☣ LEBENSGEFAHR: Tödlich giftig!
Der Stinkschirmling enthält hochgradig gefährliche Amatoxine. Diese führen zum gefürchteten Phalloides-Syndrom, das schwere Leberschäden und Organversagen verursacht. Zudem enthält er im Rohzustand Hämolysine. Da die Amatoxine hitzestabil sind, bleibt der Pilz auch nach dem Kochen lebensgefährlich!
ⓘ Historischer Hinweis zur Giftigkeit
Interessanterweise wurde dieser Pilz in älterer Fachliteratur oft nur als "ungenießbar" eingestuft, da man davon ausging, dass der ekelerregende Geruch ohnehin vom Verzehr abhält. Erst moderne Untersuchungen bestätigten den Gehalt an tödlichen Knollenblätterpilzgiften, was zeigt, wie wichtig aktuelle Informationen bei der Pilzbestimmung sind.
💡 Bestimmungs-Tipp: Geruch und Lamellen
Das sicherste Warnsignal ist der penetrante "Chemie-Geruch". Im Gegensatz zu essbaren Champignons bleiben die Lamellen des Stinkschirmlings auch im Alter rein weiß (niemals schokobraun). Der Ring am Stiel ist sehr zart und hinfällig.
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Stink-Schirmling
(Lepiota cristata)




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Kategorie/Art:
Lamellenpilze

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Wertigkeit:
tödlich giftig
Hut (ggf. Fruchtkörper):
1 cm - 4 cm breit; weißlich; anfangs halbkugelig, bald kegelig-glockig, dann gewölbt mit stumpfen Buckel, rotbraune (mehr oder weniger konzentrisch angeordnet) Schüppchen, Scheitel glatt, rotbraun, Rand lange eingebogen, fransig, bisweilen behangen
Hutunterseite:
Lamellen, frei, gedrängt, bauchig, weiß, später gelblich, alt rostfleckig, Schneiden schartig
Stiel:
max. Stielgröße 6 cm, max. Stielbreite 0.4 cm; zylindrisch, hohl, brüchig, weißlich, zur Basis hin rosa getönt, Ring aufsteigend, vergänglich, weiß
Fleisch:
weiß
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
gelbweiß, keilförmig, hyalin [Bild]
typ. Begleitpflanze:
Waldedbeere
Geruch:
widerlich
Geschmack:
widerlich
bevorzugter Boden:
Gras/Wiese
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Laubwald , Nadelwald , Mischwald , Parkanlagen , Waldwiesen , Gärten , auf/bei Wegen
Wachstum:
Juni , Juli , August , September , Oktober

Stink-Schirmling1

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Wissenswertes
Der Stinkschirmling ist ein kleiner, aber häufiger Pilz, der durch seinen markanten, unangenehmen Geruch nach Leuchtgas oder verbranntem Gummi auffällt. Er wächst gerne auf nährstoffreichen Böden in Gärten, Parks und an Wegrändern. Optisch besticht er durch seine rotbraune, schuppige Hutmitte auf weißem Grund. Trotz seiner geringen Größe ist er einer der gefährlichsten Giftpilze unserer Region.
☣ LEBENSGEFAHR: Tödlich giftig!
Der Stinkschirmling enthält hochgradig gefährliche Amatoxine. Diese führen zum gefürchteten Phalloides-Syndrom, das schwere Leberschäden und Organversagen verursacht. Zudem enthält er im Rohzustand Hämolysine. Da die Amatoxine hitzestabil sind, bleibt der Pilz auch nach dem Kochen lebensgefährlich!
ⓘ Historischer Hinweis zur Giftigkeit
Interessanterweise wurde dieser Pilz in älterer Fachliteratur oft nur als "ungenießbar" eingestuft, da man davon ausging, dass der ekelerregende Geruch ohnehin vom Verzehr abhält. Erst moderne Untersuchungen bestätigten den Gehalt an tödlichen Knollenblätterpilzgiften, was zeigt, wie wichtig aktuelle Informationen bei der Pilzbestimmung sind.
💡 Bestimmungs-Tipp: Geruch und Lamellen
Das sicherste Warnsignal ist der penetrante "Chemie-Geruch". Im Gegensatz zu essbaren Champignons bleiben die Lamellen des Stinkschirmlings auch im Alter rein weiß (niemals schokobraun). Der Ring am Stiel ist sehr zart und hinfällig.

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Stink-Schirmling1
Frontalansicht. Sehr gut ist der aufsteigende Ring zu erkennen. Auch der fransige Hutrand ist typisch. Charakteristisch sind auch der glatte, rotbraune Scheitel sowie die mehr oder weniger konzentrisch angeordneten, rotbraunen Schüppchen auf dem Hut.
Stink-Schirmling2
Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen Lamellen sind gedrängt, bauchig und nicht am Stiel angewachsen.
Stink-Schirmling3
Blick auf ein liegendes, weitgehend ausgewachsenes Exemplar. Auch hier sind wieder der fransige Hutrand und die bauchigen Lamellen gut zu erkennen.
Stink-Schirmling4
Blick auf die Hutoberfläche. Zu erkennen ist die rotbraune Hutmitte, die gebuckelt ist. Die umliegenden Schüppchen können wie hier zum Rand hin deutlich blasser erscheinen.
 

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Wichtiger Hinweis:
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doppelgänger

Wollstielschirmling (tödlich giftig)
Wollstielschirmling1
Frontalansicht. Die Hutmitte ist bräunlich gefärbt und stumpf gebuckelt. Die komplette Hutoberfläche ist mit Schüppchen besetzt.
Wollstielschirmling2
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel wird im unteren Teil wollig-faserig sowie etwas breiter.
Wollstielschirmling3
Blick auf ein liegendes Exemplar. Gut zu erkenenn sind hier der bräunliche und stumpfe Buckel in der Hutmitte, die mit Schüppchen bedeckte Hutoberfläche sowie den weißen Stiel, der zur Basis breiter wird und im unteren Bereich wollig-faserig sowie bräunend ist.
Wollstielschirmling4
Ansicht von schräg oben. Die Hutform zeigt sich bei diesem ausgewachsenem Exemplar ziemlich flach.

Weinroter Zwergegerling (essbar)
Weinroter Zwergegerling1
Ansicht von schräg oben auf ein relativ altes Exemplar. Beim Weinroten Zwergegerling handelt es sich um eine sehr kleine Champignon Art.
Weinroter Zwergegerling2
Blick auf die Hutunterseite. Die rosagrauen Lamellen sind sehr gedrängt und nicht am Stiel angewachsen. Die Stielspitze ist etwas rosa überhaucht; unterhalb der Ringzone ist der Stiel mehr gelblich gefärbt.
Weinroter Zwergegerling3
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der schmale und hängende Ring ist ziemlich vergänglich, wie sich auf diesem Bild gut erkennen lässt.
Weinroter Zwergegerling4
Weiterer Blick auf ein liegendes Exemplar. Die Stielbasis zeigt sich etwas verdickt.

Braunberingter Schirmling (giftig)

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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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