Amiant-Körnchenschirmling
(Cystoderma amianthinum)

Amiant-Körnchenschirmling1
Frontalansicht. Am Rand kann man noch gut die Velumreste erkennen. Ebenfalls gut zu erkennen ist die körnige sowie faltige bis runzelige Hutoberfläche.
Amiant-Körnchenschirmling2
Ansicht von oben. Wieder gut zu erkennen sind die Velumreste am Hutrand sowie die faltige Hutoberfläche. Zudem ist die Bucklung zu erkennen.
Amiant-Körnchenschirmling3
Blick auf die Hutunterseite. Die cremefarbenen bis blass ockergelblichen Lamellen sind nicht gedrängt und am Stiel mit herablaufendem Zahn angewachsen.
Amiant-Körnchenschirmling4
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel ist orangebräunlich; vom Ring ist bis auf ein paar letzte Flocken nichts mehr zu sehen.
Amiant-Körnchenschirmling5
Amiant-Körnchenschirmling6
Amiant-Körnchenschirmling7
Amiant-Körnchenschirmling8
Amiant-Körnchenschirmling9
Amiant-Körnchenschirmling10
Amiant-Körnchenschirmling11
Amiant-Körnchenschirmling12
Amiant-Körnchenschirmling13
Amiant-Körnchenschirmling14
Amiant-Körnchenschirmling15
Amiant-Körnchenschirmling16
Amiant-Körnchenschirmling17
Amiant-Körnchenschirmling18
Amiant-Körnchenschirmling19
Amiant-Körnchenschirmling20
Amiant-Körnchenschirmling21
Amiant-Körnchenschirmling22
Amiant-Körnchenschirmling23
Amiant-Körnchenschirmling24
Amiant-Körnchenschirmling25
Amiant-Körnchenschirmling26
Amiant-Körnchenschirmling27
Amiant-Körnchenschirmling28
Amiant-Körnchenschirmling29
Amiant-Körnchenschirmling30
Amiant-Körnchenschirmling31
Amiant-Körnchenschirmling32
Amiant-Körnchenschirmling33
Amiant-Körnchenschirmling34
Amiant-Körnchenschirmling35
Amiant-Körnchenschirmling36
Amiant-Körnchenschirmling37
Amiant-Körnchenschirmling38
Amiant-Körnchenschirmling39
Amiant-Körnchenschirmling40
Amiant-Körnchenschirmling41
Amiant-Körnchenschirmling42
Amiant-Körnchenschirmling43
Amiant-Körnchenschirmling44
Amiant-Körnchenschirmling45
Amiant-Körnchenschirmling46
Amiant-Körnchenschirmling47
Amiant-Körnchenschirmling48
Amiant-Körnchenschirmling49
Amiant-Körnchenschirmling50
Amiant-Körnchenschirmling51

Details / Steckbrief:

Art:
Lamellenpilze

 

 

Wertigkeit:
ungenießbar

 

Vorkommen:
Nadelwald, Wiese / grasige Plätze, Waldwiesen, unter Fichten, unter Kiefern, Mischwald, unter Buchen, Laubwald, unter Weißtannen, unter Birken

in folgenden Monaten:
August, September, Oktober, November, Dezember

 

Hut:
2 cm - 5 cm breit; blassgelb, ockergelb, gelborange; anfangs kegelig, dann gewölbt, schließlich abgeflacht, mit Buckel, Oberfläche flockig-körnig, alt oft radialrunzelig bis -faltig, jung Rand mit Velumresten, alt scharf

 

Hutunterseite:
Lamellen am Stiel ausgerandet angewachsen, mit Zahn herablaufend, kaum gedrängt, erst weiß, später cremefarben bis hell ockergelblich

 

 

Stiel:
max. Stielgröße 6 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; ockergelb, schlank, hohl, mit aufsteigendem, flockigen, oft aber undeutlichem Ring, von der Basis bis zum Ring orangebräunlich, grobschuppig-körnig, über dem Ring cremefarben, alt bräunlich

 

Fleisch:
gelblich, dünn

 

 

Sporenpulver:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop hyalin (durchsichtig); Größe: 5,0–7,0 x 3,0–4,5 µm (Q-Wert: ca. 1,4–1,7), ellipsoid bis länglich-ellipsoid, glatt, dünnwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid (blau-schwarz anreagierend), KOH-Reaktion inaktiv.

 

typ. Begleitpflanze:
Rotstängelmoos, Heidekraut

 

 

bevorzugter Boden:
nährstoffarmer Boden

 

Wissenswertes:
Der Amiant-Körnchenschirmling fällt durch seine lebhaft gelbbraune bis ockerfarbene Färbung und die charakteristisch körnige Hutoberfläche auf. Diese Körnung ist ein Überrest des Velum universale und lässt sich bei Berührung leicht abwischen. Der Stiel ist unterhalb der ringartigen Zone ebenso körnig-flockig strukturiert wie der Hut, während er darüber glatt und heller erscheint. Er ist ein typischer Bewohner von Moosflächen und Nadelstreu.

🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Obwohl er in manchen älteren Werken als essbar geführt wird, ist er aufgrund seines unangenehmen, erdigen bis muffigen Geschmacks und seiner geringen Größe als ungenießbar einzustufen. Es besteht zudem die Gefahr von Verwechslungen mit anderen, teils giftigen Schirmlingsartigen.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont vor allem in der Nadelstreu von Fichten und Kiefern, ist aber auch in Moosgesellschaften auf mageren Wiesen oder in Laubwäldern zu finden. Er bevorzugt saure Böden und fruktifiziert von August bis November, bei milder Witterung oft bis in den Dezember.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Körnigkeit & Lamellen
Achten Sie auf die feinkörnige Hutoberfläche und den Stiel, der "bis zu den Knien" (also bis zur Ringzone) gestiefelt-körnig ist. Ein wichtiges Merkmal zur Abgrenzung von ähnlichen Arten ist die Farbreaktion: Bei Kontakt mit Laugen (z. B. KOH) verfärbt sich die Huthaut des Amiant-Körnchenschirmlings meist weinrot bis dunkelbraun.

 

 

Geruch:
schwach erdig

 

Geschmack:
mild
  Doppelgänger:
Starkriechender Körnchenschirmling