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Breitblättrige Glucke

(Sparassis brevipes)

📖 Korallenpilze

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Speisewert: essbaressbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Sparassis brevipes
Weitere Bezeichnungen:
Sparassis laminosa, Eichenglucke, Eichen-Glucke, Blättrige Glucke
Wissenswertes:
Die Breitblättrige Glucke ist ein stattlicher Korallenpilz, der als Schwächeparasit oder Saprobiont an der Basis lebender oder frisch abgestorbener Laubbäume wächst. Sie bevorzugt alte Eichen, kann aber in seltenen Fällen auch bei Buchen gefunden werden. Im Gegensatz zur Krause Glucke (die an Nadelholz wächst) sind ihre Verzweigungen deutlich breiter, flacher und weniger stark gekräuselt oder gelockt. Die Farbe reicht von cremeweiß bis blass ockerfarben. Da sie sehr hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt, gilt sie als wichtiger Indikator für wertvolle, naturnahe Laubwälder.


⚠ Schutzstatus: Rote Liste

Dieser Pilz ist in vielen Regionen als gefährdet (RL 3) eingestuft. Er sollte daher am Standort verbleiben, um die Ausbreitung der Sporen und den Erhalt der seltenen Eichenwald-Biozönose zu gewährleisten.



🍳 Kulinarik & Zubereitung

Sollte ein Fund außerhalb von Schutzgebieten und in großen Mengen vorliegen (unter Beachtung regionaler Regeln), gilt sie als ausgezeichneter Speisepilz:

  • Geschmack: Mild, nussig und mit einer angenehmen, festen Konsistenz, die auch beim Garen erhalten bleibt.

  • Reinigung: Da die "Blätter" viel Dreck und Insekten fangen, den Pilz am besten in grobe Stücke schneiden und kurz in einer Schüssel mit Wasser schwenken (nicht lange einweichen!).

  • Rezepttipp: "Glucken-Schnitzel" – Den Pilz in dicke Scheiben schneiden, wie ein Wiener Schnitzel mit Mehl, Ei und Semmelbröseln panieren und in Butter goldbraun ausbacken. Dazu passt ein frischer Blattsalat.





🔬 Bestimmungs-Tipp: Das Substrat entscheidet

Finden Sie eine "Glucke" an einer Eiche oder Buche, ist es fast immer die Breitblättrige Art. Die Krause Glucke ist streng an Nadelholz (vor allem Kiefer) gebunden. Die Blätter der Breitblättrigen Glucke sind zudem deutlich größer und flächiger.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
10.0 cm - 50.0 cm breit; weißlich bis strohgelb, crembeige bis blass ockerfarben; grob blattartig-wellig bis fächerförmig, die Enden sind oft wellig verbogen, weniger gekräßuselt als bei der Krause Glucke, ziemlich aufrecht stehend, auf den Flächen oft farbig zoniert
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Hutunterseite vorhanden
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 0.0 cm, max. Stielbreite 0.0 cm; kein Stiel vorhanden, nur ein Strunk an der Basis der mit dem Substrat verankert ist
Fleisch:
weißlich, zäh-elastisch
Geruch:
angenehm pilzig
Geschmack:
mild, alt bitter
Sporen:
weißlich bis blass gelblich, elliptisch
Boden:
Holz
Begleitpflanze:
Efeu
Vorkommen / Fundorte:
Laubholz an Eichenstämmen an / auf Baumstümpfen
Doppelgänger:

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Speisewert:

Sammler-Berichte

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