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Kegeliger Risspilz
(Inocybe rimosa)





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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
giftig
Hut (ggf. Fruchtkörper):
3 cm - 8 cm breit; graulich, gelbockerlich, gelbbräunlich; anfangs kegelig, bald ausgebreitet, zugespitzter Buckel, Oberfläche mit radial verlaufenden Fasern, Mitte meist dunkler, Rand jung eingebogen, rasch schwindende Cortina, später nach unten abgebogen, im Alter auch aufwärts gebogen und mehr oder weniger tief eingerissen
Hutunterseite:
Lamellen etwas gedrängt, jung graubeige, alt schmutzig bräunlich, Schneiden weißlich bewimpert
Stiel:
max. Stielgröße 8 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, ohne Knöllchen, jung weißlich, später gelblich-hellockerlich, etwas faserig-flockig
Fleisch:
gelblich weiß
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
ockerbraun bis gelbbraun; Größe: 10,0–15,0 x 5,5–8,0 µm (Q-Wert: ca. 1,6–2,2), mandelförmig bis subphaseoliform (bohnenförmig), glatt (keine Höckersporen im Gegensatz zu vielen anderen Risspilz-Arten), mäßig dickwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
typ. Begleitpflanze:
Sauerklee, Wald-Bingelkraut, Haselwurz, Efeu, Wiesen-Löwenzahn
Geruch:
spermatisch
Geschmack:
leicht erdig
bevorzugter Boden:
Kalkboden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Nadelwald , Mischwald , Parkanlagen , auf/bei Wegen , Gärten , unter Buchen , unter Eichen , unter Fichten , unter Kiefern , unter Lärchen
Wachstum:
Juni , Juli , August , September , Oktober

Kegeliger Risspilz1

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💡 Wissenswertes & Tipps

Der Kegelige Risspilz ist ein giftiger Vertreter der Risspilze. Sein kegelförmiger bis glockiger Hut weist eine charakteristische radial-faserige Struktur auf, die bei Trockenheit teilweise aufreißen kann. Der Hut ist meist gelblich bis ockerbraun gefärbt und wird im Alter zunehmend bräunlich. Er bevorzugt kalkhaltige Böden in Laub- und Mischwäldern sowie an grasigen Stellen, beispielsweise in Parkanlagen und unter Laubbäumen.

⚠ GIFTIG: Muscarin-Syndrom
Der Kegelige Risspilz enthält das Toxin Muscarin. Der Verzehr kann zum charakteristischen Muscarin-Syndrom mit starkem Speichel- und Tränenfluss, Schweißausbrüchen, Miosis (Verengung der Pupillen), Erbrechen, Diarrhö, Bradykardie und Blutdruckabfall führen. Schwere Vergiftungen können lebensbedrohlich sein. Eine Verwechslung mit essbaren Arten wie dem Maipilz ist möglich. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
💡 Bestimmungs-Tipp: Verwechslung vermeiden
Eine sichere Unterscheidung vom Maipilz sollte nicht anhand einer vermeintlichen Rötung erfolgen. Achten Sie stattdessen auf die kegelige Hutform, die radial-faserige Hutoberfläche und die für Risspilze typische Erscheinung. Der Maipilz besitzt dagegen einen meist hellen, glatten bis fein faserigen Hut und einen charakteristischen Mehl- bzw. Gurkengeruch. Eine sichere Bestimmung sollte immer anhand mehrerer Merkmale erfolgen.

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Kegeliger Risspilz1
Ansicht von schräg oben auf ein ausgewachsenes Exemplar. Auf diesem Bild ist der Buckel typisch spitz. Die Hutränder sind in diesem Stadium, wie hier meist nach oben gebogen und eingerissen.
Kegeliger Risspilz2
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen stehen gedrängt und sind ausgebuchtet angewachsen. Gut zu erkennen ist die weißliche Bewimperung der Schneiden.
Kegeliger Risspilz3
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Hut ist typisch eingerissen aber meist wesentlich dunkler als bei diesem Exemplar.
Kegeliger Risspilz4
Ansicht von schräg oben. Hier kann man sehr gut die variablen Farben und Formen (vgl. vorderer und hinterer Bildbereich) dieses Pilzes erkennen, was eine Bestimmung im Einzelfall sehr schwierig machen kann.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

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Grünender Risspilz (giftig)
Grünender Risspilz1
Bild exemplarisch, KI generiert. Der Grünende Risspilz wächst meist außerhalb von Wäldern, oft in Gärten oder Parkanlagen. Markantestes Merkmal ist, dass die Stielbasis (aber auch der Hutrand) dazu neigt grünlich-blau anzulaufen.

