Wichtiger
Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
1
cm - 4
cm breit; gelb, gelb-grünlich, olivbraun, braungrünlich; jung halbkugelig, dann flach gewölbt, Mitte genabelt, Oberfläche glatt, in der Mitte oft feinflockig, Rand zu zwei Drittel durchscheinend gerieft
Hutunterseite:
Lamellen angewachsen, zuerst gelbweißlich, später graurosa, etwas entfernt stehend
Stiel:
max. Stielgröße 6
cm, max. Stielbreite 0.3
cm; zylindrisch, zerbrechlich, hohl, grün bis gelbgrün, zur Basis und an Druckstellen dunkler blaugrün, Basis mit weißem Myzelfilz
Der Braungrüne Rötling (Entoloma incanum) ist ein kleiner, aber optisch überaus markanter Pilz mit einem Hutdurchmesser von 1–4 cm. Er ist vor allem auf mageren Wiesen und an grasigen Waldrändern zu finden. Seine leuchtend gelb-grüne bis oliv-grüne Farbe ist in der Pilzwelt ungewöhnlich. Ein charakteristisches Merkmal ist das schnelle Umschlagen der Farbe nach Blau oder Türkis (Blauen), sobald der Pilz berührt oder gequetscht wird. Er verströmt oft einen unangenehmen Geruch nach verbranntem Horn oder Mäuseurin.
⚠ Speisewert & Schutz: Ungenießbar / Schutzwürdig
Der Braungrüne Rötling besitzt keinen kulinarischen Wert und steht unter Giftverdacht.
Giftverdacht: Er wird als giftverdächtig eingestuft; der unangenehme Geruch macht ihn ohnehin ungenießbar.
Naturdenkmal: Da er auf nährstoffarme Biotope angewiesen ist, sollte er unbedingt am Fundort belassen werden.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland selten und stark an nährstoffarme Magerstandorte gebunden. Er gilt als Indikator für wertvolle Magerrasen.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont auf stickstoffarmen Magerwiesen, Halbtrockenrasen und an grasigen Waldrändern. Er ist ein ausgeprägter Kalkzeiger. Erscheinungszeit: Juni bis September.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Blau-Reaktion & Geruch
Die Kombination aus grüngelber Farbe und der sofortigen türkisblauen Verfärbung an der Stielbasis oder bei Druck ist einzigartig. Der strenge Geruch nach Mäuseurin oder ranzigem Käse bestätigt die Art.
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