Strubbelkopf
(Strobilomyces strobilaceus)

Strubbelkopf1
Ansicht von schräg oben. Gut zu erkennen sind die dunklen Schuppen und die gewölbte Hutform des mittelalten Pilzes.
Strubbelkopf2
Ansicht von oben. Dieses Exemplar ist noch in einem jungen Stadium. Die Hutform ist noch halbkugelig.
Strubbelkopf3
Frontalansicht. Besonders gut kann bei diesen Exemplaren der faserige Hutrand erkannt werden.
Strubbelkopf4
Ein durchgeschnittener Strubbelkopfröhrling. Deutlich zu erkennen ist die schwärzliche Verfärbung; wobei der Pilz sich meist zuerst rötlich und dann erst schwärzlich verfärbt.
Strubbelkopf5
Strubbelkopf6
Strubbelkopf7
Strubbelkopf8
Strubbelkopf9
Strubbelkopf10
Strubbelkopf11
Strubbelkopf12
Strubbelkopf13
Strubbelkopf14
Strubbelkopf15
Strubbelkopf16
Strubbelkopf17

Details / Steckbrief:

Art:
Röhrenpilze

 

 

Wertigkeit:
essbar

 

Vorkommen:
Laubwald, Nadelwald, unter Buchen, unter Eichen, unter Eichen, Bergwälder, Mischwald

in folgenden Monaten:
Juli, August, September, Oktober

 

Hut:
4 cm - 15 cm breit; grau; jung halbkugelig, später gewölbt bis abgeflacht, mit grauschwarzen Schuppen bedeckt, Rand fasrig.

 

Hutunterseite:
Röhren bis 3 cm lang, am Stiel angewachsen und etwas herablaufend. Anfangs sind die Röhren weißgrau und später dunkelgrau

 

 

Stiel:
max. Stielgröße 15 cm, max. Stielbreite 2 cm; zylindrisch, oft gebogen, fest, grob flockig-fransig, schmutzig grau-braun

 

Fleisch:
graußweiß, beim Durchschneiden erst rötend, dann schwärzend

 

 

Sporenpulver:
schwarzbraun; Größe: 9,0–14,5 x 7,0–11,0 µm (Q-Wert: ca. 1,1–1,3), subglobos bis breit ellipsoid; Ornament: stark netzartig (retikat) mit groben Leisten und Stacheln; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid (oder schwach dextrinoid je nach Quelle), KOH-Reaktion inaktiv

 

typ. Begleitpflanze:
Moose

 

 

bevorzugter Boden:
saurer Boden

 

Wissenswertes:
Der Gemeine Strubbelkopf ist ein außergewöhnlicher Mykorrhizapilz, der vor allem in naturnahen Laubwäldern bei Buchen und Eichen vorkommt. Sein markantestes Merkmal ist der Hut, der mit groben, weichen, grauschwarzen Wollschuppen bedeckt ist und ihm das Aussehen eines Tannenzapfens verleiht. Das Fleisch ist im jungen Zustand weißlich, läuft aber bei Verletzung sofort lachsrosa bis rötlich an und verfärbt sich später über Grau bis hin zu tiefem Schwarz. Auch die Röhren an der Unterseite zeigen diese typische Verfärbung bei Druck. Er gilt als Zeigerart für wertvolle Waldstandorte und ist in vielen Regionen rückläufig.

🍲 Kulinarik & Verwendung:
Der Strubbelkopf ist essbar, gilt aber als minderwertig.
❗ Grund:
Sein Fleisch ist zäh und hat einen muffigen, erdigen Beigeschmack. Da er zudem selten ist und auf der Roten Liste steht, sollte er aus Naturschutzgründen unbedingt im Wald gelassen werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Die "Schwarz-Reaktion"
Wenn Sie unsicher sind, ritzen Sie die Röhren oder den Stiel leicht an. Die Farbkombination aus Rosa-Rötlich nach Rußig-Schwarz in Verbindung mit den groben Hutschuppen macht diesen Pilz in Europa nahzu unverwechselbar.

 

 

Geruch:
unbedeutend bis erdig

 

Geschmack:
unangenehm
  Doppelgänger:
Birkenpilz, Düsterer Porphyr-Röhrling