Der Krokodil-Ritterling ist eine beeindruckende Erscheinung und eng mit dem japanischen Matsutake verwandt. Sein Name leitet sich von der groben, braunschuppigen Huthaut ab, die an Krokodilleder erinnert. Er verströmt einen sehr intensiven, fast parfümierten Geruch, der oft als Mischung aus Gewürznelken, Zimt und einer leicht süßlichen Note beschrieben wird. In Japan wird er als Heilpilz hoch geschätzt und zu extrem hohen Preisen gehandelt. Aufgrund seiner Seltenheit in Mitteleuropa sollte er jedoch geschont und nur mit großer Zurückhaltung gesammelt werden.
💡 Sammel-Hinweis: Seltenheit & Verwechslung
Da dieser Pilz in Deutschland extrem selten ist, steht er vielerorts unter Schutz. Achten Sie auf die Abgrenzung zum Echten Matsutake (Tricholoma matsutake), der vor allem bei Kiefern auf sandigen Böden wächst, während der Krokodil-Ritterling oft bei kalkliebenden Laubbäumen oder Pinien zu finden ist. Eine Verwechslung mit dem giftigen Tiger-Ritterling muss unbedingt ausgeschlossen werden (dieser hat jedoch keinen Ring).
🍳 Kulinarik-Tipp: Das "Matsutake-Aroma"
Sein Aroma ist so intensiv, dass er in Gerichten dominieren kann. Zubereitung: In Japan wird er oft ganz puristisch zubereitet: In feine Scheiben geschnitten, kurz gegrillt und nur mit etwas Zitrone oder Sojasauce beträufelt. Er behält auch beim Garen eine schöne, knackige Textur. Wegen seiner Seltenheit empfiehlt es sich, ihn nur als besonderes Gewürzpilz-Highlight einzusetzen.
Sammler-Berichte
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