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Flockenstieliger Hexenröhrling

(Neoboletus erythropus)

📖 Röhrenpilze
📷 Pilzbilder

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Speisewert: essbaressbar
Hinweis: Enthält Inhaltsstoffe, die im Rohzustand unverträglich sind. Nur gut durchgegart verzehren!
Inhaltsstoffe:
Hämolysine
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes
Der Flockenstielige Hexenröhrling ist ein ausgezeichneter Speisepilz, der durch sein festes Fleisch und seinen hervorragenden Geschmack besticht. Charakteristisch sind sein dunkelbrauner, feinfilziger Hut und der gelbe Stiel, der über und über mit feinen, roten Flocken (kein Netz!) besetzt ist. Die Röhrenmündungen sind leuchtend dunkelrot. Eine Besonderheit ist die sofortige, tiefblaue Verfärbung des gelben Fleisches bei Anschnitt oder Druck. Diese Reaktion ist völlig harmlos und verschwindet beim Erhitzen fast vollständig.
💡 Warum eigentlich "Hexenröhrling"?
Der Name stammt aus einer Zeit, in der man sich die spektakuläre, sekundenschnelle Blaufärbung des Fleisches nicht wissenschaftlich erklären konnte. Man glaubte, hier seien magische Kräfte oder "Hexerei" im Spiel. Tatsächlich handelt es sich um eine harmlose Oxidation von Farbstoffen (Variegatsäure) bei Kontakt mit Sauerstoff.
🍳 Kulinarik-Tipp: Fest & Aromatisch
Der "Flocki" gilt unter Kennern als einer der besten Speisepilze überhaupt. Sein Fleisch bleibt beim Garen deutlich fester als das von Steinpilzen und wird nicht "matschig". Zubereitung: Er eignet sich hervorragend zum Braten, für Gulasch oder zum Trocknen (wobei er fast schwarz wird, aber ein enormes Aroma entwickelt). Da er im Gegensatz zum Netzstieligen Hexenröhrling kein Coprin enthält, ist er auch in Kombination mit Alkohol unbedenklich.
⚠ Wichtiger Hinweis: Garzeit beachten!
Wie viele Wildpilze ist der Flockenstielige Hexenröhrling im rohen Zustand giftig (enthält Hämolysine). Er muss daher mindestens 15 bis 20 Minuten gut durchgegart werden. Sobald er erhitzt wird, zersetzen sich die Giftstoffe und das blaue Fleisch nimmt eine appetitliche, gelbliche Farbe an.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Neoboletus erythropus
Weitere Bezeichnungen:
Zigeuner, Donnerpilz, Schusterpilz, Tannenpilz, Flockenstieliger Hexen-Röhrling, Boletus erythropus
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
5.0 cm - 20.0 cm breit; dunkel braun (z. T. auch etwas heller); anfangs halbkugelig, später polsterförmig, Oberfläche samtig, alt kahl, glänzend, feucht klebrig-schmierig, Rand überragt die Röhren etwas
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Röhren 1-3 cm lang, am Stiel ausgebuchtet angewachsen, blassgelb, Röhrenboden gelb, Poren eng, jung gelblich, später orange bis dunkelrot, zum Rand gelblich, bei Berührung sofort schwarzblau verfärbend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 4.0 cm; anfangs bauchig, später gestreckt, voll, auf gelblichen Grund dicht mit kaminroten Schüppchen bedeckt, blauend
Fleisch:
fest, alt weich, gelb, im Schnitt sofort dunkelblau verfärbend, bald ausblassend
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
mild
Sporen:
Boden:
saurer Boden
Begleitpflanze:
Efeu, Heidelbeere, Brommbeere, Waldgräser
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald unter Fichten unter Buchen unter Eichen unter Tannen unter Kiefern unter Birken unter Lärchen unter Kastanien
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • Hut: 5-20 cm breit; polsterförmig; dunkelbraun, wildlederartig matt; bei Nässe etwas schmierig.
  • Röhren & Stiel: Poren blutrot bis orangerot; Stiel auf gelbem Grund mit feinen roten Flocken besetzt (kein Netz!).
  • Fleisch: Gelb, im Schnitt sofort stark tiefblau verfärbend; fest und mild im Geschmack.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
FLOCKEN STATT NETZ: Das entscheidende Merkmal zur Unterscheidung vom giftigen Netzstieligen Hexenröhrling oder dem Satansröhrling ist das **Fehlen eines Netzmusters** am Stiel. Er hat stattdessen feine rote Pünktchen (Flocken). Die intensive Blauverfärbung ist völlig harmlos und verschwindet beim Erhitzen.
EXTERNER MEDIENINHALT
Bestimmungs-Video: Hexenröhrlinge sicher unterscheiden (YouTube)
Hinweis: Dieses Video stammt von einem Drittanbieter auf YouTube und ist kein Angebot von Mushroom-Toxin.de.
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Speisewert:

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