Gemeiner Schmutzbecherling
(Bulgaria inquinans)

Gemeiner Schmutzbecherling1
Frontalansicht auf Schmutzbecherlinge. Man erkennt die relativ kleinen, braun-schwarzen Fruchtkörper. Die Form erscheint leicht kreiselförmig.
Gemeiner Schmutzbecherling2
Frontalansicht auf einen Ast mit Schmutzbecherlingen. Die Oberflächen der Fruchtkörper sind etwas glänzend.
Gemeiner Schmutzbecherling3
Nahaufnahme eines jungen Exemplares. Anfänglich ist die Fruchtkörper-Form noch kugelig.
Gemeiner Schmutzbecherling4
Ansicht leicht von der Seite. Zu erkennen ist auch die Unterseite des Fruchtkörpers.

Details / Steckbrief:

Art:
Schlauchpilze

 

 

Wertigkeit:
ungenießbar

 

Vorkommen:
Laubholz, an / auf Baumstümpfen

in folgenden Monaten:
Januar, Februar, März, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember

 

Hut:
1 cm - 4 cm breit; schwarzbraun bis schwarz; anfangs rundlich-kugelig, danach flach kreiselförmig bis tellerförmig, Basis z. T. stielartig zusammengezogen, glänzend, trocken matt, Rand etwas hervorstehend

 

Hutunterseite:
Keine Lamellen oder Poren vorhanden; die Fruchtschicht befindet sich auf der schwarzen, glatten und oft glänzenden Oberseite (Hymenium); die Unterseite des becherförmigen Fruchtkörpers ist dunkelbraun, kleiig-rau und strukturlos.

 

 

Stiel:
kein Stiel vorhanden

 

Fleisch:
gallertig, zäh

 

 

Sporenpulver:
dunkelbraun bis schwarzbraun (Sporenpulver); Größe: 11,0–15,0 x 6,0–8,5 µm (Q-Wert: ca. 1,6–1,9), ungleichmäßig ellipsoid bis mandelförmig, oft auf einer Seite abgeflacht; Ornament: glatt bis fein warzig, dickwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.

 

typ. Begleitpflanze:
keine Angabe

 

 

bevorzugter Boden:
Holz

 

Wissenswertes:
Der Gemeine Schmutzbecherling ist ein saprobiontischer Holzbewohner, der fast ausschließlich an kürzlich gefällten oder umgestürzten Eichenstämmen vorkommt (seltener an Hainbuche). Die Fruchtkörper sind kreisel- bis becherförmig, haben eine gummiartige, elastische Konsistenz und wachsen oft in großen Gruppen aus der Rinde hervor. Während die Außenseite braun-kleiig und rau ist, glänzt die flache Oberseite (das Hymenium) tiefschwarz.

💡 Bestimmungs-Tipp: Der Abfärbe-Test
Wie du schon bemerkt hast, ist das sicherste Merkmal das starke Abfärben. Wenn man mit dem Finger über die schwarze Oberfläche streicht, hinterlässt der Pilz eine rußartige, schwarze Spur aus ausgestoßenen Sporen. Dieses "Schmutzen" unterscheidet ihn von ähnlichen Drüslingen oder Kreiselpilzen.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Der Schmutzbecherling ist kein Speisepilz. Er ist zwar nicht als giftig bekannt, aber aufgrund seiner zähen, gummiartigen Konsistenz und der stark färbenden Sporen völlig ungeeignet für die Küche.

 

 

Geruch:
unbedeutend

 

Geschmack:
unbedeutend
  Doppelgänger:
Gemeiner Buchenkreisling, Becherförmiger Drüsling, Großsporiger Gallertbecher