Beim Pilze sammeln gibt es einiges zu beachten. Hier sind die Top 10 Tipps für einen sicheren Start:
Eine gute Pilztour beginnt mit bequemer Kleidung, festem Schuhwerk und langen Klamotten zum Schutz. Zu einer ordnungsgemäßen Ausrüstung gehören zudem ein scharfes Messer und ein luftiger Korb.
Nutzen Sie aktuelle Fachliteratur (max. 3-4 Jahre alt). Wissensstände ändern sich: Pilze wie der Grünling, die früher als essbar galten, sind heute als giftig eingestuft.
Beschäftigen Sie sich vorab mit den tödlichen Giftpilzen. Versuchen Sie nicht, alle 5.000 Arten zu kennen, sondern spezialisieren Sie sich auf wenige, sichere Arten.
Anfänger sollten mit Röhrenpilzen beginnen. Hier gibt es kaum lebensgefährliche Verwechslungen. Meiden Sie Pilze mit Knollen, weißen Lamellen oder solche, die an Baumstümpfen wachsen.
Pilze werden dicht über dem Boden abgeschnitten oder vorsichtig herausgedreht. Lassen Sie alte oder madige Exemplare zur Arterhaltung (Sporenabgabe) im Wald stehen.
Ernten Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich für eine Mahlzeit benötigen. Pilze verderben schnell, und unnötiges Sammeln schadet der Natur.
Gehen Sie möglichst nicht allein in den Wald. Bei Unfällen fernab der Wege ist Hilfe durch Begleiter sicherer als ein Handy ohne Empfang. Verhalten Sie sich leise und schonend.
Nach jeder Tour ist die Suche nach Zecken Pflicht! Untersuchen Sie besonders Kniekehlen und den Kopf. Achten Sie zudem auf Gefahren durch Wespen (Erdnester) und essen Sie Pilze niemals roh.
Lagern Sie Pilze luftig, kühl und niemals in Plastiktüten. Falsche Lagerung führt zu Sekundärvergiftungen durch Eiweißzersetzung. Reinigen Sie Pilze möglichst trocken.
Lassen Sie Ihre Funde bei den ersten Touren von Experten oder Pilzberatungsstellen prüfen. Geführte Wanderungen bieten den besten Lerneffekt für Einsteiger.