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essbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Amanita caesarea
Weitere Bezeichnungen:
Orangegelber Wulstling, Kaiserpilz
Wissenswertes:
Der Kaiserling ist einer der prächtigsten und wertvollsten Speisepilze weltweit. Schon in der Antike galt er als Speise der Götter und Kaiser. Sein markantes Erscheinungsbild mit dem leuchtend orange-roten Hut, den goldgelben Lamellen und der reinweißen, sackartigen Scheide macht ihn fast unverwechselbar. Er ist ein ausgeprägter Wärmeliebhaber und findet sich meist in lichten Eichen- oder Kastanienwäldern auf kalkhaltigen Böden. In Deutschland ist er extrem selten und durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.
🍳 Vorbereitung & Verwendung:
Der Kaiserling ist ein ausgezeichneter Speisepilz mit festem Fleisch und nussigem Aroma. Er kann sogar roh als Carpaccio mit Olivenöl und Zitrone genossen werden.
🍲 Wichtiger Schutzhinweis:
In Deutschland ist die Entnahme des Kaiserlings gesetzlich verboten. Er steht unter strengem Naturschutz. Die folgenden Tipps beziehen sich auf Funde in Ländern, in denen das Sammeln erlaubt ist (z. B. Teile Südeuropas).
🔬 Bestimmungs-Tipp: Gelbe Lamellen
Das sicherste Merkmal zur Unterscheidung vom Fliegenpilz sind die Lamellen und der Stiel: Beim Kaiserling sind diese goldgelb, beim Fliegenpilz immer reinweiß. Zudem wächst der Kaiserling aus einer großen, weißen Volva (Gesamtverhüllung), die wie eine Eierschale aussieht.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
8.0 cm - 20.0 cm breit; (leuchtend) rot, orangerot, orangegelb; jung kugelig-eiförmig und von weißem Velum umhüllt, später halbrund, im Alter flach ausgebreitet, Oberfläche glänzend, glatt, in seltenen Fällen mit weißen Velumflocken, Rand deutlich gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, sehr breit, gedrängt, blassgelb bis goldgelb, Schneiden feinflockig
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 16.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; fleischig, nach unten verdickt, ausgestopft bis markig-hohl, Ring weit und schlaff herabhängend, über dem Ring fein gerieft, Stiel sowie Ring zitronengelb, Volva weiß, weit, dickhäutig und dauerhaft
Fleisch:
gelblich weiß, dick
Sporen:
weiß, elliptisch-eiförmig, glatt, hyalin
Begleitpflanze:
Braunstieliger Seifenfarn
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald unter Buchen unter Kastanien unter Eichen Gebüsch Bergwälder
Sammler-Berichte
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