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Spindeliger Blasssporrübling
(Gymnopus fusipes)





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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
giftig
Hut (ggf. Fruchtkörper):
3 cm - 10 cm breit; bräunlich, rotbraun; jung kegelig bis gewölbt, später unregelmäßig verbogen bis abgeflacht, oft auch mit stumpfen Buckel, Oberfläche matt, z. T. rissig, schon bald verblassend, mit rostbraunen Flecken, Rand jung eingebogen
Hutunterseite:
Lamellen am Stiel ausgebuchtet, schmal angewachsen, dick, entfernt stehend, mit Zwischenlamellen, anastomisierend, weißlich bis blass rötlich braun, rostrot gefleckt, Schneiden glatt
Stiel:
max. Stielgröße 10 cm, max. Stielbreite 2 cm; blass bis braunrot, Spitze heller, alt hohl, spindelförmig, oft verdreht, zäh, runzelig gefurcht, oft büschelig wachsend, tief wurzelnd
Fleisch:
weißlich bis blass cremefarben, zäh, dünn
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop durchsichtig (hyalin); Größe: 5,5–7,5 x 3,5–4,5 µm (Q-Wert: ca. 1,4–1,7), ellipsoid bis spindelförmig, glatt, dünnwandig, oft mit kleinen Öltropfen im Zytoplasma; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion negativ.
typ. Begleitpflanze:
Efeu, Waldmeister, Wald-Ziest, Maiglöckchen, Haselwurz
Geruch:
pilzartig
Geschmack:
mild
bevorzugter Boden:
Holz
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubholz , unter Eichen , an / auf Baumstümpfen , unter Buchen , unter Kastanien
Wachstum:
Juli , August , September , Oktober , Juni

Spindeliger Blasssporrübling1

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💡 Wissenswertes & Tipps

Der Spindelige Rübling (Gymnopus fusipes) ist ein häufiger Pilz, der durch seine charakteristische Stielform auffällt. Die Fruchtkörper wachsen meist büschelig am Stammgrund oder über den Wurzeln von Laubbäumen. Der Hut ist fleischig, rotbraun bis kastanienbraun und bleicht im Alter oft scheckig aus. Markant ist der zähe, längsfurchige Stiel, der zur Basis hin spindelförmig zugespitzt und tief im Boden wurzelnd erscheint.

☠ Verwendung: Giftig
Obwohl er in alter Literatur teils als Speisepilz geführt wurde, gilt der Spindelige Rübling heute als giftig. Nach dem Verzehr können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Die für die Beschwerden verantwortlichen Giftstoffe sind nicht vollständig geklärt; die Art wird dem gastrointestinalen Vergiftungssyndrom zugeordnet. Das Fleisch ist zudem sehr zäh und schwer verdaulich.
🍂 Ökologie & Standort:
Dieser Pilz wächst als Parasit oder Saprobiont fast ausschließlich bei Eichen, seltener bei Buchen oder Edelkastanien. Er entspringt direkt aus dem Wurzelwerk oder dem unteren Stammbereich. Man findet ihn von Juni bis Oktober, oft in großen Büscheln.
ⓘ Wissenswertes:
Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist die extreme Zähigkeit des gesamten Fruchtkörpers. Der Stiel lässt sich kaum zerbrechen, sondern höchstens verdrehen. In der Forstwirtschaft ist er als Schwächeparasit bekannt, der die Wurzeln der Eichen befällt und langfristig zur Instabilität der Bäume führen kann.

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Spindeliger Blasssporrübling1
Ansicht von schräg oben. Die Hutoberflächen zeigen sich in insgesamt bräunlichen Farbtönen. Das Wachstum ist häufig (wie hier) etwas büschelig.
Spindeliger Blasssporrübling2
Nahansicht. Die Fruchtkörper zeigen relativ häufig auch einen stumpfen Buckel (gut zu erkennen beim rechten Exemplar9.
Spindeliger Blasssporrübling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Besonders gut zu erkennen ist die dunkle Wurzel des Pilzes.
Spindeliger Blasssporrübling4
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind am Stiel ausgebuchtet, relativ dick und entfernt stehend.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Drehstieliger Rübling (ungenießbar)
Drehstieliger Rübling1
Blick von schräg oben auf noch junge Exemplare. Die Hutoberflächen sind hier noch meist kräftig gefärbt und deutlich gebuckelt.
Drehstieliger Rübling2
Frontalansicht. Die Hutoberfläche zeigt sich hygrophan. Der Stiel ist rillig.
Drehstieliger Rübling3
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind sehr dicht stehend und ausgebuchtet am Stiel angewachsen.
Drehstieliger Rübling4
Blick auf mehrere, weitgehend ausgewachsene Exemplare. Die Pilze treten meist (wie hier) büschelig auf; können aber auch einzeln auftreten.

