💡 Bestimmungs-Tipp: Die Schnittprobe
Schneiden Sie den Pilz immer längs durch! Während essbare Stäublinge (wie der Riesenbovist) innen lange rein weiß und weich bleiben, färbt sich das Innere (die Gleba) beim Kartoffelbovist schon sehr früh dunkel-violett bis schwarz und ist von hellen Adern durchzogen. Zudem ist die Außenhaut beim Dickschaligen Kartoffelbovist mehrere Millimeter dick und sehr fest.
⚠ Speisewert: Giftig
Der Verzehr führt zu schweren Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen und Durchfall. In größeren Mengen aufgenommen, können die enthaltenen Toxine sogar Ohnmachtsanfälle und Sehstörungen verursachen. Er wird fälschlicherweise manchmal als "Trüffel-Ersatz" bezeichnet – davor muss dringend gewarnt werden!
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Dickschaliger Kartoffelbovist
(Scleroderma citrinum)




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Kategorie/Art:
Boviste

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Wertigkeit:
giftig
Hut (ggf. Fruchtkörper):
3 cm - 15 cm breit; gelblich, gelbbraun, ockerfarben; rundlich abgeflacht, mit zusammengezogener Basis, ohne Stiel, Peridie einfach, bis 4 mm dick, ziemlich hart, lederig, grobschuppig gefeldert, Schuppen bräunlich
Hutunterseite:
keine Hutunterseite vorhanden
Stiel:
kein Stiel vorhanden
Fleisch:
Fruchtmasse (das Innere des Bovistes) jung gelblich weiß, bald lilagrau, später violettschwarz, weißlich geädert, fest, im Alter olivbraun, pulverig zerfallend
Sporenpulver / mikr. Eigenschaften:
rundlich, gratig-stachelig, schwärzlich
typ. Begleitpflanze:
Heidelbeere
Geruch:
widerlich, leuchtgasartig
Geschmack:
metallisch
bevorzugter Boden:
sandiger Boden
Wachstumsgebiete / Vorkommen:
Nadelwald , Mischwald , Laubwald , unter Eichen , unter Kiefern , unter Birken , unter Fichten
Wachstum:
Juli , August , September , Oktober , November

Dickschaliger Kartoffelbovist1

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Wissenswertes
Der Dickschalige Kartoffelbovist ist ein weit verbreiteter Giftpilz, der vor allem auf sauren Böden in Laub- und Nadelwäldern zu finden ist. Im Gegensatz zu den essbaren Stäublingen hat er keine Öffnung an der Spitze, sondern seine derbe, lederartige Schale reißt bei Reife unregelmäßig auf. Die Oberfläche ist charakteristisch gefelderat-warzig und erinnert in Form und Farbe tatsächlich an eine Kartoffel. Er lebt in Mykorrhiza-Symbiose mit Waldbäumen und ist häufig an Waldwegen oder unter Eichen und Kiefern anzutreffen.
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Schnittprobe
Schneiden Sie den Pilz immer längs durch! Während essbare Stäublinge (wie der Riesenbovist) innen lange rein weiß und weich bleiben, färbt sich das Innere (die Gleba) beim Kartoffelbovist schon sehr früh dunkel-violett bis schwarz und ist von hellen Adern durchzogen. Zudem ist die Außenhaut beim Dickschaligen Kartoffelbovist mehrere Millimeter dick und sehr fest.
⚠ Speisewert: Giftig
Der Verzehr führt zu schweren Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen und Durchfall. In größeren Mengen aufgenommen, können die enthaltenen Toxine sogar Ohnmachtsanfälle und Sehstörungen verursachen. Er wird fälschlicherweise manchmal als "Trüffel-Ersatz" bezeichnet – davor muss dringend gewarnt werden!

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Dickschaliger Kartoffelbovist1
Ansicht von oben auf eine Gruppe Dickschaliger Kartoffelboviste. Die Fruchtkörpergröße ist hier relativ klein. Der Pilz kann wesentlich größer werden.
Dickschaliger Kartoffelbovist2
Blick auf die Innenmasse. Diese ist hier bereits sehr dunkel bis violett-schwarz und leicht weiß-ädrig durchzogen. Zu beachten ist auch die dicke Außenhülle.
Dickschaliger Kartoffelbovist3
Blick auf sehr alte Dickschalige Kartoffelboviste. Die Außenhaut ist praktisch vollständig aufgeplatzt und die Sporenmasse kann den Pilz verlassen.
Dickschaliger Kartoffelbovist4
Querschnitt eines sehr jungen Kartoffelbovistes. Achtung! Hier ist die Innenmasse noch sehr hell. Normalerweise sind Boviste mit hellem Fleisch eßbar; jedoch stellt dieser Pilz im ganz jungen Stadium eine Außnahme dar.
 

