Wichtiger Hinweis:
Rein optische Bestimmungshilfe – KEINE Verzehrfreigabe!
Bestimmung per Internet ist niemals 100% sicher.
Verzehr nur nach Prüfung durch einen Sachverständigen
vor Ort.
2
cm - 3.5 cm
breit; blassbraun, lederbraun; jung halbkugelig-glockig, dann konvex, alt verflacht mit schwachem Buckel, Oberfläche nur wenig hygrophan, glatt oder auch runzelig, Mitte dunkler, Rand feucht gerieft
Hutunterseite:
Lamellen ausgebuchtet angewachsen, etwas entfernt stehend, bauchig, gelblich-weißlich, Schneiden dunkler
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Wissenswertes
Der Hornstiel-Schwindling ist ein saprobiontischer Pilz, der bevorzugt in der Laubstreu von Kalkbuchenwäldern wächst. Er ist jedoch nicht streng an Kalk gebunden und kommt gelegentlich auch in Mischwäldern vor, während Funde im reinen Nadelwald eine Ausnahme darstellen. Er wächst meist gesellig, oft in kleinen Gruppen oder Büscheln.
Kulinarische Einordnung: Der Pilz gilt als ungenießbar bis minderwertig. Aufgrund seines extrem dünnen Fleisches und der sehr zähen, hornartigen Konsistenz des Stiels besitzt er keinen Speisewert. In der Literatur wird er gelegentlich als essbar (Mischpilz) geführt, doch wird aufgrund der Zähigkeit und des fehlenden Aromas vom Sammeln abgeraten.
Bestimmungsmerkmale: Der Hut ist 2 bis 4 cm breit, glockig bis flach gewölbt und hat eine charakteristische ledergelbe bis kastanienbraune Farbe, die zum Rand hin oft heller ausfällt. Das markanteste Merkmal ist der namensgebende Stiel: Er ist steif, glatt, glänzend und erinnert in seiner Härte und Farbe an poliertes Horn oder dunkles Holz (oben heller, zur Basis hin dunkelbraun bis schwarz). Ein weiteres wichtiges Detail sind die Setae (mikroskopisch kleine Borsten), die man bei genauem Hinsehen mit einer Lupe als feine Pünktchen auf den Lamellenschneiden und der Hutoberfläche erkennen kann.
Verwechslungsgefahr: Er kann mit dem Rosshaar-Schwindling verwechselt werden, der jedoch deutlich kleinere Fruchtkörper und einen noch dünneren, haarfeinen Stiel besitzt. Auch Verwechslungen mit anderen Rüblingen oder Schwindlingen sind möglich, wobei der extrem glatte, hornharte Stiel des Marasmius cohaerens das sicherste Unterscheidungsmerkmal darstellt.
Blick von schräg oben auf mehrere Exemplare. Die Hutoberflächen zeigen sich in bräunlichen Farbtönen (trocken meist blasser). Die Hutriefung erscheint meist auch nur bei Nässe.
Frontalansicht auf mehrere, ausgewachsene Exemplare. Im Alter verflacht der Hut und die Hutränder können sich wie hier z. T. auch etwas wellig und nach oben verbogen zeigen.
Blick auf die Hutunterseite. Die leicht gelblichen Lamellen sind entfernt stehend und ausgebuchtet am Stiel angewachsen.
Blick auf ein liegendes Exemplar. Die Stielbasis zeigt sich schwarzbraun, die Stielmitte rotbraun und die Stielspitze etwas heller.
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