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Grüner Knollenblätterpilz

(Amanita phalloides)

📖 Lamellenpilze
💀
LEBENSGEFAHR! Dies ist ein tödlich giftiger Pilz. Bereits geringste Mengen können zum Tode führen. Keine Verzehrfreigabe!

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Speisewert: tödlich giftigtödlich giftig
Pilzgifte:
AmatoxinePhallotoxin
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Amanita phalloides
Weitere Bezeichnungen:
Grüner Gift-Wulstling, Grüner Giftwulstling
Wissenswertes:
Der Grüne Knollenblätterpilz ist die Ursache für fast alle tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen in Mitteleuropa. Er wächst bevorzugt in Laubwäldern bei Eichen und Buchen, kann aber auch in Parks oder Gärten vorkommen. Sein Hut ist oliv- bis gelbgrün, oft mit feinen, dunkleren Radialfasern. Die Lamellen, der Ring und das Fleisch sind rein weiß. Charakteristisch ist der süßliche, fast künstlich wirkende Geruch nach Kunsthonig oder überreifen Rosen bei älteren Exemplaren. Das tückische: Er schmeckt laut Berichten von Überlebenden keineswegs unangenehm, was jede Geschmacksprobe lebensgefährlich macht.


☢ LEBENSGEFAHR: Amanitin-Vergiftung

Der Pilz enthält Amatoxine, die das Zellwachstum blockieren und primär die Leber zerstören. Die tödliche Dosis liegt bei nur ca. 50g Frischpilz.



Der tückische Verlauf:
1. Latenzphase: 6 bis 24 (sogar 48) Stunden lang treten keine Symptome auf.
2. Magen-Darm-Phase: Heftiges Erbrechen und wässrige Durchfälle.
3. Scheinbare Besserung: Nach ca. 2-3 Tagen fühlt sich der Patient besser, während die Leber bereits unwiederbringlich zerfällt.
4. Leberversagen: Ohne Lebertransplantation tritt nach 5 bis 10 Tagen der Tod ein.



💡 Bestimmungs-Tipp: Basis und Manschette

Untersuchen Sie jeden hellen Pilz penibel: Der Knollenblätterpilz hat an der Stielbasis eine ausgeprägte, häutige Scheide (Volva), die oft tief im Boden steckt. Der Stiel ist häufig fein "natterig" gezont und trägt eine häutige, weiße Manschette (Ring). Die Lamellen berühren den Stiel nicht (frei) und bleiben bis zum Schluss rein weiß.



🍳 Kulinarik-Warnung: Absolut tödlich!

Es gibt kein Gegenmittel, das die Giftwirkung im Nachhinein vollständig neutralisieren kann. Hitze, Trocknen oder Einlegen zerstören das Gift nicht. Bei geringstem Verdacht auf Verzehr muss sofort ein Krankenhaus oder eine Giftnotrufzentrale kontaktiert werden!
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 15.0 cm breit; grün, olivgrün bis dunkeloliv, selten blassgrünlich bis weiß; anfangs eiförmig und von weißer Gesamthülle umgeben, bald aufbrechend und kegelig bis gewölbt, später flach ausgebreitet, Oberfläche bei feuchtem Wetter klebrig, mit feiner, eingewachsener Radialfaserung, Rand glatt, nicht gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel frei, gedrängt, weich, weiß, alt gelbgrünlich überhaucht, Schneiden glatt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 20.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; zylindrisch, ausgestopft, alt hohl, weißlich, unterhalb des Ringes mit seidigen, grünlich schimmerndem Bandmuster, Ring zart, häutig, hängend, weißlich, oberseits fein gerieft, Basis knollig verdickt, mit häutiger, weißlicher, offen abstehender Volva
Fleisch:
zart, weiß, unter der Huthaut gelbgrünlich, jung geruchslos
Geruch:
honigartig, später wiederlich
Geschmack:
mild (nicht probieren!)
Sporen:
weiß, rundlich bis breitelliptisch, glatt
Boden:
Kalkboden
Begleitpflanze:
Einbeere
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald Parkanlagen unter Buchen unter Eichen

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