Schuppiger Stielporling
(Cerioporus squamosus)

Schuppiger Stielporling1
Bild exemplarisch, KI generiert. Die dunkelbraunen Schuppen sind anliegend. Der Stiel wird zur Basis typischerweise schwärzlich.

Details / Steckbrief:

Art:
Porlinge

 

 

Wertigkeit:
bedingt essbar

 

Vorkommen:
Laubholz, an / auf Baumstümpfen, auf Laubholzresten

in folgenden Monaten:
April, Mai, Juni, Juli, August

 

Hut:
8 cm - 60 cm breit; gelb bis ockergelb, z. T. mit Grautönen, später blassbraun verfärbend, Schuppen dunkelbraun; bis 5 cm dick, erst leicht konvex, später ausgebreitet bis niedergedrückt, halbkreis- nieren oder fächerförmig, Schuppen flach anliegend, Rand dünn, etwas eingebogen

 

Hutunterseite:
bis 10 mm lang, am Stiel herablaufend, nicht ablösbar, Poren unregelmäßig eckig bis länglich, blassgelb bis cremefarben

 

 

Stiel:
max. Stielgröße 8 cm, max. Stielbreite 4 cm; kurz und dick, meist seitlich stehend, blassgelb, zur Basis hin verjüngt und dunkelbraun- bis schwarzfilzig

 

Fleisch:
jung saftig, weichfleischig, später lederig, zäh, weißlich bis cremefarben

 

 

Sporenpulver:
weiß bis blass cremefarben; Größe: 11,0–16,0 x 4,5–6,0 µm (Q-Wert: ca. 2,3–2,8), zylindrisch bis schmal ellipsoid; Ornament: glatt, dünnwandig, hyalin; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.

 

typ. Begleitpflanze:
Bärlauch, Moose

 

 

bevorzugter Boden:
Holz

 

Wissenswertes:
Der Schuppige Stielporling ist ein markanter Baumpilz, der vor allem im Frühjahr und Frühsommer an lebenden oder kürzlich abgestorbenen Laubbäumen wie Eschen, Ahorn oder Linden zu finden ist. Sein Hut kann beachtliche Ausmaße von bis zu 60 cm Durchmesser erreichen. Charakteristisch sind die dunklen, konzentrisch angeordneten Schuppen auf gelblichem Grund, die dem Pilz sein typisches "Rehrücken-Muster" verleihen. Ein weiteres sicheres Erkennungsmerkmal ist sein intensiver Geruch, der stark an Salatgurken oder Wassermelone erinnert. Der Stiel ist meist kurz, kräftig und an der Basis auffällig schwarz gefärbt.

💡 Bestimmungs-Tipp: Das Alter entscheidet
Beim Schuppigen Stielporling ist der Zeitpunkt des Fundes entscheidend für die Bestimmung der Konsistenz. Junge Fruchtkörper sind noch weich und biegsam. Mit zunehmendem Alter wird das Fleisch jedoch extrem zäh, korkig und fast holzartig. Die Poren auf der Unterseite sind relativ groß, eckig und laufen deutlich am Stiel herab.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Nur jung ein Genuss
Der Pilz ist essbar, aber nur in ganz jungem Zustand schmackhaft, solange sich das Fleisch noch leicht mit dem Fingernagel eindrücken lässt. Zubereitung: Aufgrund des gurkenartigen Aromas passt er gut in Sahnesaucen oder fein aufgeschnitten in Suppen. Sobald er zäh wird, ist er ungenießbar, kann aber getrocknet und zu Pilzpulver verarbeitet werden, um Saucen eine würzige Note zu verleihen. Die zähen Stiele sollten stets entfernt werden.

 

 

Geruch:
mehl-/gurkenartig

 

Geschmack:
mehl-/gurkenartig
  Doppelgänger:
Sklerotien-Porling, Winter-Stielporling, Berindeter Seitling, Löwengelber Stielporling, Schuppiger Sägeblättling, Riesenporling, Kastanienbrauner Stielporling