Knolliger Risspilz (giftig)
Knolliger Risspilz1
Ansicht von leicht schräg oben auf ein ausgewachsenes Exemplar. Ein sehr wichtiges Merkmal ist die kleine Knolle (an der Stielbasis). Charakteristisch sind auch der Spitze Buckel sowie die rissige bis faserige Hutoberfläche.
Knolliger Risspilz2
Blick auf die Hutunterseite. Altersbedingt sind die Lamellen hier bereits gelblich-bräunlich gefärbt. Des Weiteren sind die Lamellen relativ dicht stehend und ausgebuchtet am Stiel angewachsen.
Knolliger Risspilz3
Blick auf ein liegendes Exemplar. Erneut ist die spitze Bucklung gut zu erkennen. Der Knollige Risspilz ist ziemlich klein.
Knolliger Risspilz4
Blick auf die Hutunterseite. Es lässt sich erkennen, dass die Schneiden etwas weißlich sowie etwas gegabelt sind.

Gefleckter Risspilz (giftig)
Gefleckter Risspilz1
Ansicht von schräg oben auf ein ausgewachsenes Exemplar. Die Hutform ist ausgebreitet und deutlich gebuckelt. Markant sind die Velumreste auf dem Buckel.
Gefleckter Risspilz2
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel ist deutlich längsfaserig, zur Spitze hin heller, abwärts bräunlich und zur Basis weiß.
Gefleckter Risspilz3
Blick auf die Hutunterseite. Die ausgebuchteten Lamellen haben hier einen deutlichen Gelb- bis Olivstich; die Schneiden sind weiß.
Gefleckter Risspilz4
Blick auf ein junges, sehr verkümmertes Exemplar. Die Hutform ist hier noch kegelig bis konisch-gewölbt.

Weißknolliger Risspilz (giftig)
Weißknolliger Risspilz1
Bild exemplarisch, KI generiert. Typisch ist die weiße, abgesetzte kleine Knolle.

Ziegelroter Rißpilz (tödlich giftig)
Ziegelroter Rißpilz1
Ansicht von schräg oben. Erkennbar ist die kegelig bis glockige Hutform und die leichte Ziegelröte.
Ziegelroter Rißpilz2
Ansicht von oben auf die Hutoberfläche. Erkennbar sind die leichten Radialfasern sowie der stumpfe Hutbuckel.
Ziegelroter Rißpilz3
Ansicht auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind weiß, ausgebuchtet und am Stiel fast frei.
Ziegelroter Rißpilz4
Ansicht von oben auf das noch ziemlich junge Exemplar. Die Oberfläche ist leicht strohgelb bis ocker.

Maipilz (essbar)
Maipilz1
Eine Gruppe Maipilze. Durch die trockene Witterung sind diese ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden.
Maipilz2
Junger Maipilz von oben. Durch die Trockenheit hat den Pilz ziemlich runzlig werden lassen.
Maipilz3
Junger Maipilz in Gesamtansicht. Zu erkennen sind die am Stiel gerade angewachsenen Lamellen und der noch etwas eingebogene Hut.
Maipilz4
Bild von schräg unten. Leider auch kein sehr schönes Exemplar. Lamellen wirken hier leider dicker und weitstehender als es normalerweise der Fall ist.

Wiesenchampignon (essbar)
Wiesenchampignon1
Frontalansicht. Die Huthaut steht etwas über. Die Hutform ist flach gewölbt; die Hutoberfläche feinschuppig.
Wiesenchampignon2
Blick auf die Hutunterseite eines ausgewachsenen Exemplares. Die Lamellen sind ziemlich breit und gehen schon deutlich mehr ins bräunliche als bei jungen Exemplaren. Die Huthaut steht über.
Wiesenchampignon3
Blick von schräg oben auf zwei Exemplare. Den Wiesenchampignon findet man typischerweise in Wiesen.
Wiesenchampignon4
Blick von schräg oben auf die Hutoberfläche. Diese kann sich wie hier auch feinschuppig zeigen.
Wiesenchampignon5
Wiesenchampignon6
Wiesenchampignon7
Wiesenchampignon8
Wiesenchampignon9
Wiesenchampignon10
Wiesenchampignon11
Wiesenchampignon12
Wiesenchampignon13
Wiesenchampignon14
Wiesenchampignon15

Sternsporiger Risspilz (giftig)
Sternsporiger Risspilz1
Ansicht von schräg oben. Zu erkennen ist eine Hutbucklung sowie die längsrissige bzw. faserig-rissige Hutoberfläche.
Sternsporiger Risspilz2
Nahansicht. Erneut kann man die Risse auf der Hutoberfläche erkennen, die zum Rand hin zunehmen. Der Hutscheitel ist dagegen nicht rissig.
Sternsporiger Risspilz3
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel besitzt wie hier oft auch rötliche Farbtöne.
Sternsporiger Risspilz4
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind ziemlich schmal, blass graubeige und ausgebuchtet angewachsen. Der Stiel zeigt eine weißliche Bereifung.


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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