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Wichtiger Hinweis:
Diese Seite dient nur als Hilfe zur Pilzbestimmung. Beachten Sie bitte, dass man anhand von Bildern fast keinen Pilz sicher bestimmen kann. Diese Seite kann also lediglich als Hilfe dienen. Trotz größtmöglicher Sorgfalt waren hier Menschen am Werk, denen auch mal ein Fehler unterlaufen sein kann. Rechtsansprüche aufgrund Fehlbestimmungen, die im Zusammenhang mit dieser Seite stehen sind aus diesem Grund ausgeschlossen.

doppelgänger

Dünnschaliger Kartoffelbovist (giftig)
Dünnschaliger Kartoffelbovist1
Frontale Großaufnahme eines Dünnschaligen Kartoffelbovistes. Die Fruchtkörperform ist rund und die Außenhaut ist etwas feinschuppig.
Dünnschaliger Kartoffelbovist2
Durchgeschnittenes Exemplar. Hier ist das stielartige Gebilde an der Basis besonders gut zu erkennen.
Dünnschaliger Kartoffelbovist3
Dünnschaliger Kartoffelbovist im Querschnitt mit Blick auf die Innenmasse. Die Außenhaut ist dünn (im Vergleich zum Dickschaligen Kartoffelbovist). Die dunkle Innenmasse ist mit einem weißen Hyphengeflecht adrig durchzogen.
Dünnschaliger Kartoffelbovist4
Blick von oben auf ein altes Exemplar. Gut zu erkennen ist, dass der Pilz deutlich brauner als junge Exemplare wirkt sowie die Öffnung am Scheitel durch den die Sporen entweichen können.

Gelbflockiger Kartoffelbovist (giftig)
Gelbflockiger Kartoffelbovist1
Ansicht von schräg oben. Dieses Exemplar befindet sich in einem mittleren Altersstadium. Die Erscheinungsform ähnelt zwar einer Kartoffel - ist jedoch wesentlich kleiner.
Gelbflockiger Kartoffelbovist2
Ansicht von schräg oben. Auf diesem Bild kann man erkennen, dass es sich um eine kleinere Kartoffelbovisten-Art handelt. Im Vordergrund sieht man noch ein sehr junges Exemplar.
Gelbflockiger Kartoffelbovist3
Nahansicht. Die Oberfläche ist etwas gefeldert-körnig.
Gelbflockiger Kartoffelbovist4
Querschnitt. Man kann erkennen, dass das Fleisch zuerst gelblich ist und dann für einen Kartoffelbovist typisch schwarz wird. Auffällig ist die weiße Musterung.

Flaschenbovist (jung essbar)
Flaschenbovist1
Ein alter Flaschenbovist. Durch die obige Öffnung sind die Sporen, die im Bauch gebildet wurden, bereits ausgetreten.
Flaschenbovist2
Ansicht von schräg oben auf ein junges Exemplar. Deutlich zu erkennen sind die weißen, z. T. schwach grauen Stacheln.
Flaschenbovist3
Ansicht von schräg oben auf ein Exemplar mittleren Alters. Die Form ist birnenförmig. Der Fruchtkörper ist bis auf einige Stacheln weiß.
Flaschenbovist4
Ansicht auf einen liegenden Flaschenbovist. Zum Stiel bzw. zur Basis werden die Stacheln sichtbar kleiner und auch weniger.

Riesenbovist (jung essbar)

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Hasenbovist (jung essbar)
Hasenbovist1
Ansicht von leicht schräg oben auf zwei Exemplare. Der Fruchtkörper ist in diesem Altersstadium noch durchgängig weiß.
Hasenbovist2
Blick auf ein liegendes Exemplar. Die Basis ist faltig zusammengezogen.
Hasenbovist3
Ansicht von oben. Die Oberfläche ist mit pyramidenförmigen Stacheln besetzt.
Hasenbovist4
Blick auf ein altes Exemplar. Die Fruchtkörper werden in diesem Stadium bräunlich bis grau-bräunlich.

Birnen-Stäubling (jung essbar)
Birnen-Stäubling1
Ansicht von vorne. Ganze Kolonien besiedeln die toten Baumstämme. Diese Exemplare haben bereits ihre Reife erreicht; die Außenhaut ist bereits aufgeplatzt, so dass die Sporen verteilt werden können.
Birnen-Stäubling2
Ansicht von vorne. Auch wenn dieses Bild leider nicht sehr scharf ist, kann man trotzdem das runde Kopfteil des Pilzes, das stielartig übergeht, gut erkennen.
Birnen-Stäubling3
Ansicht von vorne. In dieser Nahansicht lässt sich relativ gut die feinwarzige Außenhaut bzw. Außenhülle erkennen. Daneben kann man die hier olivbraune Sporenmasse bei einigen Exemplaren gut erkennen.
Birnen-Stäubling4
Ansicht von schräg oben. Hier hat man jetzt mal einen guten Überblick, in welchen Massen der Pilz z. T. auftritt.


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Symbolerklärungen

Legende
=
jung essbar  
=
ungenießbar
=
essbar  
=
schwach giftig
=
bedingt essbar  
=
giftig
=
unbedeutend  
=
tödlich giftig

 

 

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