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Nadelholz-Röhrling
(Buchwaldoboletus lignicola)





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Kategorie/Art:
Röhrenpilze

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Wertigkeit:
ungenießbar
Hut (ggf. Fruchtkörper):
3 cm - 12 cm breit; ockerbraun, orangegelb, goldbraun; konvex, Oberfläche feucht schmierig, trocken samtig, filzig matt, alt grobschuppig, Rand nach unten gebogen und die Poren deutlich überragend
Hutunterseite:
Röhren bis 1 cm lang, am Stiel kurz herablaufend, Poren jung gelblich, später rostgelb, auf Druck blaugrün, länglich-eckig
Stiel:
max. Stielgröße 10 cm, max. Stielbreite 2.5 cm; rostgelb, rostbräunlich, zylindrisch, teilweise auch exzentrisch stehend, voll, Basis mit gelben Myzelfäden
Fleisch:
gelb, im Schnitt über den Röhren grünblau, wieder ausblassend, weich
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
olivbraun bis braun (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop hell olivbraun bis gelbbraun; Größe: 10,0–14,0 x 4,5–6,0 µm (Q-Wert: ca. 2,0–2,6), spindelig bis länglich-ellipsoid, oft leicht ungleichseitig, glatt, mäßig dickwandig, meist mit mehreren kleinen oder einem zentralen Öltropfen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion bräunlich.
typ. Begleitpflanze:
Draht-Schmiele, Heidelbeere
Geruch:
angenehm harzig
Geschmack:
leicht säuerlich
bevorzugter Boden:
morschiges Holz
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Nadelwald , unter Kiefern , unter Lärchen , unter Fichten , Nadelholz
Wachstum:
Juli , August , September , Oktober

Nadelholz-Röhrling1

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💡 Wissenswertes & Tipps

Der Nadelholzröhrling (Pulveroboletus lignicola) ist eine markante Art mit einem 3–12 cm breiten, fleischigen Hut. Die Oberfläche ist feinfilzig, trocken und farblich goldgelb bis bräunlich-gelb. Das außergewöhnlichste Merkmal ist sein Substrat: Er wächst direkt an Nadelholzstümpfen oder daraus entspringenden Wurzeln.

🍄 Kulinarik: Ungiftig, aber kein Speisepilz
Obwohl die Art als ungiftig gilt, besitzt sie keinen kulinarischen Wert. Das Fleisch ist oft zäh und geschmacklich unbedeutend.

Hinweis: Aufgrund der extremen Seltenheit und des Schutzes existieren keine modernen Speiseerfahrungen; der Pilz ist rein für die Mykologie von Bedeutung.
🚫 Sammelbestimmung:
Aufgrund der Einstufung in der Roten Liste (RL 2) und seiner Seltenheit besteht ein striktes Sammelverbot. Funde sollten für die Wissenschaft dokumentiert werden, die Fruchtkörper müssen jedoch im Habitat verbleiben.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Wächst meist an verrottenden Stümpfen von Kiefern oder Lärchen. Fast immer findet man ihn in unmittelbarer Gesellschaft des Kiefern-Braunporlings (Phaeolus spadiceus), auf dem er vermutlich parasitiert. Erscheinungszeit: Juli bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Holzsubstrat & Schwefelgelbe Poren
Das Wachstum direkt auf Nadelholz in Kombination mit dem Kiefern-Braunporling ist ein Alleinstellungsmerkmal unter den heimischen Röhrlingen. Es ist der einzige, heimische Röhrling, der auf Holz wächst.

