Der Alkalische Rötling ist ein mittelgroßer Blätterpilz, der vor allem durch seinen stechenden, chemischen Geruch auffällt. Er besitzt einen glatten, oft seidig glänzenden Hut in Graubraun- oder Beigetönen, der bei Feuchtigkeit dunkler erscheint (hygrophan). Wie bei fast allen Rötlingen verfärben sich die Lamellen mit zunehmender Sporenreife von weißlich-grau nach schmutzig-rosa. Sein Fleisch ist brüchig und dünn. Aufgrund seiner Giftwirkung und der hohen Verwechslungsgefahr mit essbaren Arten ist er ein gefährlicher Waldbewohner.
☠ Vorbereitung & Verwendung: Giftig (Gastrointestinales Syndrom)
Der Alkalische Rötling ist giftig. Er verursacht schwere Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Symptome treten meist ein bis vier Stunden nach der Mahlzeit auf. Da er essbaren Rötlingen oder Ritterlingen sehr ähnlich sieht, ist beim Sammeln von graubraunen Pilzen höchste Vorsicht geboten.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst saprobiontisch in Laubwäldern, vorzugsweise auf kalkhaltigen, basenreichen Böden. Er ist ein treuer Begleiter der Buche und der Eiche, kommt aber auch unter Hainbuche oder Esche vor. Man findet ihn von August bis Oktober, oft in Gruppen oder kleinen Ringen.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Geruchstest (Chlor/Lauge)
Das wichtigste Feldmerkmal ist der Geruch: Wenn man ein Stück des Hutes oder den Stiel zwischen den Fingern zerreibt, strömt ein stechender, alkalischer Geruch nach Chlor, Lauge oder Ammoniak aus. Die Lamellen sind im Alter deutlich rosa, was ihn sicher als Rötling kennzeichnet.
Sammler-Berichte
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