Wichtiger
Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE
Verzehrfreigabe! Bestimmung per Internet ist
niemals 100% sicher. Verzehr nur nach Prüfung
durch einen Sachverständigen vor Ort.
0.5
cm - 20
cm breit; kein Hut, eher ein Geschwulst, das aus Maiskolben herauswächst, jung außen silbrig-weiß, danach grau, alt schwarz-staubig, innen weiß-grau und saftig, alt tiefschwarz und rußig; keine Hutunterseite vorhanden
Hutunterseite:
keine Hutunterseite vorhanden
Stiel:
kein Stiel vorhanden, wächst ohne Stiel aus dem Maiskolben heraus
Fleisch:
jung reinweiß bis perlmuttfarben, fest, aber elastisch, saftig, mit zunehmenden Alter dunkler mit bläulichen oder schwarzen Ardern, alt schwarz-anthrazitfarben
Sporenpulver
/ mikr. Eigenschaften:
rund, dunkelbraun-schwarz, blauschwarz, grauschwarz bis tiefschwarz, erinnert optisch stark an Ruß
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Möglichkeit Pilzrezepte zu diesem
Pilz einzusehen oder einzutragen.
💡 Wissenswertes & Tipps
Der Maisbeulenbrand ist ein spezialisierter Parasit, der ausschließlich Maispflanzen und die eng verwandte Teosinte befällt. Er dringt in das Pflanzengewebe ein und regt die Zellen zu einem massiven Tumorwachstum an, wodurch die charakteristischen, silbrig-weißen Brandbeulen entstehen. Im Inneren dieser Beulen entwickeln sich Millionen von schwarzen Brandsporen. Während Landwirte in Europa den Pilz als Ernteschädling bekämpfen, wird er in Mexiko gezielt geerntet. Der Geschmack von "Huitlacoche" wird als rauchig, erdig und pilzartig-süß beschrieben, vergleichbar mit einer Mischung aus Champignon und schwarzem Trüffel.
🍳 Kulinarik (Huitlacoche):
Der Pilz gilt als essbar und ist in Mexiko eine teure Delikatesse. Er wird traditionell in Quesadillas, Suppen oder Saucen verwendet.
🍲 Ernte-Hinweis:
Nur junge, fest-fleischige Beulen mit weißlich-silberner Oberfläche sind für die Küche geeignet. Sobald die Beulen aufplatzen und das schwarze Sporenpulver sichtbar wird, ist der Pilz ungenießbar und schmeckt bitter.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Fundort & Optik
Der Pilz ist durch sein Vorkommen direkt an den Maiskolben (oder Blättern/Stängeln) und die bizarre, tumorartige Form der deformierten Körner unverwechselbar.
Frontalansicht. Gut zu erkennen, wie der Fruchtkörper direkt aus dem Maiskolben rauswächst.
Nahansicht. Bei diesem Exemplar handelt es sich um schon ein etwas älteres Exemplar. Er ist schon mehr grau mit silbrig-weiß überzogener Oberfläche.
Frontalansicht. Damit Maisbeulenbrand entsteht müssen einige Faktoren zusammenkommen. Ein Wechsel zwischen Trocken- und Nassperioden begünstig die Entstehung.
Nahansicht. Die Oberfläche kann auch etwas runzelig wirken. Wir haben hier Fruchtkörper von einem Durchmesser von knapp 5 cm. Im Extremfall können diese Geschwulste aber auch mal Durchmesser bis zu 20 cm erreichen.
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