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Nadelholz-Röhrling1
Bild exemplarisch, KI generiert. Der Nadelholz-Röhrling wächst an Fuße von alten Kiefern (oft zusammen mit dem Kiefernbraunporling) oder sogar direkt auf alten Stümpfen.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Maronen-Röhrling (essbar)
Maronen-Röhrling1
Ansicht von leicht schräg oben auf einen ausgewachsenen Maronen-Röhrling. Gut zu erkennen sind der braune Hut sowie der ziemlich kräftige Stiel.
Maronen-Röhrling2
Frontalansicht auf ein relativ junges Exemplar. Gut zu erkennen ist die helle Stielbasis sowie die Längsfaserung am Stiel. Es gibt kein Netzmuster am Stiel.
Maronen-Röhrling3
Zwei zusammengewachsene Maronen-Röhrlinge. Wieder gut zu erkennen sind die kräftig braun gefärbte Hüte sowie der sehr kräftig gebaute Stiel.
Maronen-Röhrling4
Ansicht auf die Hutunterseite. Zu erkennen sind die grüngelben Röhren. Die Längsfaserung am Stiel ist deutlich wahrnehmbar. Der Maronen-Röhrling kann wie hier auch mit schlankerem Stiel auftreten. Die Ausbuchtung der Röhren am Stiel ist auf diesem Bild schwer wahrnehmbar.
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Rotfuß-Röhrling (essbar)
Rotfuß-Röhrling1
Frontalansicht auf ein relativ ausgewachsenes Exemplar. Der Hut ist typisch samtig und am Rand in den Rissen rötlich. Ebenfalls markant ist der auf gelblichem Grund rötliche Stiel.
Rotfuß-Röhrling4
Blick von oben auf den Hut. Die Form ist polsterförmig bis abgeflacht und wie typsich für Rotfußröhrlinge in den Rissen rötlich gefärbt.

Sand-Röhrling (essbar)
Sand-Röhrling1
Bild exemplarisch, KI generiert.

Schwarzblauender Röhrling (essbar)
Schwarzblauender Röhrling1
Ansicht von schräg oben. Das Exemplar rechts befindet sich noch im Wachstum; das Exemplar links ist bereits ziemlich ausgewachsen. Die Oberfläche ist glatt bis samtig.
Schwarzblauender Röhrling2
Blick auf die Hutunterseite. An der Schnittstelle kann man die charakteristischen Blauverfärbung erkennen. Die Röhren sind gelblich und die Poren ziemlich klein.
Schwarzblauender Röhrling3
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Man kann hier die Ausbuchtung der Röhren am Stiel erkennen. Der Stiel ist oben chromgelb ud zur Basis hin mit einigen Rottönen versehen.
Schwarzblauender Röhrling4
Ansicht der Schnittstellen. Kein anderer Pilz verfärbt sich in einer solchen Geschwindigkeit wie der Schwarzblauende Röhrling. Zudem ist die hier abgebildete Blaufärbung sehr markant.

Ziegenlippe (essbar)
Ziegenlippe1
Ansicht von schräg oben. Auffällig ist der samtige bis feinfilzige, fleischige Hut. Der Stiel ist dagegen sehr schlank und etwas gebogen.
Ziegenlippe2
Blick auf die Hutunterseite. Gut zu erkennen ist die Ausbuchtung der Röhren am Stiel. Markant für den Pilz sind die leuchtend gelben Röhren und Poren.
Ziegenlippe3
Blick auf die Hutoberfläche. Dieses Exemplar ist schon etwas älter. Erkennbar ist, dass die Hutoberfläche im Gegensatz zu einigen ähnlichen Pilzarten nicht aufreist.
Ziegenlippe4
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel ist leicht gebogen und hellbraun bis gelbbraun.
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Falscher Rotfuß-Röhrling (essbar)
Falscher Rotfuß-Röhrling1
Nahansicht von schräg oben. Wir erkennen die im Alter typisch aufgerissene Hutoberfläche. Wichtiges Erkennungszeichen ist, dass die Haut in den Rissen nicht rot gefärbt ist.
Falscher Rotfuß-Röhrling2
Frontalsicht. Der Stiel ist wenn überhaupt entscheind weniger rötlich gefärbt als beim Echten Rotfußröhrling, oft ist er zur Basis hin sogar eher bräunlich.
Falscher Rotfuß-Röhrling3
Blick auf die Hutunterseite. Die geblichen Lamellen wirken richtig schmutzig. Sie sind ausgebuchtet und dann leicht herablaufend angewachsen.
Falscher Rotfuß-Röhrling4
Blick auf ein liegendes Exemplar. Gut zu erkennen ist, dass der Stiel eher Braun- als Rottöne besitzt.


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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