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Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
3
cm - 8
cm breit; stahgrau, graublau, purpur-violett, schwarz-violett, blauviolett, schiefergrau; jung konisch-glockig, danach glockig bis ausgebreitet, stumpf gebuckelt, Scheitel teilweise ockerfarben, Oberfläche eingewachsen faserig, trocken seidig, matt, Hutrand lange nach unten gebogen
Hutunterseite:
Lamellen ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, erst weiß bis gelblich, im Alter blassrosa
Der Blaue Rötling (Entoloma bloxamii) ist ein aristokratischer Bewohner von ungedüngten Magerwiesen mit einem Hutdurchmesser von 3–8 cm. Mit seinem kräftigen, stahlblauen bis dunkelvioletten Hut und dem ebenso gefärbten, stämmigen Stiel ist er kaum zu übersehen. Die Lamellen sind jung weißlich, verfärben sich aber mit der Reife des Sporenpulvers deutlich rosa. Da sein Vorkommen streng an naturnahe, nährstoffarme Standorte gebunden ist, dient er als wichtiger Indikator für den Naturschutz.
⚠ Speisewert & Naturschutz: Ungenießbar / Schutzwürdig
Obwohl er in älterer Literatur teils als essbar geführt wird, gilt er heute als ungenießbar.
Seltenheit: Er ist europaweit stark gefährdet und sollte aufgrund seiner extremen Seltenheit unbedingt geschont werden.
Gefahr: Die Gattung der Rötlinge umfasst viele tödlich giftige Arten; eine Verwechslung ist lebensgefährlich.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland sehr selten. Er wird in der Roten Liste meist unter Kategorie 2 (Stark gefährdet) oder 1 geführt.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont auf stickstoffarmen Magerwiesen, Kalk-Magerrasen und alten Friedhöfen. Er ist ein klassischer Kalkzeiger. Erscheinungszeit: August bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Die Sporen-Farbe
Wie alle Rötlinge besitzt auch dieser Pilz lachsrosa Sporenpulver. Wenn Sie ein blaues Exemplar finden, dessen Lamellen im Alter rosa werden und das nicht nach Mehl riecht, ist die Wahrscheinlichkeit für Entoloma bloxamii hoch.
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