Das Gerieifte Stummelfüßchen ist ein kleiner, fächer- oder muschelförmiger Pilz, der seitlich am Substrat angewachsen ist. Der Hut ist weißlich bis blass creme-ockerfarben und zeichnet sich durch seine hygrophane (wasserzügige) Beschaffenheit aus: In feuchtem Zustand ist der Rand deutlich bis zur Mitte hin gerieft. Ein Stiel fehlt meist völlig oder ist nur als winziger, weißfilziger Knubbel am Anwachspunkt vorhanden. Die Lamellen strahlen vom Anwachspunkt aus, sind anfangs weiß und verfärben sich mit der Sporenreife durch das braune Sporenpulver zimt- bis lederbraun.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Kein Speisepilz
Das Gerieifte Stummelfüßchen ist aufgrund seiner geringen Größe, des dünnen Fleisches und des faden Geschmacks kein Speisepilz. Er wird als ungenießbar eingestuft. Zudem besteht bei kleinen braunsporigen Pilzen an Holz immer eine theoretische Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten.
🍂 Ökologie & Standort:
Er lebt als Saprobiont an totem Holz. Man findet ihn vorzugsweise an liegenden Stämmen oder Ästen von Laubbäumen wie Rotbuche, Eiche, Birke oder Erle, seltener auch an Nadelholz. Er bevorzugt feuchte Standorte in Laub- und Mischwäldern und erscheint meist von Juni bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Riefung & Sporenfarbe
Achten Sie auf den gerieften Hutrand bei feuchten Exemplaren. Ein wichtiges Merkmal zur Abgrenzung von weißsporigen Seitlingen ist die Farbe der Lamellen bei älteren Stummelfüßchen: Diese müssen einen deutlichen Braun- oder Zimtton aufweisen.
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