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LEBENSGEFAHR!
Dies ist ein tödlich giftiger Pilz. Bereits geringste Mengen können zum Tode führen. Keine Verzehrfreigabe!
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tödlich giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Der Orangefuchsige Raukopf (Cortinarius orellanus) ist ein mittelgroßer Blätterpilz mit einem 3 bis 8 cm breiten, stumpf-kegeligen bis flach-gebuckelten Hut. Die Farbe ist ein charakteristisches, mattes Fuchsrot bis Orangebraun. Die Oberfläche ist feinfilzig bis feinschuppig und trocken. Die Lamellen stehen entfernt, sind dicklich und haben eine ähnliche Farbe wie der Hut (später durch Sporen rostbraun).
☠ TÖDLICH GIFTIG! (Orellanus-Syndrom)
Dieser Pilz enthält das extrem starke Nierengift Orellanin. Das Tückische: Die ersten Symptome treten erst nach 3 bis 14 Tagen (manchmal erst nach 3 Wochen) auf. Zu diesem Zeitpunkt ist die Niere oft schon irreparabel geschädigt. Eine Vergiftung führt häufig zum totalen Nierenversagen und erfordert eine lebenslange Dialyse oder Transplantation.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Er ist ein Mykorrhizapartner von Laubbäumen (bevorzugt Eiche und Buche). Man findet ihn in wärmebegünstigten Laubwäldern auf sauren, silikatreichen Böden. Er erscheint von August bis Oktober. In Deutschland ist er eher im Süden und in der Mitte verbreitet.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Farbe & Lamellenabstand Wichtig sind der filzige, nicht schmierige Hut und die weit entfernt stehenden Lamellen, die fast die gleiche Farbe wie der Hut haben. Es fehlen jegliche Gelbtöne am Stiel (Unterschied zum Spitzbuckeligen Raukopf). Da es viele ähnliche Schleierlinge gibt, gilt die goldene Regel: Keine rötlich-braunen Rauköpfe für die Küche!
Wiss. Begriff:
Cortinarius orellanus
Weitere Bezeichnungen:
Orangefuchsiger Schleierling, Orangenfuchsiger Raukopf, Orangefuchsiger Raukopf, Orangenfuchsiger Rauhkopf, Orangenfuchsiger Schleierling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 8.0 cm breit; rostbraun, orangefuchsig oder orangebräunlich; anfangs fast halbkugelig bis kegelig, später gewölbt bis flach ausgebreitet, oft stumpf gebuckelt, Oberfläche trocken, matt, angedrückt fein faserig bis schuppig, im Alter oft kahl, Rand jung eingerollt, später oft wellig verbogen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen augebuchtet oder gerade angeheftet, relativ entfernt stehend und dicklich, zimtbraun-rostrot bis rostbraun
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; fast zylindrisch und zur Basis verjüngt, längsfaserig, voll, fest, jung gelblich, später rostfarben, keine Ringzone
Fleisch:
gelblich, unter der Huthaut rostbraun, fest
Geruch:
schwach rettichartig
Geschmack:
schwach rettichartig
Sporen:
rostbraun, elliptisch-mandelförmig, warzig
Begleitpflanze:
Heidelbeere, Wald-Sauerklee, Haarstielige Waldsimse, Moose
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Mischwald unter Buchen unter Kastanien unter Eichen
Doppelgänger:
⚠ VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen
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