Bild exemplarisch, KI generiert. Markant ist die stahlblaue Färbung von Hut und Stiel in Kombination mit deutlich helleren Lamellen die im Alter auch vom Sporenpulver rosa gefärbt sein können.
Der Stahlblaue Rötling (Entoloma nitidum) ist ein prachtvoller Bewohner moosiger Nadelwälder mit einem Hutdurchmesser von 2–6 cm. Sein Hut ist tief stahlblau bis dunkelviolett, oft mit seidigem Glanz und einer charakteristischen Erhebung (Buckel). Im Gegensatz zu vielen anderen Rötlingen ist sein Stiel kräftig und längsfaserig. Die Lamellen sind anfangs weißlich und verfärben sich erst spät durch das Sporenpulver zartrosa. Er ist ein typischer Anzeiger für saure, ungestörte Waldstandorte.
⚠ Giftigkeit: Giftverdächtig / Ungenießbar Der Stahlblaue Rötling gilt als giftverdächtig und kann unangenehme Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen.
Wirkung: Ein Verzehr führt potenziell zu Übelkeit, Erbrechen und Krämpfen.
Hinweis: Auch wenn in der Forschung krebshemmende Stoffe isoliert wurden, überwiegen die toxischen Eigenschaften für den Menschen.
⚠ Status & Seltenheit: In Deutschland zerstreut bis selten vorkommend. Er bevorzugt höhere Lagen und ungestörte Nadelmischwälder.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein Saprobiont, der in der Nadelstreu und zwischen Moosen bei Fichten und Kiefern wächst. Er ist ein ausgeprägter Säurezeiger. Erscheinungszeit: August bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Stiel & Geruch
Achten Sie auf den blauen, längsfaserigen Stiel und den neutralen Geruch. Verwechseln Sie ihn nicht mit Schleierlingen (diese haben rostbraunes Sporenpulver).
2.0 cm - 6.0 cm breit; schwarzblau, dunkelblau, stahlblau; anfangs konisch-glockig, dann glockig-ausgebreitet mit einem stumpfen Buckel, Oberfläche eingewachsen radialfaserig, matt, glatt, alt etwas ausblassend, Rand nach unten gebogen und nicht gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen ausgebuchtet angewachsen, etwas entfernt stehend, bauchig, erst weißlich, später vom Sporenpulver fleischfarben-rosalich gefärbt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 0.6 cm; zylindrisch, zur Basis hin breiter wertend, striegelig ind weiß, oberhalb hutfarben, hell längsfaserig gestreift, hohl bis wattig ausgestopft, zerbrechlich
✔Hut: 2–6 cm breit, tief stahlblau bis dunkelgraublau, glatt und oft glänzend.
✔Lamellen: Jung weißlich, später durch das Sporenpulver rosarot gefärbt, ausgebuchtet am Stiel angewachsen.
✔Stiel:Stahlblau, silbrig überhaucht, glatt.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
WICHTIGSTES MERKMAL:
Die intensiv stahlblaue Färbung des Hutes und des Stiels, gepaart mit den im Alter rosaroten Lamellen, macht diese Art in passenden Habitaten gut kenntlich.
HINWEIS:
Der Stahlblaue Rötling ist kein Speisepilz. Wie viele Arten der Gattung Entoloma sollte er aufgrund potenzieller Giftigkeit und Seltenheit nicht verzehrt werden.
Sammler-Berichte
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