Rotstieliger Reif-Täubling
(Russula lilacea)

Rotstieliger Reif-Täubling1
Bild exemplarisch, KI generiert. Der Stiel ist oft leicht rosa angehaucht. Geschmackprobe (bei Täublingen möglich): milder Geschmack.

Details / Steckbrief:

Art:
Lamellenpilze

 

 

Wertigkeit:
essbar

 

Vorkommen:
Laubwald, unter Buchen, unter Eichen, Parkanlagen

in folgenden Monaten:
Juli, August, September

 

Hut:
3 cm - 7 cm breit; trüb fleischfarben, lila, kupferfarben oder rötlich braun; mürbe, in der Mitte oft ausblassend (gelb, bräunlich-gelb, oliv oder grünlich), Huthaut bei feuchter Witterung schmierig, trocken matt-körnig, samtartig, weit abziehbar, Rand radial gefurcht und matt körnig

 

Hutunterseite:
Lamellen weiß oder cremefarben, mäßig gedrängt, am Stiel angewachsen

 

 

Stiel:
max. Stielgröße 6 cm, max. Stielbreite 1 cm; weich, zerbrechlich, leicht eindrückbar, weiß oder rosa überlaufen, z. T. auch nur die Basis leicht rosa angehaucht, jung mehlig bereift

 

Fleisch:
weiß bis gelblich, weich, brüchig

 

 

Sporenpulver:
blass cremefarben (Massensporenfarbe nach Romagnesi/Marxmüller: Ib-IIa), unter dem Mikroskop hyalin (durchsichtig); Größe: 7,0–9,0 x 6,0–7,5 µm (Q-Wert: ca. 1,1–1,3), breit ellipsoid bis subkugelig; Ornament: mit isolierten bis unvollständig netzartig verbundenen, kegeligen Warzen (Ornamenthöhe bis ca. 0,6–1,0 µm); Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid (Warzen und Plage dunkel bläulich-schwarz anreagierend), KOH-Reaktion inaktiv.

 

typ. Begleitpflanze:
Wald-Bingelkraut, Haselwurz, Echter Wurmfarn

 

 

bevorzugter Boden:
Kalkboden

 

Wissenswertes:
Der Rotstielige Reif-Täubling ist ein kleinerer Waldbewohner, der vor allem in Laubwäldern (gern bei Buchen oder Eichen) anzutreffen ist. Seinen Namen verdankt er der oft zarten, lila bis weinrötlichen Farbe des Hutes, die im trockenen Zustand oft matt oder fein "bereift" wirkt. Ein sehr typisches Merkmal ist der Stiel, der häufig (wenn auch nicht immer) einen zarten rosa oder rötlichen Hauch aufweist. Die Lamellen sind weißlich und bleiben dies auch lange, da das Sporenpulver reinweiß ist. Er ist ein eher zerbrechlicher Pilz, dessen Huthaut sich meist bis zur Hälfte abziehen lässt.

🍳 Kulinarik & Zubereitung
Der Rotstielige Reif-Täubling ist essbar.
  • Geschmackstest: Er gehört zu den mild schmeckenden Täublingen. Da er keine Schärfe aufweist, ist er für Speisezwecke geeignet.
  • Verwendung: Aufgrund seiner geringen Größe und des dünnen Fleisches ist er kein Ertragspilz, eignet sich aber gut als Ergänzung in einem Mischpilzgericht.
  • Hinweis: Nur festfleischige, junge Exemplare sammeln, da er schnell zerbrechlich und madig wird.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Stielfarbe & Geschmack
Achten Sie auf den Stiel: Ein rosa Hauch in Kombination mit einem milden Geschmack und reinweißen Lamellen führt meist direkt zu dieser Art. Die "Bereifung" des Hutes ist besonders bei trockenem Wetter ein gutes Hilfsmerkmal.

 

 

Geruch:
unbedeutend

 

Geschmack:
mild
  Doppelgänger:
Frauentäubling, Amethyst-Täubling, Jodoform-Täubling, Brauner Ledertäubling, Fleischroter Speisetäubling, Buchen-Spei-Täubling, Milder Wachs-Täubling