Fischeier-Schleimpilz
(Tubifera ferruginosa)

| Ansicht von der Seite. Dieses Exemplar ist orange und halbkugelig. |
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| Ansicht auf 3 Exemplare. Auf diesem Bild lassen sich die zylindrischen Fruktifikationen erkennen. |
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| Nahansicht. Wieder kann man die Fruktifikationen gut erkennen. Diese können bis 5 mm lang werden. |
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| Ansicht von leicht schräg oben auf mehrere junge Exemplare. Das junge Altersstadium lässt sich an der weißen Farbe gut erkennen. |
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Details / Steckbrief:
Art:
Sonstige Pilze
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Wertigkeit:
ungenießbar
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Vorkommen:
Nadelholz,
an / auf Baumstümpfen,
Laubholz
in folgenden Monaten:
März,
April,
Mai,
Juni,
Juli,
August,
September,
Oktober,
November |
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Hut:
1
cm - 5 cm breit; zuerst weiß, später orangerot, scharlachrot oder tiefrosa, alt dunkelbraun;
Fruktifikationen sind zylindrisch, rundlich oder leicht seitlich abgeflacht, bis 5 mm hoch, 0,2 - 0,4 mm Durchmesser, flach ausgebreitet bis halbkugelig geformt, aus der Oberfläche treten einzelne, abgerundete Glieder hervor, Die häutige Unterlage ist weißlich bis blass bräunlich, wird aber durch die Sporen dunkler gefärbt, die Unterlage ist schwammig bis gewölbt, die Hülle bleibt lange erhalten
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Hutunterseite:
keine, siehe Fruchtkörperbeschreibung
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Stiel:
kein Stiel vorhanden
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Fleisch:
siehe Fruchtkörperbeschreibung
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Sporenpulver:
rostbraun bis ockerbraun (Sporenhäufchen); Größe: 5,0–7,0 µm Durchmesser (Q-Wert: ca. 1,0), kugelig bis leicht unregelmäßig; Ornament: netzartig ornamentiert mit erhabenen Leisten, die etwa die halbe bis die gesamte Sporenoberfläche bedecken; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
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typ.
Begleitpflanze:
keine Angabe
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bevorzugter
Boden:
Holz
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Wissenswertes:
Der Fischeier-Schleimpilz ist einer der auffälligsten Vertreter der Schleimpilze (Myxomyceten). Er besiedelt als Saprobiont morsches Nadelholz, seltener Laubholz, und überzieht dieses mit seinen charakteristischen Fruchtkörper-Ansammlungen (Pseudoaethalien). Diese bestehen aus zahlreichen, eng aneinandergepressten Röhrchen. Besonders faszinierend ist der Farbwechsel während der Reifung: In der Jugendphase leuchten sie intensiv rosa, lachsfarben oder fast korallenrot, bevor sie sich bei der Sporenreife über Dunkelrot bis hin zu einem unscheinbaren Umbrabraun verfärben.
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Textur der "Eier"
Achten Sie auf die Oberfläche: Im Gegensatz zu ähnlichen Schleimpilzen wie der "Blutmilch-Ophäre" (Lycogala epidendrum), die einzelne Kügelchen bildet, stehen bei Tubifera ferruginosa die kleinen Zylinder so dicht, dass sie eine gemeinsame, oft gewölbte Masse bilden. Wenn man sie vorsichtig berührt, ist die Konsistenz im jungen Stadium weich und breiig.
ⓘ Biologie: Ein Einzeller auf Wanderschaft
Wie alle Schleimpilze existiert Tubifera ferruginosa einen Großteil seines Lebens als Plasmodium – eine riesige, vielkernige Zelle, die sich aktiv über das Substrat bewegen kann, um Bakterien und Pilzsporen aufzunehmen. Erst zur Vermehrung "erstarren" sie zu den sichtbaren Fruchtkörpern.
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Geruch:
unbedeutend
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Geschmack:
unbedeutend
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Doppelgänger:
Zerfließende Gallertträne,
Blutmilchpilz,
Rotbraune Kohlenbeere,
Großsporiger Feuerbecherling |
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