Eichhase
(Polyporus umbellatus)

Eichhase1
Ansicht von schräg oben. Das Wachstum erfolgt aus einem gemeinsamen Strunk. Hieraus wachsen wieder zahlreiche Verästelungen (ähnlich wie bei einem Baum oder Busch).
Eichhase2
Ansicht von schräg oben. Die Hutmitte ist häufig vertieft bis genabelt; der Rand ist besonders bei den älteren Exemplaren wellig. Insgesamt sind die Hüte sehr dünn.
Eichhase3
Nahansicht. Die weißen Poren laufen weit am Stiel herab.
Eichhase4
Nahansicht. Die hell- bis graubräunlichen Hutoberflächen zeigen sich insgesamt radialfaserig.

Details / Steckbrief:

Art:
Porlinge

 

 

Wertigkeit:
jung essbar

 

Vorkommen:
Laubwald, unter Buchen, unter Eichen

in folgenden Monaten:
Juli, August, September

 

Hut:
1 cm - 50 cm breit; hellbräunlich, graubräunlich; 10-30 cm hoch, Einzelhüte 1-4 cm breit halbkugelig, aus einem unterirdischen, schwarzen, knollenartigen Sklerotium, das an den Wurzeln befallener Bäume sitzt, reich verzweigt mit vielen Einzelhüten hervorwachsend, Einzelhüte dünn, in der Mitte genabelt bis leicht niedergedrückt, radialfaserig gestrichelt, Rand wellig

 

Hutunterseite:
Röhren 1-2 mm lang, an den Stielen herablaufend, Poren 1-3 pro mm, weißlich-cremefarben

 

 

Stiel:
max. Stielgröße 10 cm, max. Stielbreite 2 cm; meist zentral, aber auch exzentrisch, weißlich, aus einem gemeinsamen Stamm wachsend

 

Fleisch:
weißlich, dünn, weich

 

 

Sporenpulver:
weißlich

 

typ. Begleitpflanze:
keine Angabe

 

 

bevorzugter Boden:
Holz

 

Wissenswertes:
Der Eichhase kommt normalerweise nur bei Buchen und Eichen vor. Auch nach dem Abholzen der Wirtsbäume soll der Pilz noch bis zu 30 Jahre an den bestehen bleibenden Stümpfen (zum Beispiel im nachfolgendem Fichtenbestand) überleben können. Auch ein Wirtswechsel zur Fichte kann nicht ausgeschlossen werden.

 

 

Geruch:
jung angenehm mehlartig, auch anisartig, alt unangenehm

 

Geschmack:
nussartig, alt bitter
  Doppelgänger:
Gemeiner Klapperschwamm