Waldfreund-Rübling (bedingt essbar)
Waldfreund-Rübling1
Ansicht von leicht schräg oben. Diese Exemplare haben fleischfarbene bis bräunliche Farbtöne. Die Hutränder beginnen sich bereits zu wellen. Auch der Stiel zeigt sich hier in ähnlichen Farbtönen.
Waldfreund-Rübling2
Blick auf ein liegendes Exemplar. Auffallend ist der scharfe Hutrand. Der Stiel ist meist in Hutfarbe.
Waldfreund-Rübling3
Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen Lamellen stehen sehr dicht und sind gedrängt. Sie sind etwas am Stiel ausgebuchtet angewachsen. Zwischenlamellen sind vorhanden.
Waldfreund-Rübling4
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Auffällig ist der ausgeblasste (hygrophane) Hut, der hier praktisch sogar weiß ist.
Waldfreund-Rübling5
Waldfreund-Rübling6
Waldfreund-Rübling7
Waldfreund-Rübling8
Waldfreund-Rübling9
Waldfreund-Rübling10
Waldfreund-Rübling11
Waldfreund-Rübling12
Waldfreund-Rübling13
Waldfreund-Rübling14
Waldfreund-Rübling15
Waldfreund-Rübling16
Waldfreund-Rübling17
Waldfreund-Rübling18
Waldfreund-Rübling19
Waldfreund-Rübling20
Waldfreund-Rübling21
Waldfreund-Rübling22
Waldfreund-Rübling23
Waldfreund-Rübling24
Waldfreund-Rübling25
Waldfreund-Rübling26
Waldfreund-Rübling27
Waldfreund-Rübling28
Waldfreund-Rübling29
Waldfreund-Rübling30
Waldfreund-Rübling31
Waldfreund-Rübling32
Waldfreund-Rübling33
Waldfreund-Rübling34
Waldfreund-Rübling35
Waldfreund-Rübling36
Waldfreund-Rübling37
Waldfreund-Rübling38
Waldfreund-Rübling39
Waldfreund-Rübling40
Waldfreund-Rübling41
Waldfreund-Rübling42
Waldfreund-Rübling43
Waldfreund-Rübling44
Waldfreund-Rübling45
Waldfreund-Rübling46
Waldfreund-Rübling47
Waldfreund-Rübling48
Waldfreund-Rübling49
Waldfreund-Rübling50
Waldfreund-Rübling51
Waldfreund-Rübling52
Waldfreund-Rübling53
Waldfreund-Rübling54
Waldfreund-Rübling55
Waldfreund-Rübling56
Waldfreund-Rübling57
Waldfreund-Rübling58
Waldfreund-Rübling59
Waldfreund-Rübling60
Waldfreund-Rübling61
Waldfreund-Rübling62
Waldfreund-Rübling63
Waldfreund-Rübling64
Waldfreund-Rübling65
Waldfreund-Rübling66
Waldfreund-Rübling67
Waldfreund-Rübling68
Waldfreund-Rübling69
Waldfreund-Rübling70
Waldfreund-Rübling71
Waldfreund-Rübling72
Waldfreund-Rübling73
Waldfreund-Rübling74

Striegeliger Rübling (schwach giftig)
Striegeliger Rübling1
Bild exemplarisch, KI generiert. Die weiß-striegelige Stielbasis ist ein wichtiges Merkmal. Ein weiteres markantes Merkmal ist der eklige Geruch nach faulem Kohl.

Butter-Rübling (essbar)
Butter-Rübling1
Ansicht von schräg oben. Typisch sind die dunklere Hutmitte, der hellere Hutrand sowie die verschiedenen, zonierten Farbtöne dazwischen.
Butter-Rübling2
Ansicht von schräg oben auf ausgewachsene Exemplare. Erkennbar ist die Variabilität der Farben. Generell ist die Hutmitte dunkler als der Hutrand; wobei es auch durch hygrophane Eigenschaften anders sein kann.
Butter-Rübling3
Ansicht von schräg oben. Diese seltene Varität des Butter- bzw. Horngrauen Rüblings wird als Kastanienbrauner Rübling bezeichnet.
Butter-Rübling4
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen sind gedrängt, wobei es auch viele Zwischenlamellen gibt.


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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