Frühlings-Weichritterling
(Melanoleuca cognata)

Frühlings-Weichritterling1
Bild exemplarisch, KI generiert.

Details / Steckbrief:

Art:
Lamellenpilze

 

 

Wertigkeit:
essbar

 

Vorkommen:
Laubwald, Nadelwald, Mischwald, Parkanlagen, Wiese / grasige Plätze, Waldwiesen, auf Wegen

in folgenden Monaten:
April, Mai, Juni, März

 

Hut:
4 cm - 12 cm breit; hellbraun, ockerbraun, graubräunlich; gewölbt, stumpf gebuckelt, später abgefalcht, Oberfläche glatt, fühlt sich fettig an, bei Regen schmierig, Mitte dunkler, Rand jung eingebogen

 

Hutunterseite:
Lamellen ausgebuchtet, mit Zähnchen am Stiel angewachsen, jung cremefarben, alt sattocker, breit und gedrängt

 

 

Stiel:
max. Stielgröße 10 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, heller als der Hut, ausgestopft, faserig gestreift, Basis verdickt, weißfilzig

 

Fleisch:
cremefarben bis blassgelblich, zart, weich

 

 

Sporenpulver:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop hyalin; Größe: 7,5–9,5 x 5,0–6,5 µm (Q-Wert: ca. 1,3–1,6), ellipsoid, warzig bis stachelig (Ornamentierung deutlich cyanophil und amyloid), dünnwandig, mit einem oder mehreren kleinen Öltröpfchen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid, KOH-Reaktion unauffällig.

 

typ. Begleitpflanze:
Wald-Veilchen, Anemone, Huflattich

 

 

bevorzugter Boden:
Gras/Wiese, nährstoffreicher Boden

 

Wissenswertes:

Der Frühlings-Weichritterling (Melanoleuca cognata) ist ein markanter Frühaufsteher, der oft schon ab März oder April zusammen mit den Morcheln erscheint. Sein Hut ist meist ocker- bis kaffeebraun, im Alter oft etwas ausblasst, und besitzt einen flachen Buckel. Besonders auffällig sind die Lamellen, die bei dieser Art oft einen deutlichen Gelb- oder Ockerton aufweisen, was ihn von vielen anderen Weichritterlingen unterscheidet. Er bevorzugt lichte Wälder, Waldränder und Parkanlagen, wobei er gerne auf nährstoffreichen Böden oder in der Nadelstreu wächst.

🍄 Kulinarik: Essbar
Die Meinungen zum Speisewert gehen weit auseinander: Während manche ihn als hervorragenden Speisepilz schätzen, empfinden andere den Geschmack als eigenwillig.

Kulinarik-Hinweis: Verwenden Sie nur die Hüte junger Exemplare. Da er zu einer Zeit wächst, in der es kaum andere Lamellenpilze gibt, ist er eine willkommene Abwechslung in der Frühlingsküche, sollte aber gut durchgegart werden.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland im Frühjahr verbreitet und häufig. Er gilt aktuell als ungefährdet.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont in der Nadelstreu (besonders Fichte), an Waldrändern, in Parks oder auf Kahlschlägen. Er liebt nährstoffreiche Böden. Haupterscheinungszeit: März bis Juni, seltener ein zweiter Aspekt im Spätherbst.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Lamellenfarbe und Jahreszeit
Die Kombination aus dem Erscheinen im Frühjahr und den ockergelblichen Lamellen ist ein sehr starkes Indiz. Wie alle Weichritterlinge hat auch er ein eher festes Fleisch im Hut, während der Stiel im Alter zäh werden kann. Der Geruch ist angenehm pilzig bis schwach mehlig.

 

 

Geruch:
unbedeutend

 

Geschmack:
mild
  Doppelgänger:
Kurzstieliger Weichritterling, Traniger Glöckling, Frühlingsrötling, Rillstieliger Weichritterling