 Kulinarik: Essbar
Ein ausgezeichneter Speisepilz mit festem, weißlichem Fleisch und mildem, leicht nussigem Geschmack.

Zubereitungstipp: Er eignet sich hervorragend für alle Zubereitungsarten und behält beim Garen seine feste Konsistenz. Wie alle Rötelritterlinge muss er gut durchgegart werden (ca. 15–20 Min.), da er roh unverträglich ist.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland wird der Lilastiel-Rötelritterling in der Rote Liste (RL 3 - Gefährdet) geführt. Als Bewohner von extensiv genutztem Grünland leidet er stark unter Überdüngung und Flächenumbruch.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein typischer Bewohner von offenem Gelände wie Magerrasen, ungedüngten Weiden, Parks und Obstgartenbrachen. Er bevorzugt kalkhaltige, humose Böden. Typische Begleitpflanzen sind Glatthafer und Wiesen-Glockenblumen. Erscheinungszeit: Oktober bis Dezember (oft erst nach dem ersten Frost).
🔬 Bestimmungs-Tipp: Kontrastreiches Aussehen
Achten Sie auf den violetten Stiel im Kontrast zum beigen Hut und den hellen Lamellen (weißlich bis blass fleischfarben). Die Lamellen lassen sich leicht vom Hutfleisch trennen. Der Geruch ist angenehm würzig-aromatisch.

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Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Horngrauer Rötelritterling (essbar)

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Violetter Rötelritterling (bedingt essbar)
Violetter Rötelritterling1
Ansicht von oben. Das Exemplar ist bereits in einem mittleren bis etwas älteren Altersstadium. Die Hutoberfläche ist deutlich violettlich gefärbt.
Violetter Rötelritterling2
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Markant ist die violettliche Färbung der Lamellen und des kräftigen Stieles.
Violetter Rötelritterling3
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind etwas ausgebuchtet am Stiel angewachsen und stehen ziemlich dicht. Teilweise sind sie auch gegabelt.
Violetter Rötelritterling4
Blick auf ein liegendes Exemplar. Auf diesem Bild kann man auch die verdickte Stielbasis erkennen.

Bocksdickfuß (schwach giftig)
Bocksdickfuß1
Ansicht von leicht schräg oben. Die Hutoberfläche zeigt sich in zarten, violettlichen Farbtönen. Die Hutform ist im Jungzustand meist halbkugelig-gewölbt, kann aber auch wie hier etwas kegelig sein.
Bocksdickfuß2
Blick auf zwei junge Exemplare. Die Hutform ist hier noch ziemlich halbkugelig.
Bocksdickfuß3
Blick auf die Hutunterseite eines liegendes Exemplares. Zu erkennen sind noch die faserigen Velumresten.
Bocksdickfuß4
Blick auf ein liegendes Exemplar. Die Stiel zeigt sich insgesamt auch in etwas violettlichen Farbtönen und ist zumeist zylindrisch bis leicht keulig.

Lila Dickfuß (giftig)

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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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