Der Perlpilz ist ein häufiger Begleiter in Laub- und Nadelwäldern. Sein markantestes Kennzeichen ist die Fähigkeit zu röten: Jede Verletzung, ob durch Madenfraß oder am Stielgrund, läuft nach einiger Zeit weinrötlich an. Der Hut ist meist fleischbraun bis rötlich-grau und mit flachen, grauen oder rötlichen Velumflocken besetzt. Ein sicheres Merkmal zur Abgrenzung vom tödlichen Pantherpilz ist die Oberseite des häutigen Rings, die beim Perlpilz deutlich längs gerieft ist. Zudem besitzt er keine scharf abgesetzte Knolle mit "Bergsteigersöckchen", sondern einen rübenartigen Stielgrund.
🍳 Vorbereitung & Verwendung:
ROH GIFTIG! Der Perlpilz enthält Hämolysine, die rote Blutkörperchen zerstören. Diese Gifte sind hitzelabil und werden erst durch vollständiges Durchgaren (mind. 15–20 Min.) zerstört. Er ist ein ausgezeichneter Speisepilz mit festem Fleisch. Die Huthaut sollte bei älteren Exemplaren abgezogen werden. Prüfen Sie den Pilz immer auf weinrote Madengänge – fehlen jegliche Rot-Töne, besteht höchste Verwechslungsgefahr mit dem Pantherpilz!
🍲 Zubereitungstipp:
Aufgrund seines milden, leicht süßlichen Aromas eignet sich der Perlpilz hervorragend für klassische Pilz-Rahmsoßen oder pur in Butter gebraten. Ein besonderer Genuss ist es, die großen Hüte wie ein Schnitzel zu panieren und goldbraun auszubacken. Wichtig: Immer auf vollständige Durchgarung achten!
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Drei-Regel
Achten Sie beim Perlpilz auf drei Dinge: 1. Er muss irgendwo röten (meist an der Basis oder in Madengängen). 2. Der Ring muss auf der Oberseite deutlich längs gerieft (gestreift) sein. 3. Die Knolle ist rübenartig und hat keinen scharf abgesetzten Rand. Fehlt auch nur eines dieser Merkmale, lassen Sie den Pilz im Zweifel stehen!
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